Newsletter über den Klimawandel immer dienstags mit drei kurzen, aktuellen Meldungen.
Überblick über aktuelle Klimanews
Der Newsletter
gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Gebieten rund um den Klimawandel. Die News sind kurz gehalten und bringen dich schnell auf den aktuellen Stand. Geschrieben wird
von mir, Jakob, Physiker mit Erfahrung in der Klimawissenschaft. Unterstützt werde ich hierbei von Tobias, engagiert in der Klimabewegung und heute beruflich im Bereich Erneuerbare Energien tätig. Wir lese für dich die News in verschiedenen Zeitungen, sortiere sie und fasse das Wichtigste zusammen.
Der Klimanewsletter in aller Kürze:
- Drei aktuelle Klimanews als wöchentliche Zusammenfassung halten dich auf dem Laufenden.
- Die Nachrichten sind vorsortiert und ausgewählt von mir, einem Physiker mit Erfahrung in der Klimaforschung.
- Der Inhalt ist kurz, übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert.
- Das Ganze gibts gegen einen freiwilligen Beitrag zwischen 0 und 10 Euro im Monat.
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Die Klimanews der Woche
Hier findest du die Klimanews aus dem letzten Newsletter:
1) Unicef: Fast jedes Kind weltweit von Klimagefahren betroffen
Rund 1,1 Milliarden Kinder weltweit sind laut einem neuen Unicef-Bericht mindestens drei Klimagefahren gleichzeitig ausgesetzt, nahezu jedes Kind mindestens einer. Am häufigsten tritt die Kombination aus Dürren, extremer Hitze und Hitzewellen auf, davon betroffen sind fast 300 Millionen Kinder. Die zweithäufigste Kombination aus Dürren, extremer Hitze und tropischen Stürmen betrifft mehr als 115 Millionen Kinder. Besonders belastet sind die Sahelregion, wo über vier Millionen Kinder mehreren Hitzegefahren sowie Sand- und Staubstürmen ausgesetzt sind, sowie Bangladesch, Myanmar und Pakistan. Der Bericht stützt sich auf einen neuen Klimarisiko-Atlas, der Regierungen bei der Planung von Versorgungsstrukturen helfen soll. Kinder gelten laut Unicef als besonders gefährdet, da sie sich körperlich schneller erhitzen, schneller atmen und so mehr Schadstoffe aufnehmen und mehr Nahrung und Wasser pro Kilogramm Körpergewicht benötigen. Auch in Deutschland sind trotz vergleichsweise guter Grundversorgung knapp 98 Prozent der Kinder mindestens einer Klimaauswirkung ausgesetzt, rund 66 Prozent mindestens zwei: vor allem Hitzewellen und Dürren. Unicef Deutschland fordert mehr nationalen Klimaschutz sowie stärkere Unterstützung besonders betroffener Länder.
Zum Weiterlesen: Spiegel, Tagesschau
2) Verfassungsrechtliche Bedenken gegen geplantes Heizungsgesetz
Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags äußert deutliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes. Die Prüfer*innen warnen, dass das Gesetz Reduktionslasten beim CO2-Ausstoß unverhältnismäßig in die Zukunft verschieben könnte. Dies sei ein möglicher Verstoß gegen das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts aus 2021, das eine zu starke Einschränkung künftiger Generationen untersagt. Das Gesetz soll das bisherige Heizungsgesetz von Robert Habeck (Grüne) ablösen und erlaubt weiterhin den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen, basierend auf dem Prinzip der „Technologieoffenheit" statt fester Vorgaben. Reiche verteidigt ihren Ansatz als Stärkung der Eigenverantwortung von Eigentümer*innen. Kritik kommt jedoch nicht nur von Grünen und Teilen der SPD, sondern auch aus der eigenen Partei: Die Klimaunion um Thomas Heilmann (CDU) bezeichnete die Pläne bereits im Mai als verbesserungsbedürftig. Die Grüne Bundestagsfraktion, die das Gutachten beauftragt hatte, spricht von einer „klaren Warnung" vor einer möglichen Niederlage in Karlsruhe. Kommende Woche befasst sich der Wirtschaftsausschuss in einer Expertenanhörung erneut mit dem Gesetzentwurf.
Zum Weiterlesen: Tagesschau, FrankfurterRundschau
3) Studie: Konsum der reichsten zehn Prozent verursacht Billionenschäden
Der Konsum der reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung verursacht laut einer Studie der Universitäten Leiden und Oxford jährliche Umweltschäden von 1,7 bis 5,7 Billionen US-Dollar. Zu dieser Gruppe zählt bereits, wer über ein Nettovermögen von rund 100.000 US-Dollar verfügt. Die Berechnung berücksichtigt vier planetare Grenzen: Klimawandel, Artensterben, Stickstoff- und Phosphoreinträge sowie Süßwassernutzung, wobei Klimawandel und Artensterben den größten Anteil ausmachen. Die Schäden pro Kopf variieren stark zwischen den Ländern: In den USA liegen sie im Mittel bei 38.000 US-Dollar jährlich, in Deutschland bei 10.000 Dollar, in Indien lediglich bei 410 bis 1.400 Dollar. Als Hauptursachen nennen die Autor*innen häufiges Fliegen, große Autos, Fleischkonsum sowie das Heizen mit Öl und Gas. Die berechnete Schadenssumme übersteigt nach Angaben der Studie die internationalen Finanzierungslücken im Klima- und Biodiversitätsbereich deutlich. Die Forschenden plädieren für das Verursacherprinzip: Wer Schäden verursacht, solle auch für deren Behebung aufkommen. Mögliche Umwelt- oder Wohlstandsteuern werden als Ansatz genannt. Eine reine finanzielle Kompensation reiche aber nicht aus, nötig seien strengere Regulierungen, die Schäden von vornherein verhindern.
Zum Weiterlesen: taz, Süddeutsche
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