Newsletter über den Klimawandel immer dienstags mit drei kurzen, aktuellen Meldungen.
Überblick über aktuelle Klimanews
Der Newsletter
gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Gebieten rund um den Klimawandel. Die News sind kurz gehalten und bringen dich schnell auf den aktuellen Stand. Geschrieben wird
von mir, Jakob, Physiker mit Erfahrung in der Klimawissenschaft. Unterstützt werde ich hierbei von Tobias, engagiert in der Klimabewegung und heute beruflich im Bereich Erneuerbare Energien tätig. Wir lese für dich die News in verschiedenen Zeitungen, sortiere sie und fasse das Wichtigste zusammen.
Der Klimanewsletter in aller Kürze:
- Drei aktuelle Klimanews als wöchentliche Zusammenfassung halten dich auf dem Laufenden.
- Die Nachrichten sind vorsortiert und ausgewählt von mir, einem Physiker mit Erfahrung in der Klimaforschung.
- Der Inhalt ist kurz, übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert.
- Das Ganze gibts gegen einen freiwilligen Beitrag zwischen 0 und 10 Euro im Monat.
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Die Klimanews der Woche
Hier findest du die Klimanews aus dem letzten Newsletter:
1) Angela Merkel: Klimaschutz bleibt eine Überlebensfrage der Menschheit
Selbstkritische Töne hört man von ehemaligen Regierungschef*innen selten. Umso bemerkenswerter war der Auftritt Angela Merkels beim 40. Geburtstag des Bundesumweltministeriums. Die frühere Kanzlerin bezeichnete den Klimawandel als „Überlebensfrage der Menschheit" und warnte davor, das Thema angesichts anderer Krisen aus dem Blick zu verlieren.
Merkel räumte ein, dass sie sich rückblickend frage, ob in ihrer Amtszeit mehr Klimaschutz möglich gewesen wäre. Zu oft habe die Politik "nach dem Prinzip Hoffnung und nicht nach dem Vorsorgeprinzip" gehandelt. Auch die Frage, ob Politik und Gesellschaft wissenschaftliche Warnungen ernst genug nehmen, treibe sie bis heute um. Merkels Mahnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung zentrale Klimaschutzregeln im Gebäudesektor lockern will.
Zum Weiterlesen: Tagesspiegel, Zeit, FAZ, zum Weiterhören: SWR
2) Widerstand gegen das neue Heizungsgesetz wächst
Die Bundesregierung möchte das Gebäudeenergiegesetz, welches ursprünglich noch aus der Merkel-Regierung stammt, abschwächen. Doch nun kommt Gegenwind ausgerechnet von den Bundesländern. Mehrere Fachausschüsse des Bundesrats, wie der Wirtschaftsausschuss mit dem Vorsitzenden Huber Aiwander, bewerten das neue Gebäudeenergiegesetz als „handwerklich mangelhaft" und kritisieren, dass es die Wärmewende ausbremse.
Besonders umstritten ist die geplante Grüngasquote. Sie soll Gas und Ölheizungen durch eine schrittweise Beimischung von Biomethan und anderen grünen Gasen klimafreundlicher machen. Die Ausschüsse bezweifeln jedoch, dass dies ausreicht, um die Klimaziele zu erreichen und die Heizkosten erhöhen könnte. Sie fordern unter anderem, das Verbot fossiler Heizungen ab 2045 beizubehalten.
Zusätzlichen Druck macht ein ungewöhnliches Bündnis aus Energiewirtschaft und Umweltverbänden. Unternehmen wie E.ON, EWE oder die Deutsche Umwelthilfe, sprechen sich in einer Stellungnahme gemeinsam gegen die Grüngasquote aus. Ihr Argument: Knappes Biomethan werde künftig dringend in Industrie und Chemie benötigt. Im Heizungskeller seien Wärmepumpen und Wärmenetze meist die günstigere Lösung. Die Quote drohe stattdessen Milliardenkosten, höhere Gasnetzentgelte und neue Abhängigkeiten von fossiler Infrastruktur zu verursachen.
Zum Weiterlesen: t-online, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel Background
3) Mehr Schulden für Wärmepumpen
Bereits seit 2025 dürfen EU-Staaten zusätzlich bis zu 1,5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung (BIP) für Verteidigung ausgeben, ohne gegen die selbst gegebenen europäischen Fiskalregeln zu verstoßen. Nun sollen davon jährlich bis zu 0,3 Prozent des BIP für Maßnahmen wie Wärmepumpen, Solaranlagen oder E-Autos genutzt werden können, über die nächsten drei Jahre maximal 0,6 Prozent, so ein Vorschlag der EU-Kommission. Für Deutschland entspräche das theoretisch rund 27 Milliarden Euro.
Vor allem Italien und Spanien drängen auf die Änderung. Sie argumentieren, dass die Abhängigkeit von Öl und Gas ebenfalls ein Sicherheitsrisiko darstelle. Der Vorstoß zeigt einen spannenden Richtungsstreit in Europa: Soll der zusätzliche finanzielle Spielraum nur für Aufrüstung oder auch für Klimaschutz genutzt werden? Die Hoffnung auf milliardenschwere Klimainvestitionen in Deutschland dürfte allerdings verfrüht sein. Expert*innen verweisen darauf, dass die Bundesregierung den bestehenden finanziellen Spielraum voraussichtlich bereits vollständig für Verteidigungsausgaben nutzen wird. Dies zeigt einen Grundkonflikt zwischen Rüstungs- und Klimaausgaben, von dem letztlich die AfD profitieren könnte, wie Prof. Tom Krebs und Prof. Isabella Weber argumentierten.
Zum Weiterlesen: Zeit, taz, Welt
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