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Klimahochdrei - Die Klimanews der Woche

Newsletter über den Klimawandel immer dienstags mit drei kurzen, aktuellen Meldungen.

Überblick über aktuelle Klimanews

Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Gebieten rund um den Klimawandel. Die News sind kurz gehalten und bringen dich schnell auf den aktuellen Stand. Geschrieben wird Klimahochdrei von mir, Jakob, Physiker mit Erfahrung in der Klimawissenschaft. Unterstützt werde ich hierbei von Tobias, engagiert in der Klimabewegung und heute beruflich im Bereich Erneuerbare Energien tätig. Wir lese für dich die News in verschiedenen Zeitungen, sortiere sie und fasse das Wichtigste zusammen.

Der Klimanewsletter in aller Kürze:

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Die Klimanews der Woche

Hier findest du die Klimanews aus dem letzten Newsletter:

1) Die Zustimmung zu Klimaschutz ist viel größer als gedacht

Mehrere neue Umfragen zeigen, dass ambitionierter Klimaschutz in der Bevölkerung deutlich mehr Rückhalt genießt als oft angenommen. EineStudie mit rund 1.600 deutschen Politiker*innen und einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe von 2.000 Personen zeigt: Politiker*innen unterschätzen parteiübergreifend die Zustimmung zu wirksamen Klimamaßnahmen deutlich. So glaubten sie, nur 18 Prozent der Deutschen wären bereit, ein Prozent ihres Einkommens für Klimaschutz beizutragen. Tatsächlich waren es 48 Prozent. Auch die Bevölkerung selbst unterschätzte die Unterstützung, wenn auch weniger stark.

Die Forschenden führen das auf das psychologische Phänomen der pluralistischen Ignoranz zurück: Viele Menschen glauben fälschlicherweise, mit ihrer Meinung in der Minderheit zu sein, und äußern sie deshalb seltener. Dadurch erscheint Klimaschutz unpopulärer, als er tatsächlich ist. Die Studie legt deshalb nahe, dass wirksamer Klimaschutz oft nicht an mangelnder Zustimmung, sondern an der falschen Wahrnehmung dieser Zustimmung scheitert.

Auch andere aktuelle Umfragen zeigen weiterhin eine breite Unterstützung: Neun von zehn Deutschen wollen mehr Investitionen inHitzeschutz, zwei Drittel der Befragten machen sich große oder sehr große Sorgen, dass der Klimawandel die Lebensgrundlagen zerstört und eine Mehrheit spricht sich dafür aus, dass Unternehmen für ihreCO2-Emissionen zahlen sollen.

Zum Weiterlesen: Ruhr Universität Bochum, Tagesschau, Zeit, Zeit, taz, SWR

2) Erneuerbare wachsen rasant, Fossile aber noch immer schneller

Die Welt hat 2025 so viel Energie verbraucht wie nie zuvor. Gleichzeitig wurden auch so viele Erneuerbare Energien ausgebaut wie noch nie. Trotzdem stiegen der Verbrauch von Kohle, Öl und Gas sowie die weltweiten CO2-Emissionen erneut auf Rekordwerte. Fossile Energien decken weiterhin 86 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und rund 60 Prozent des Nachfragewachstums. Das zeigt der seit 1952 erscheinende Statistical Review of World Energy.

Dennoch gibt es Hoffnung: Erneuerbare Energien wuchsen erstmals stärker als jede einzelne fossile Energiequelle. Mehr als ein Drittel des weltweit erzeugten Stroms stammt inzwischen aus erneuerbaren Quellen. Vor allem China und Indien treiben diesen Wandel voran. Zudem unterschätzt die Statistik den Beitrag der Erneuerbaren, weil sie den Primärenergieverbrauch betrachtet. Rechnet man Umwandlungs- und Abwärmeverluste fossiler Energien heraus und betrachtet stattdessen die Nutzenergie, sinkt ihr Anteil auf rund 72 Prozent.

Zum Weiterlesen: Spiegel, taz

3) Bundesregierung plant die faktische Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG)

In ihremReformpaket planen CDU und SPD unter Punkt 32 die de facto Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Das IFG ermöglicht es jeder Person, Zugang zu amtlichen Informationen von Bundesbehörden zu beantragen. FragDenStaat spricht vom schwersten Angriff auf staatliche Transparenz in der Geschichte der Bundesrepublik. Künftig sollen Anfragen nur noch mit einem „berechtigten Interesse“ möglich sein, Gebühren deutlich steigen und Organisationen wie FragDenStaat, die Deutsche Umwelthilfe oder Medien von Anfragen ausgeschlossen werden.

Warum berichten wir darüber im Klimanewsletter? Weil Transparenz und Informationsfreiheit keine Frage des Parteibuchs sind. Sie sind die Grundlage für eine offene Gesellschaft und unverzichtbar für journalistische Arbeit, auf der auch unser Newsletter basiert. Entsprechend sprechen sowohl der Deutsche Journalistenverband (DJV) als auch die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) von einer faktischen Abschaffung der Informationsfreiheit.

Das IFG hat in den vergangenen Jahren zahlreiche politische Affärenans Licht gebracht, darunter dieMaskenaffäre um Jens Spahn, aber auch für den Klima- und Umweltschutz ist das IFG von zentraler Bedeutung. Ohne Informationsfreiheit wären die Hintergründe der Stiftung Klima- und Umweltschutz MV (Nord Stream 2) kaum ans Licht gekommen, dieaktuelle Klage der Deutschen Umwelthilfe zu den Kontakten der Wirtschaftsministerin zur US-Gaslobby nicht möglich und und die Beteiligung von Bürger*innen an Umwelt- und Infrastrukturprojekten deutlich erschwert.

Wie du dich beteiligen kannst:

Petition unterschreiben:https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit

Eure Bundestagsabgeordneten anschreiben (Textvorschlag von FragDenStaat):https://fragdenstaat.de/artikel/policy/2026/07/spd-und-union-planen-abschaffung-des-ifg/

Zum Weiterlesen: FragDenStaat, Greenpeace, netzpolitik.org, taz, LinkedIn

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