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Klimahochdrei - Die Klimanews der Woche

Newsletter über den Klimawandel immer freitags mit drei kurzen, aktuellen Meldungen.

Überblick über aktuelle Klimanews

Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Gebieten rund um den Klimawandel. Die News sind kurz gehalten und bringen dich schnell auf den aktuellen Stand. Geschrieben wird Klimahochdrei von mir, einem Physiker mit Erfahrung in der Klimawissenschaft. Ich lese für dich die News in verschiedenen Zeitungen, sortiere sie und fasse das Wichtigste zusammen.

Der Klimanewsletter in aller Kürze:

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Die Klimanews der Woche

Hier findest du die Klimanews aus dem letzten Newsletter:

1) Zwischenbericht zum Pariser Klimaschutzabkommen

„Alarmstufe Rot” für das Pariser Klimaschutzabkommen attestiert ein UN-Zwischenbericht. 196 Staaten versprachen im Paris-Abkommen 2015, die globale Erderhitzung weit unter zwei Grad - eher 1,5 Grad - im Vergleich zur vorindustriellen Zeit, zu begrenzen. Um dies zu erreichen, wollten sich die Länder bis 2020 neue Zwischenziele für das Jahr 2030 setzen. Neue Klimaziele lieferten allerdings nur 75 Staaten, somit weniger als die Hälfte. (taz, Spiegel)

Auswirkung auf die Emissionen. Mit den aktuell beschlossenen Zielen würden bis 2030 die globalen Emissionen lediglich um 0,5 Prozent im Vergleich zum Stand aus dem Jahr 2010 sinken, vorausgesetzt die Staaten setzen ihre Klimaziele um. Um das beschlossene Limit von 1,5 Grad einzuhalten, sind stattdessen 45 Prozent Emissionsreduktion bis 2030 nötig.

Die Ziele. Einige der neuen Klimaziele sind kaum oder gar nicht ambitionierter als noch vor fünf Jahren. Die Länder mit solchen Zielen sind somit kaum engagierter, als beispielsweise die USA oder China, die gar keine neuen Ziele vorstellten. Die zwei Staaten sind zusammen für 45 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich. Die USA planen bald neue Klimaziele vorzustellen. China will bis 2060 klimaneutral zu werden, ein Ziel für 2030 fehlt indes weiterhin.

2) Historische Schwäche des Golfstroms

Der Golfstrom ist so schwach wie seit mindestens 1.000 Jahren nicht mehr. Das belegt eine neue Studie. Erstmals konnten die Wissenschaftler*innen eine Aussage über die langfristige Entwicklung der Meeresströmung treffen. Der Golfstrom zählt zu den wichtigsten Ozeanzirkulationen der Erde. Das Klima, insbesondere hier in Europa, wird stark von ihm beeinflusst. Ursache für das Abschwächen ist unter anderem schmelzendes Eis, von beispielsweise Grönland, und zunehmende Niederschläge. Sie bringen die Strömung aus dem Gleichgewicht. (Klimareporter, Spiegel)

Die Studie. Forscher*innen vermessen die Strömung des Golfstroms erst seit 2004. Um weiter in die Vergangenheit der Meeresströmung zu blicken, untersuchten die Wissenschaftler*innen deshalb unter anderem natürliche „Umweltarchive” wie Baumringe, Ozeansedimente, Eisbohrkerne und Korallen. Diese „Zeugen der Vergangenheit” lassen die Wissenschaftler*innen Rückschlüsse darüber ziehen, wie sich die Strömung über die Jahrhunderte entwickelt hat.

Folgen für Europa. Das Verlangsamen des Golfstroms hat verschiedene Folgen, welche weiterhin Inhalt aktueller Forschung sind. In Europa könnten vermehrt Extremwetterereignisse wie Winterstürmen, Hitzewellen und große Trockenheit auftreten. Beim kompletten Versiegen des Golfstroms würde Europa vermutlich stark abkühlen. Das Klima in Norddeutschland käme dem Sibiriens gleich. Dieses Szenario ist allerdings zumindest in diesem Jahrhundert unwahrscheinlich.

3) Etappensieg bei portugiesischer Klimaklage

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) bestätigt das Gewicht und die Dringlichkeit einer Klimaklage von portugisischen Jugendlichen gegen 33 Länder, darunter die EU-Staaten. Die Kläger*innen beklagen, ihre Menschenrechte würden aufgrund unzureichenden Klimaschutzmaßnahmen verletzt. Im Dezember 2020 sprach der EuGH der Klage eine erhöhte Priorität und somit einen knappen Zeitplan zu, wohingegen sich die angeklagten Staaten gewehrt hatten. Die Jugendlichen seien keiner akuten Gefahr ausgesetzt. Dem widersprachen nun die Richter*innen. Die betroffenen Staaten müssen deshalb schon bis Ende Februar ihre Klimapolitik verteidigen. (Klimareporter)

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