Newsletter über den Klimawandel immer dienstags mit drei kurzen, aktuellen Meldungen.
Überblick über aktuelle Klimanews
Der Newsletter
gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Gebieten rund um den Klimawandel. Die News sind kurz gehalten und bringen dich schnell auf den aktuellen Stand. Geschrieben wird
von mir, Jakob, Physiker mit Erfahrung in der Klimawissenschaft. Unterstützt werde ich hierbei von Tobias, engagiert in der Klimabewegung und heute beruflich im Bereich Erneuerbare Energien tätig. Wir lese für dich die News in verschiedenen Zeitungen, sortiere sie und fasse das Wichtigste zusammen.
Der Klimanewsletter in aller Kürze:
- Drei aktuelle Klimanews als wöchentliche Zusammenfassung halten dich auf dem Laufenden.
- Die Nachrichten sind vorsortiert und ausgewählt von mir, einem Physiker mit Erfahrung in der Klimaforschung.
- Der Inhalt ist kurz, übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert.
- Das Ganze gibts gegen einen freiwilligen Beitrag zwischen 0 und 10 Euro im Monat.
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Die Klimanews der Woche
Hier findest du die Klimanews aus dem letzten Newsletter:
1) UN: Erde steuert auf 2,8 Grad Erwärmung zu
Mit der derzeitigen weltweiten Klimapolitik erwärmt sich die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,8 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit. Das geht aus dem neuen „Emissions Gap Report“ des UN-Umweltprogramms (UNEP) hervor. Der Wert ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Setzen alle Länder ihre angekündigten Maßnahmen um, sind es 2,6 Grad, im Vorjahr lag diese Prognose noch bei bis zu 2,5 Grad. Der Bericht führt die Verschlechterung vor allem auf den Rückzug der USA aus ihren Klimaschutzplänen zurück, außerdem wurden Daten zu bisherigen Emissionen nach oben korrigiert. Selbst im optimistischsten Szenario, in dem auch die Klimaneutralitätsziele erreicht werden, ergeben sich 2,1 Grad.
Nach Angaben vom EU-Klimawandeldienst Copernicus lag die Erwärmung in den Jahren 2023 bis 2025 erstmals in einem Dreijahreszeitraum im Mittel über 1,5 Grad. Um nach einer Überschreitung wieder auf 1,5 Grad zurückzukehren, müssten die Emissionen gegenüber 2025 um 18 Prozent bis 2030, 45 Prozent bis 2035 und 69 Prozent bis 2040 sinken. Die bisherigen Pläne ergeben bis 2030 nur bis zu acht Prozent. Zudem müsste der Atmosphäre in großen Mengen CO2 entzogen werden. Als positives Signal nennt der Bericht den Ausbau erneuerbarer Energien, der seit dem Pariser Abkommen etwa dreimal so schnell verlief, wie damals erwartet. Im November findet die Weltklimakonferenz im türkischen Antalya statt, die Teilnahme der USA ist unklar.
Zum Weiterlesen: Tagesspiegel, FAZ, Spiegel
2) Hitzesommer 2026: Rund 50.000 Todesfälle in europäischen Städten
Der Sommer 2026 hat in europäischen Städten nach Schätzung von Wissenschaftler*innen des Imperial College London und der London School of Hygiene & Tropical Medicine etwa 50.000 Menschenleben gekostet, mehr als in jedem Jahr zuvor. Rund 65 Prozent der Todesfälle führen die Forschenden auf den menschengemachten Klimawandel zurück. Für 2022 wurden in der Region etwa 29.000 Hitzetote angenommen, mit einem Klimawandel-Anteil von 59 Prozent.
Ausgewertet wurden Daten aus gut 850 Städten in der EU, Großbritannien, Norwegen und der Schweiz, in denen etwa 40 Prozent der Bevölkerung dieser Länder leben. Das Team berechnete die Hitzesterblichkeit aus historischen Daten seit 2000 und verglich sie mit einem hypothetischen Szenario ohne anthropogene Erwärmung; aus der Differenz ergibt sich der Klimaeffekt. Fast ein Drittel der Todesfälle entfiel auf den Zeitraum vom 17. Juni bis 1. Juli, als die Temperaturen im Schnitt fünf Grad über dem Mittel von 1991 bis 2020 lagen. Etwa 6.000 der Betroffenen waren jünger als 65 Jahre. Die Forschenden fordern mehr Anpassung, etwa durch mehr Grünflächen in Städten und eine bessere medizinische Versorgung.
Zum Weiterlesen: taz, Tagesschau
3) 96 Prozent der Flachwasser-Korallenriffe vom Aussterben bedroht
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat erstmals alle 127 Flachwasser-Korallenriffe weltweit systematisch bewertet. Das Ergebnis: 96 Prozent gelten als vom Aussterben bedroht und erreichen damit die höchste Gefährdungsstufe. Betroffen sind unter anderem Teile des Great Barrier Reef, des Korallendreiecks im westlichen Pazifik und in Südostasien, des mesoamerikanischen Riffsystems sowie das Rote Meer. Die Riffe wurden in die Rote Liste der Ökosysteme aufgenommen, die seit 2014 das Kollapsrisiko von Lebensräumen bewertet und mehr als 4.000 Ökosysteme umfasst.
Hauptursache sind marine Hitzewellen, die mit dem Klimawandel häufiger werden: Korallen stoßen bei zu warmem Wasser ihre Mikroalgen ab, bleichen aus und sterben oft ab. Der Bewertung legte die IUCN ein mittleres IPCC-Szenario mit rund 2,7 Grad Erwärmung zugrunde. Überfischung, Küstenbebauung, Verschmutzung und Tourismus verschärfen die Lage, weil etwa fehlende Papageienfische und Zackenbarsche die Erholung von Hitzestress erschweren. Kollabiert ein Riff, verschwinden die harten Korallen als Fundament, und viele Arten von Muscheln bis zu Meeresschildkröten und Haien verlieren ihren Lebensraum.
Zum Weiterlesen: Spiegel, Tagesschau
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