Newsletter über den Klimawandel immer dienstags mit drei kurzen, aktuellen Meldungen.
Überblick über aktuelle Klimanews
Der Newsletter
gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Gebieten rund um den Klimawandel. Die News sind kurz gehalten und bringen dich schnell auf den aktuellen Stand. Geschrieben wird
von mir, Jakob, Physiker mit Erfahrung in der Klimawissenschaft. Unterstützt werde ich hierbei von Tobias, engagiert in der Klimabewegung und heute beruflich im Bereich Erneuerbare Energien tätig. Wir lese für dich die News in verschiedenen Zeitungen, sortiere sie und fasse das Wichtigste zusammen.
Der Klimanewsletter in aller Kürze:
- Drei aktuelle Klimanews als wöchentliche Zusammenfassung halten dich auf dem Laufenden.
- Die Nachrichten sind vorsortiert und ausgewählt von mir, einem Physiker mit Erfahrung in der Klimaforschung.
- Der Inhalt ist kurz, übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert.
- Das Ganze gibts gegen einen freiwilligen Beitrag zwischen 0 und 10 Euro im Monat.
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Die Klimanews der Woche
Hier findest du die Klimanews aus dem letzten Newsletter:
1) Bundesregierung verfehlt Klimafinanzierungsziel
Die Bundesregierung hat 2025 weniger Geld für Klimaschutz und Anpassung im Globalen Süden bereitgestellt als zugesagt. Wie das Bundesentwicklungs- und das Bundesumweltministerium mitteilten, standen 4,7 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung, statt der zugesagten 6 Milliarden. 2024 war das Ziel mit 6,1 Milliarden Euro erstmals erreicht worden. Der Rückgang geht vor allem auf Kürzungen im BMZ-Budget zurück, aus dem 85 Prozent der deutschen Klimafinanzierung stammen.
Gestiegen ist der Anteil der Kredite: Über KfW und DEG wurden 5,15 Milliarden Euro vergeben, nach 4,6 Milliarden im Jahr zuvor. Oxfam sieht das angesichts der Schuldenkrise vieler Länder kritisch und warnt, dass rentable Vorhaben priorisiert und nicht rentable Vorhaben wie Klimaanpassung zu kurz kommen könnten. Bei den Krediten entfielen laut BMZ 84 Prozent auf CO2-Minderung und 16 Prozent auf Anpassung. Das Ziel lief 2025 aus, ein neues hat die Bundesregierung bislang nicht genannt. Die Industrieländer haben sich bei der Klimakonferenz in Baku verpflichtet, bis 2035 jährlich 300 Milliarden US-Dollar bereitzustellen.
Zum Weiterlesen: taz, Süddeutsche
2) Umwelthilfe: Verbrennerbusse dominieren weiter den Nahverkehr
In den 39 größten deutschen Städten fahren 70 Prozent der Busse rein mit Diesel, wie eine Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt. Rechnet man sogenannte Mildhybride mit, bei denen ein E-Motor den Verbrenner unterstützt, sind es 77 Prozent. Spitzenreiter bei batterieelektrischen Bussen sind Mannheim (60,6 Prozent), Freiburg (51,7 Prozent) und Karlsruhe (51,6 Prozent). In Magdeburg, Krefeld, Wuppertal, Essen und Augsburg gab es zum Jahreswechsel keine solchen Busse. Wuppertal setzt allerdings auf Brennstoffzellenfahrzeuge, die dort ein Sechstel der Flotte ausmachen.
Augsburg landet auf dem letzten Platz, da die Stadtwerke zuletzt 30 Biogasbusse beschafft haben und laut eigener Aussage die nötige Ladeinfrastruktur noch fehlt. Die DUH kritisiert, dass der Neukauf von Verbrennern den Ausstieg bis in die 2040er-Jahre verschieben könnte, und fordert eine Umstellung auf Elektroantrieb bis 2030. Sie bemängelt zudem geplante Kürzungen bei Förderprogrammen des Bundes.
Zum Weiterlesen: Spiegel, Tagesspiegel, FAZ
3) EU-Methanverordnung: Aufschub angekündigt, Details offen
Die EU-Kommission will Teile der Methanverordnung angesichts hoher Energiepreise lockern. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte im Europäischen Parlament an, Exporteuren „ein weiteres Jahr Flexibilität“ einzuräumen, um in der Krise Kosten zu sparen. Methan wirkt über 20 Jahre etwa 80-mal stärker als CO2.
Betroffen ist offenbar die Nachweispflicht ab dem 1. Januar 2027: Importeure müssen dann für bestimmte Lieferverträge belegen, dass Produzent*innen im Herkunftsland ihre Methanemissionen nach EU-gleichwertigen Standards überwachen und dokumentieren. Beschlossen ist bislang nichts. Die Kommission muss einen förmlichen Vorschlag vorlegen, dem Parlament und Mitgliedstaaten zustimmen müssen. Bereits im Juli hatte sie den Mitgliedstaaten empfohlen, bei bestimmten Verstößen gegen die Methanvorschriften drei Jahre lang auf Strafen zu verzichten. Laut dpa folgte dies auch auf Druck der US-Gaslobby. Als weiteren Grund nennt dpa die Versorgungssicherheit.
Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt die Methanemissionen entlang der Lieferketten europäischer Energieimporte für 2024 auf rund 6 Millionen Tonnen, das ist fast viermal so viel wie im europäischen Fossilsektor selbst.
Zum Weiterlesen: Focus, Tagesspiegel, Heise
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