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Klimahochdrei - Die Klimanews der Woche

Newsletter über den Klimawandel immer dienstags mit drei kurzen, aktuellen Meldungen.

Überblick über aktuelle Klimanews

Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Gebieten rund um den Klimawandel. Die News sind kurz gehalten und bringen dich schnell auf den aktuellen Stand. Geschrieben wird Klimahochdrei von mir, Jakob, Physiker mit Erfahrung in der Klimawissenschaft. Unterstützt werde ich hierbei von Tobias, engagiert in der Klimabewegung und heute beruflich im Bereich Erneuerbare Energien tätig. Wir lese für dich die News in verschiedenen Zeitungen, sortiere sie und fasse das Wichtigste zusammen.

Der Klimanewsletter in aller Kürze:

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Die Klimanews der Woche

Hier findest du die Klimanews aus dem letzten Newsletter:

1) Klimawandel verstärkt Extremregen in Südeuropa deutlich

Bei den schweren Unwettern in Spanien und Portugal hat der Klimawandel laut einer Analyse der World Weather Attribution die Niederschlagsintensität deutlich verstärkt. Demnach sind Tage mit extremem Regen in Südwesteuropa heute rund ein Drittel nasser als ohne Erwärmung bei aktuell etwa 1,3 Grad globaler Temperaturanstieg. Im südlichen Teil der untersuchten Region nahmen die stärksten Niederschläge um 36 Prozent zu, im Norden um 29 Prozent. Im südspanischen Grazalema fiel innerhalb weniger Tage so viel Regen wie sonst in einem Jahr. Teile Portugals und Marokkos erlebten Niederschläge, die statistisch nur einmal pro Jahrhundert auftreten. Die Stürme forderten etwa 50 Todesopfer, vertrieben Hunderttausende und verursachten große Schäden. Laut Klimaforscherin Friederike Otto vom Imperial College London zeigen solche Ereignisse, dass der Klimawandel frühere Wetterlagen in gefährliche Katastrophen verwandelt. Die Attributionsforschung untersucht, wie stark menschliche Erwärmung Wahrscheinlichkeit und Intensität einzelner Extremereignisse verändert.

Zum Weiterlesen: Tagesspiegel, taz

2) Lockerung des Heizungsgesetzes

Die Bundesregierung aus Union und SPD hat Eckpunkte für ein Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen, das das Heizungsgesetz der Ampel-Koalition ablöst. Die zentrale Änderung: Die Pflicht, neue Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie zu betreiben, entfällt. Hausbesitzer*innen können künftig frei wählen, welche Heizung sie einbauen. Allerdings gilt ab 2029 eine neue Vorgabe: Öl- und Gasheizungen müssen einen wachsenden Anteil CO2-neutraler Brennstoffe nutzen. Die sogenannte „Bio-Treppe" startet bei einer Mindestquote von zehn Prozent und steigt schrittweise an. Als klimafreundliche Brennstoffe zählen unter anderem Biomethan, synthetisches Methan, Wasserstoff und Bioheizöl. Kritiker*innen warnen vor möglichen Mehrkosten, da Biogase und grüner Wasserstoff auf absehbare Zeit knapp und teuer bleiben dürften. Die bestehenden Förderprogramme für klimafreundliche Heizungen sollen bis mindestens 2029 fortbestehen. Mieter*innen sind indirekt betroffen, da Heizkosten auf sie umgelegt werden. Schutzmaßnahmen vor überhöhten Nebenkosten sind geplant, aber noch nicht konkretisiert. Ab 2030 greifen zudem EU-weite Vorgaben für Neubauten, die erneuerbare oder CO2-arme Wärmequellen vorschreiben.

Zum Weiterlesen: Zeit, Tagesschau-FAQ, Correctiv-Faktencheck

3) Klimaanlagen könnten Emissionen bis 2050 massiv steigern

Der steigende Einsatz von Klimaanlagen könnte den globalen Treibhausgasausstoß bis 2050 stark erhöhen, berechnete eine neue Studie. Je nach künftiger Erwärmung könnten die Emissionen durch Kühlung bis Mitte des Jahrhunderts auf bis zu 8,5 Milliarden Tonnen CO2 anwachsen – mehr als die heutigen jährlichen Gesamtemissionen der USA. Grundlage sind Erwärmungsszenarien des Intergovernmental Panel on Climate Change. Selbst bei einem mittleren Szenario, bei dem der Treibhausgasausstoß in den kommenden Jahren deutlich reduziert wird, könnten Klimaanlagen zusätzlich etwa 0,05 Grad globale Erwärmung verursachen. Haupttreiber sind Strom aus fossilen Energien sowie klimaschädliche Kühlmittel, die etwa durch Lecks entweichen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Kühlung nicht nur wegen Hitze, sondern auch aufgrund von wachsendem Wohlstand. Forschende fordern daher effizientere Technologien und mehr passive Kühlmethoden wie Dämmung oder Verschattung, die den Energiebedarf um bis zu 20 Prozent senken könnten.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Zeit

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