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Klimahochdrei - Die Klimanews der Woche

Newsletter über den Klimawandel immer freitags mit drei kurzen, aktuellen Meldungen.

Überblick über aktuelle Klimanews

Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Gebieten rund um den Klimawandel. Die News sind kurz gehalten und bringen dich schnell auf den aktuellen Stand. Geschrieben wird Klimahochdrei von mir, einem Physiker mit Erfahrung in der Klimawissenschaft. Ich lese für dich die News in verschiedenen Zeitungen, sortiere sie und fasse das Wichtigste zusammen.

Der Klimanewsletter in aller Kürze:

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Die Klimanews der Woche

Hier findest du die Klimanews aus dem letzten Newsletter:

1) Greenwashing: CO2-Zertifikate häufig wertlos

CO2-Zertifikate ermöglichen es Unternehmen, die Treibhausgasemissionen ihrer Produkte auszugleichen – zu kompensieren – und als „klimaneutral” zu bewerben. Eine journalistische Recherche ergab nun jedoch: Ein großer Teil dieser Zertifikate ist wertlos. In einer investigativen Recherche der Zeitungen The Guardian und Die Zeit sowie der Investigativ-Plattform Source Material, untersuchten Journalist*innen die Zertifizierung von Verra, der weltweit größten Zertifizierungsorganisationen. Verra bestimmt bei rund drei Vierteln aller Klimaschutzprojekte, wie viel CO2-Zertifikate diese sich anrechnen lassen können. Die Journalist*innen fanden bei etwa 90 Prozent aller Zertifikate „kuriose Rechnungen und Bluffs”. Eine gängige Praxis sei, die Gefahr von Abholzung zu überschätzen. Für den vermeintlich gefährdeten Wald würden dann Zertifikate erstellt und verkauft.

Hintergrund. Unternehmen kaufen CO2-Zertifikate, um die Emissionen ihrer Produkte auszugleichen. Das Geld fließt in Klimaschutzprojekte, die beispielsweise das Abholzen von Wäldern verhindern oder neue Bäume pflanzen. So vermeiden die Organisationen zusätzliche Emissionen oder entziehen der Atmosphäre langfristig CO2.

Zum Weiterlesen: Zeit, Guardian

2) Tempolimit spart mehr CO2 als erwartet

Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen könnte mehr CO2 einsparen, als bislang angenommen. Eine Studie des Umweltbundesamts (UBA) ergab, dass ein Tempolimit von 120 Kilometer pro Stunde rund 6,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr einsparen könnte. Das entspricht etwa den Emissionen von 620.000 Menschen in Deutschland pro Jahr (10,8 Tonnen pro Person und Jahr) und sind rund vier Prozent der Emissionen im Straßenverkehr. Eine UBA-Studie von 2020 hatte den Einspareffekt lediglich auf 2,6 Millionen Tonnen beziffert.

Die Studie. Im Vergleich zu bisherigen Berechnungen, werden verschiedene Faktoren neu gewichtet. Unter anderem sind in der aktuellen Studie Verhaltensänderungen in der Bevölkerung stärker berücksichtigt. Ein Tempolimit würde beispielsweise dazu führen, dass Autobahnen weniger und Landstraßen stärker befahren sind. Insgesamt macht es das Autofahren unattraktiver und es käme wahrscheinlich zu rund zwei Prozent weniger Fahrten.

Nutzen. Die Studie des UBA ermöglicht es, das Tempolimit besser im Kontext des Klimaschutzes zu bewerten. Noch vor Kurzem wies das Bundesverfassungsgericht eine Klage zum Tempolimit ab, da der Nutzen beim Klimaschutz nicht ausreichend belegt war. Bei künftigen Klagen könnten solche Studien mehr Klarheit schaffen.

Zum Weiterlesen: Spiegel, taz

3) Waldbesetzung bei Frankfurt geräumt

Nach Lützerath hat die Polizei auch den Fechenheimer Wald bei Frankfurt geräumt. Rund 30 Aktivist*innen hatten in Baumhäusern den Wald besetzt, um die Rodung von rund 1.000 Bäumen zu verhindern. Anstelle des Waldes sollen die Autobahnen A66 und A661 verbunden werden. Die Aktivist*innen kritisieren den Bau der Frankfurter Autobahn als schädlich für Natur und Klima. Laut Polizei war die Räumung nach drei Tagen abgeschlossen. Auch in den kommenden Wochen sind weitere Räumungen zu erwarten. So ist derzeit das Waldstück Heidebogen in der Nähe von Dresden besetzt. Eine Kiesgrube soll hier erweitert werden und dafür müssen 134 Hektar Wald (etwa 190 Fußballfelder) weichen.

Zum Weiterlesen: taz, FrankfurterRundschau

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