Klimahochdrei Abonnieren Über uns Archiv FAQ

Klimahochdrei - Die Klimanews der Woche

Newsletter über den Klimawandel immer dienstags mit drei kurzen, aktuellen Meldungen.

Überblick über aktuelle Klimanews

Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Gebieten rund um den Klimawandel. Die News sind kurz gehalten und bringen dich schnell auf den aktuellen Stand. Geschrieben wird Klimahochdrei von mir, Jakob, Physiker mit Erfahrung in der Klimawissenschaft. Unterstützt werde ich hierbei von Tobias, engagiert in der Klimabewegung und heute beruflich im Bereich Erneuerbare Energien tätig. Wir lese für dich die News in verschiedenen Zeitungen, sortiere sie und fasse das Wichtigste zusammen.

Der Klimanewsletter in aller Kürze:

Newsletter abonnieren

Melde dich bei Klimahochdrei an und bleibe beim Klima über aktuelle News informiert so wie über 1000 weitere Menschen. Du kannst den Newsletter per  Mail oder  Messenger Telegram empfangen. Stöbere im Archiv, um zu sehen, was dich erwartet.


Die Klimanews der Woche

Hier findest du die Klimanews aus dem letzten Newsletter:

1) Klimaanpassung: Die Ärmsten bekommen am wenigsten Geld

Länder, die besonders stark unter der Klimakrise leiden, erhalten häufig die geringste Unterstützung. Das zeigt der neue Klimaanpassungsindex von Brot für die Welt. Dafür wurden mithilfe von OECD-Daten die Anpassungshilfen von Geberländern zwischen 2017 und 2023 mit Klimarisiken, Bevölkerungsgröße, Armut und staatlicher Krisenfähigkeit von 129 Ländern verglichen. Ergebnis: 92 Länder sind stark oder extrem unterfinanziert.

Besonders problematisch ist, dass Zuschüsse mittlerweile weniger als die Hälfte der Gelder ausmachen und Kredite zunehmen. So verdienen wohlhabende Geberländer an der von ihnen verursachten Klimakrise durch Zinsen zusätzlich, während gefährdete Staaten neben den Klimafolgen auch neue Schulden tragen müssen.

Zum Weiterlesen: Frankfurter Rundschau, Brot für die Welt, Klimareporter

2) Artensterben und Klimakrise: Intakte Ökosysteme schützen unser Klima

Aktuell beraten Staaten bei der UN-Biodiversitätskonferenz COP17 im armenischen Eriwan, wie die globalen Naturschutzziele bis 2030 noch erreicht werden können. Dabei geht es unter anderem um Schutzgebiete, die Wiederherstellung zerstörter Ökosysteme und den Abbau umweltschädlicher Subventionen.

Wie dringend das ist, zeigt der WWF Living Planet Report: Zwischen 1970 und 2022 schrumpften Wirbeltierpopulationen weltweit im Durchschnitt um 73 Prozent. Zugleich verschärft die Klimakrise das Artensterben, während zerstörte Ökosysteme uns Menschen schlechter vor Dürren, Überschwemmungen und Hitze schützen. Eine aktuelle Auswertung von mehr als 400 Studien in „Nature Ecology & Evolution“ bestätigt, dass der Verlust der Artenvielfalt wichtige Ökosystemleistungen gefährdet. Auch in Deutschland sind laut einem Diskussionspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina nur sechs Prozent der untersuchten Lebensräume in gutem Zustand. Klima- und Naturschutz müssen deshalb gemeinsam gedacht werden.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel

3) Weniger Geld für Klimaschutz und Entwicklung, mehr für Aufrüstung

Die Europäische Investitionsbank, einst als Klimabank positioniert, finanziert inzwischen auch sicherheitsbezogene Projekte wie Drohnen und Militärhubschrauber. Gleichzeitig sinken die Mittel für internationale Unterstützung: Die weltweiten Entwicklungsgelder gingen 2025 um 23 Prozent zurück, so stark wie nie zuvor. Großbritannien kürzte seine internationale Klimafinanzierung zugunsten höherer Sicherheitsausgaben. Deutschland verfehlte sein Versprechen von sechs Milliarden Euro Klimafinanzierung um 1,3 Milliarden Euro.

Diese Verteilungskämpfe haben globale Folgen. Die Klimakrise verschärft Dürren, Überschwemmungen und Ernährungsunsicherheit. Erstmals seit Jahren steigt der Hunger wieder deutlich: 2025 waren rund 645 Millionen Menschen unterernährt, wie der aktuelle Welthungerindex zeigt. Auch die EU kürzte seit 2024 die humanitäre Hilfe, unter anderem zur Finanzierung gestiegener Militärausgaben. Entwicklungszusammenarbeit kann dagegen Krisen vorbeugen und die Widerstandsfähigkeit stärken. Wie der Klimaexperte Bogdan-Alexandru Chelariu betont: Kein Verteidigungsbudget kann die Sicherheitsprobleme einer um 2,5 Grad erwärmten Welt ausgleichen.

Zum Weiterlesen: taz, DGAP, Frankfurter Rundschau, taz, Frankfurter Rundschau, Hunger-Report 2026

  Weiterempfehlen

Erzähle deinen Freund*innen was du an Klimahochdrei gut findest! Jede zusätzliche Leserin und jeder zusätzliche Leser gibt mir Motivation und hilft mir, noch viele weitere Ausgaben zu schreiben.


Impressum & Datenschutzerklärung