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Was ist Klimahochdrei? Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews der letzten Woche. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Themen rund um den Klimawandel. Du kannst ihn kostenlos abonnieren.

Hallo zusammen,

heute findet weltweit in rund 7500 Städten der Globale Klimastreik statt. Verschiedene Gruppierungen aus der Klimabewegung rufen zum Demonstrieren für mehr Klimapolitik auf. Welche Rolle solche Proteste für die Klimadebatte haben und wie nah ein gesellschaftlicher Kipppunkt sein könnte, bespricht Iona Otto, die Professorin für gesellschaftliche Klimafolgen an der Universität Graz, im Interview mit der taz. Das Interview ist bei den „Empfehlungen zum Weiterlesen” verlinkt.

Zunächst kommen die Klimanews der Woche.

Viele Grüße

Jakob


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Klimanews der Woche

1) EU denkt über das Aus von Verbrennungsmotoren nach

Die EU-Kommission lässt prüfen, „ab welchem Zeitpunkt Autos mit Verbrennungsmotor nicht mehr auf den Markt kommen sollten”, so heißt es in einem offiziellen Schreiben. Es soll ein Maßnahmenkatalog erstellt werden, welche Neuerungen im Verkehrssektor nötig sind, um das neue EU-Klimaziel zu erreichen: Einsparen von 55 Prozent der Emissionen bis 2030 gegenüber 1990. Ein EU-weites Verbot für Verbrenner ist allerdings nicht zu erwarten. (Spiegel)

Mögliche EU-Maßnahme für Verbrenner. Expert*innen vermuten, dass die EU-Kommission ein ambitioniertes Einsparziel von Emissionen für den Verkehrssektor festlegen wird. Daraus kann sie dann eine Empfehlung ableiten, wann Verbrenner nicht mehr neu zugelassen werden dürfen. Der Autoindustrie und den einzelnen Staaten wäre aber freigestellt, wie sie das Einsparziel umsetzen.

Verbot von Verbrennungsmotoren. In einigen Ländern weltweit ist bereits das Aus von Verbrennungsmotoren geplant (Stand 04/19, Tagesschau):

  • 2025: Norwegen
  • 2030: Schweden, Dänemark, Island, Irland, die Niederlande, Slowenien, Israel, Indien
  • 2035: Großbritannien, Taiwan
  • 2040: Frankreich, Kanada

2) Hauptschuldige für die Klimakrise sind Reiche

Die reichsten ein Prozent der Weltbevölkerung emittierte von 1990 bis 2015 mehr als doppelt so viel CO2 als die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Das ergibt eine Studie von Oxfam, den die Entwicklungsorganisation vor der Generaldebatte der 75. UN-Vollversammlung in New York veröffentlichte. Besonders im Verkehr sieht die Organisation Bedarf für Verbesserungen. Stadtgeländewagen (SUVs) seien zwischen 2010 und 2018 die zweitgrößten Emissionstreiber gewesen. (Zeit, Klimareporter)

Emissionen global von 1990 bis 2015:

  • Das reichste Prozent (63 Millionen) verursachte 15 Prozent der gesamten CO2-Emissionen.
  • Die reichsten zehn Prozent (630 Millionen) verursachten 52 Prozent der gesamten CO2-Emissionen.
  • Die ärmere Hälfte der Bevölkerung verursachten sieben Prozent der gesamten CO2-Emissionen.

Emissionen in Deutschland:

  • Die reichsten zehn Prozent (8,3 Millionen) verursachten 26 Prozent der CO2-Emissionen.
  • Die ärmere Hälfte (41,5 Millionen) verursachte 29 Prozent der CO2-Emissionen.

3) Bundesverfassungsgericht erlaubt Camp am Dannenröder Wald

Die Aktivist*innen im Dannenröder Wald haben einen Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht erzielt. Die Bezirksregierung Gießen hatte Übernachtungen im Protestcamp am Rande des Waldes verboten und auch der hessische Verwaltungsgerichtshof bestätigte diese Entscheidung. Jetzt beschloss allerdings das Bundesverfassungsgericht, das Verbot sei unzulässig. Das Camp kann also bleiben. (taz)

Über den Protest. Der hessischen Dannenröder Wald soll für den Bau der neuen Autobahn A49 gerodet werden. Dagegen protestieren seit Langem diverse Aktivist*innen Gruppen. Unterstützung erhielten sie diesen Sommer, als sich einige Besetzer*innen aus dem Hambacher Forst den Protesten und der Besetzung des Dannenröder Walds anschlossen. Seit Montag ist es unruhiger im Wald: Es war Baubeginn und die Polizei machte erste Räumungsversuche. (Hessenschau, FrankfurterRundschau)

Die Situation im Wald aus Sicht der Aktivist*innen kann in der Zeit nachgelesen werden.


Empfehlungen zum Weiterlesen

Hier findet ihr spannende Artikel, die andere Leser*innen empfehlen oder die ich, während meiner Recherche finde.

„Streiken kann Debatten anregen”

Iona Otto, die Professorin für gesellschaftliche Klimafolgen an der Universität Graz, hat einen optimistischen Blick auf die Klimakrise. Sie spricht über Kippprozesse in der Gesellschaft. Auch Minderheiten könnten politischen Wandel vorantreiben. Deshalb sei der Klimaaktivismus so wichtig und so erfolgreich. Interview in der taz zum Weiterlesen…

Warum die Feuer so heftig wüten

Donald Trump behauptet, fehlende Waldpflege habe die heftigen Brände in Kalifornien verursacht. Klimaforscher Stefan Rahmstorf erklärt, warum das nicht richtig ist und welche Rolle die Klimakrise spielt. Artikel im Spiegel zum Weiterlesen...


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