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Hallo zusammen,

die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat am Mittwoch ihren milliardenschweren Wiederaufbauplan für die EU veröffentlicht. Dieser enthält auch gewisse Klimabedingungen. Unter anderem sollen 25 Prozent der Gelder für klimafreundliche Ausgaben reserviert sein. Die Meinungen zu diesen Bedingungen gehen weit auseinander. Was es wirklich mit dem Plan auf sich hat und wie er sich weiter entwickelt, werden die nächsten Wochen zeigen. Als Nächstes werden die Regierungen der Mitgliedsstaaten den Plan überarbeiten. (Euractiv)

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Jakob


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1) Ökostrom-Anteil im ersten Quartal gestiegen

Der Strommix in Deutschland bestand im ersten Quartal zu 51,2 Prozent aus erneuerbaren Energien, das berechnete das Statistische Bundesamt. Damit ist ihr Anteil um rund 15 Prozent höher als noch im Vorjahr. Der Beitrag an Windenergie stieg am stärksten an.

Die Rangliste des Strommix führen:

  1. Windkraft 34,9 Prozent.
  2. Kohle 22,3 Prozent.
  3. Erdgas 12,7 Prozent.

Der Anteil des Kohlestroms ist im Vergleich zum Vorjahr um 33,4 Prozent gesunken. Diese Zahlen sind laut Statistischem Bundesamt noch vorläufig. (Zeit, Heise)

2) Deutlich mehr Abholzung von Tropenwäldern

Die Abholzung des Tropenwaldes hat im März trotz Corona deutlich zugenommen. Es wurde rund 150 Prozent mehr Fläche gerodet als im März-Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019, das geht aus einer Studie des WWF hervor. Die größte Zunahme an Abholzung gab es in Indonesien, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo. An dritter Stelle steht Brasilien. Die Naturschutzorganisation geht davon aus, dass die Pandemie den Anstieg mit verursacht hat. (Tagesschau, Zeit)

Mögliche Ursachen

  • Polizei, Ranger und NGOs führen durch die Pandemie weniger Kontrollen durch.
  • Vielerorts benutzen die Menschen die Holzwirtschaft als Ersatz für weggebrochene Einnahmequellen.

Folgen fürs Klima Aufgrund der Abholzung könnten die CO2-Emissionen Brasiliens während der Coronakrise um zehn bis 20 Prozent steigen. Das ergibt eine Analyse des nichtstaatlichen Klimaschutz-Netzwerk Observatório do Clima. (taz)

3) Neuer Hitzesommer 2020: Besonders betroffen ist Rumänien

Die Weltwetterorganisation warnt für dieses Jahr vor einem weiteren Hitzesommer auf der Nordhalbkugel (Deutschlandfunk). Von der Trockenheit der letzten Jahre war besonders Rumänien betroffen. Laut einem EU-Bericht von 2018 gehört es zu den sieben Ländern Europas, welche am stärksten unter Wüstenbildung leidet. Paradebeispiel ist die sogenannte „Sahara an der Donau”. Dabei handelt es sich um rund 800 Quadratkilometer frühere Ackerflächen, welche heute zum großen Teil sandige Brachflächen sind. Begünstigt wurde dies durch die globale Erwärmung, so Klimaforscherin Roxana Bojariu von der staatlichen rumänischen Meteorologie-Behörde ANM. (Spiegel)

Folgen für die Menschen Landwirt*innen aus der Region versuchen sich anzupassen. Sie bauen statt Weizen und Mais nun Melonen, Bohnen, Erdnüsse und Süßkartoffeln an. Vieles davon ist noch ein Experiment. Beim anhaltenden Erwärmungstrend sind diese Anpassungen allerdings keine langfristige Lösung. Mehr umweltpolitische Maßnahmen, welche die Folgen des Klimawandels abfedern, fordert die Klimaforscherin Roxana Bojariu.


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