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Was ist Klimahochdrei? Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews der letzten Woche. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Themen rund um den Klimawandel. Du kannst ihn kostenlos abonnieren.

Hallo zusammen,

Klimapolitik selbst gestalten, das macht die Gemeinde Denzlingen bei Freiburg. Der Gemeinderat hat im Rahmen seines Klimaschutz-Förderprogramms beschlossen, dass alle Bürger*innen für das Abschaffen eines Autos, Motorrads oder Rollers mit Verbrennungsmotor eine 500 Euro Gutschrift für den Kauf eines E-Bikes oder einer Jahreskarte für den regionalen Nahverkehr bekommen. Alternativ erhalten sie einen 200 Euro Gutschein für lokal ansässige Geschäfte. Das ist nicht die erste klimabezogene Förderung in der Gemeinde. (taz)

Leider kam es bei dem Versandt letzten Freitag von Klimahochdrei zu ein paar Problemen. Meine Mails wurde von manchen Servern als Spam eingestuft. Deshalb haben Leser*innen vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und auch vom Geo Forschungs Zentrum teilweise keine Mail bekommen. Sagt Bescheid, falls ihr letzten Freitag nichts bekommen habt und die Ausgabe gerne noch lesen wollt.

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe, empfehlt Klimahochdrei gerne weiter!

Jakob


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Klimanews der Woche

1) Expert*innenrat für Klimafragen berufen

Die Bundesregierung hat den neuen Expert*innenrat für Klimafragen besetzt. Dieser wurde mit dem Klimaschutzgesetz vor neun Monaten eingeführt. Hauptaufgabe des Gremiums ist, die Veränderungen der Treibhausgasemissionen und die Wirksamkeit der Maßnahmen der Regierung zu überprüfen. Der Rat wird aus fünf Wissenschaftler*innen bestehen:

  • Brigitte Knopf: Physikerin vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC),
  • Hans-Martin Hennig: Physiker vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg (ISE),
  • Marc Oliver Bettzüge: Ökonom vom Energiewirtschaftlichen Institut (EWI),
  • Thomas Heimer: Ökonom von der Frankfurt School of Finance und dem Forschungs- und Beratungsinstitut Technopolis,
  • Barbara Schlomann: Ökonomin vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung.

Die Gruppe ist sehr divers: Während die ersten zwei bekannte Befürworter*innen einer ambitionierten Klimaschutzpolitik sind, gilt Herr Bettzüge als Kritiker der Energiewende. (taz, Handelsblatt, BMU-Pressemitteilung)

2) Corona: Grüne Konjunktur könnten 0,3 Grad Erwärmung verhindern

Wie beeinflusst die Corona-Pandemie die globale Erwärmung bis 2050? Der Lockdown hat in weiten Teilen der Welt die Wirtschaft eingefroren und somit deutlich CO2-Emissionen eingespart. In einer neuen Studie berechneten Wissenschaftler*innen allerdings, das der temporäre Rückgang an Emissionen nur minimale Auswirkungen auf die globale Erwärmung hat. Anders sieht es mit möglichen grünen Konjunkturmaßnahmen aus. (Klimareporter, CarbonBrief)

Ergebnisse der Studie. Die Autor*innen haben verschiedene Szenarien modelliert, wie sich die Erde erwärmen könnte. Diese haben sie mit einem Basisszenario ohne Corona verglichen. Im Basisszenario erwärmt sich die Erde zwischen heute und 2050 um 0,6 Grad Celsius.

  • Nur um 0,01 Grad wäre die globale Erwärmung bis 2050 zurückgegangen, selbst wenn der Lockdown bis 2021 angedauert hätte.
  • Um 0,3 Grad würde die Erwärmung zurückgehen und sich somit halbieren, wenn es eine intensive grüne Konjunktur gäbe. Es müssten 1,2 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung in Klimaschutzmaßnahmen investiert werden.
  • Um 0,2 Grad würde die Erwärmung zurückgehen, wenn es eine moderate grüne Konjunktur gäbe. Es müssten 0,8 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung in Klimaschutzmaßnahmen investiert werden.

Die Wissenschaftler*innen schließen daraus, dass die Pandemie eine Chance zum Weichenstellen bietet, um da Schlimmste der Klimakrise zu begrenzen

3) Bundesweite Klimaaktionen: „Aufstand mit Abstand”

Letzten Freitag und Samstag gab es bundesweit Protestaktionen. „Mit den Aktionstagen wollen wir auf den Zusammenhang von Kapitalismus und Klimakrise hinweisen”, sagte Mara Güthen, eine Mitorganisatorin der Aktionstage. Aufgerufen hatte die Initiative „Zucker im Tank”. Beteiligt waren unter anderem Ortsgruppen von Fridays for Future, Ende Gelände, Extinction Rebellion und Antifa-Initiativen. Unter anderem besetzten die Aktivist*innen in Berlin und Mannheim zwei Kohlekraftwerke für bis zu 36 Stunden. Weiterhin gab es Aktionen bei der Autobahn A21, bei einem Zementwerk, einer Raffinerie, einer Autofabrik und einigen anderen Orten. (taz, Klimareporter)


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