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Was ist Klimahochdrei? Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews der letzten Woche. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Themen rund um den Klimawandel. Du kannst ihn kostenlos abonnieren.

Hallo zusammen,

diese Woche gab es besondere Neuigkeiten aus Brüssel. Das Parlament sollte über das Klimaziel der EU abstimmen und hat es nicht nur angenommen, sondern auch direkt weiter verschärft. So eine Überraschung. Hier nun die Klimanews der Woche.

Liebe Grüße

Jakob


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Klimanews der Woche

1) EU-Parlament beschließt 60-Prozent Ziel

Das EU-Parlament hat eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 60 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990 beschlossen. Noch vor ein paar Wochen hatte die EU-Kommission eine Verschärfung von den aktuell geltenden 40 Prozent auf 55-Prozent vorgeschlagen. Die Änderung auf 60 Prozent kam überraschend und wurde von den Grünen, Sozialdemokraten, Liberalen und Linken mit knapper Mehrheit angenommen. (Tagesspiegel, Klimareporter)

Weitere Beschlüsse:

  • Es soll einen Klimarat aus 15 Wissenschaftler*innen geben, er bewertet Maßnahmenverschläge der Kommission.
  • Die Kommission soll bis Ende 2021 ein CO2-Buget für die EU vorlegen, welches die verbleibenden zulässigen Tonnen CO2 bis zur Klimaneutralität im Jahr 2050 offenlegt.
  • Subventionen für fossile Brennstoffe sollen verboten werden.
  • Es soll ein einklagbares Recht auf Klimaschutz geben. Bürger*innen und Umweltverbände könnten Staaten verklagen, wenn sie keine ausreichenden Maßnahmen umsetzen.

Weiteres Vorgehen. Der nächste Schritt, um die Beschlüsse auf den Weg zu bringen, ist der EU-Rat. In ihm sitzen die Vertreter*innen der 27 EU-Länder. Bereits im Parlament erhielt das 60-Prozent-Ziel nur eine knappe Mehrheit. Ähnlich knapp kann es auch im EU-Rat werden. Wahrscheinlich ist eine Vertagung der Entscheidung in den Dezember, wo sich alle Staats- und Regierungschef*innen auf einem Gipfel treffen.

2) Amazonas-Regenwald läuft Gefahr zu kippen

Der Amazonas-Regenwald läuft Gefahr, einen Kipppunkt zu überschreiten, an dem er Austrocknen und zu einer Art Savanne werden könnte. Ausschlaggebend für so eine Veränderung ist der Niederschlag. Eine neue Studie zeigt, dass bei rund 40 Prozent der Waldfläche die Niederschlagsmuster sowohl zu einer Savanne als auch zu einem Regenwald passen. Im Amazonas-Regenwald sind große Mengen an CO2 gespeichert. Das Kippen hätte deshalb starke Auswirkungen auf das Weltklima. (taz, PIK-Pressemitteilung)

Der Kippprozess. Der Übergang vom Regenwald in die Savanne dauert Jahrzehnte. Die Problematik an dem Prozess ist, dass wenn er einmal in Gang gekommen ist, er sich nur schwer rückgängig machen lässt.

Die Rolle des Niederschlags. Tropenwälder haben einen großen Einfluss auf die lokalen Regenfälle. Über ihre Blätter verdampft Wasser, was Niederschläge begünstigt. Die hohen Temperaturen durch das heißere Klima führen allerdings zu weniger Niederschlag, Dürren und Waldbränden. Darunter leidet auch der Wald und deshalb verdunstet weniger Wasser. Das führt wiederum zusätzlich zu noch weniger Niederschlag und noch mehr Trockenheit. Ein Teufelskreis.

3) XR Aktionswoche in Berlin

Die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion (XR) führt diese Woche in Berlin zahlreiche Protestaktionen durch. Laut Polizei nahmen bis jetzt knapp 500 Menschen teil. Es gab sowohl Demonstrationszüge als auch Aktionen des zivilen Ungehorsams. Die Aktivist*innnen besetzten unter anderem im Haus der Wirtschaft das Büro des Branchenverbands DEBRIV, der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein. Dieser macht Lobbyarbeit für Kohlefirmen wie RWE und hat auch den Kohleausstieg mit verzögert. XR kritisierte intransparenten Lobbyarbeit des Verbands. (Energiezukuft, taz)


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