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Jakob


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Klimanews der Woche

1) Earth Overshoot Day

Letzten Samstag war Earth Overshoot Day. Der Tag, an dem wir Menschen alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht haben, welche die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Um unseren Bedarf nachhaltig zu decken, würden wir die Fläche von 1,6 Erden benötigen. Der Termin des Earth Overshoot Day ist dieses Jahr drei Wochen später als vorausgesagt. Im Vorjahr fiel dieser Tag bereits auf den 29. Juli. Bedingt ist dies durch den Corona-Lockdown. Die Industrie stand weltweit still, was den Ressourcenverbrauch verringerte. Dies ist allerdings nur von kurzer Dauer und kein langfristiger Trend. (Klimareporter, Deutschlandfunk)

Hintergrund. Für die Berechnung des Earth Overshoot Day vergleicht die US-Organisation Global Footprint Network zwei Werte. Einerseits die Menge an Ressourcen, welche die Erde innerhalb eines Jahres regeneriert, genannt „Biokapazität”. Andererseits die Menge an Ressourcen, welche wir Menschen in einem Jahr verbrauchen, genannt „ökologischer Fußabdruck”. Aus dem Verhältnis lässt sich der Earth Overshoot Day bestimmen. (Wikipedia)

2) Aktivismus wird zur Politik

Der Ex-Bundessprecher von Fridays for Future (FFF) Jakob Blasel hat angekündigt, für die Grünen über die schleswig-holsteinische Landesliste bei der nächsten Bundestagswahl 2021 anzutreten. Damit ist er nicht alleine, auch der FFF-Aktivist Urs Liebau will für die Grünen Sachsen-Anhalt in den Bundestag. Diese Entscheidung trifft bei anderen Aktivist*innen teilweise auf Verständnis, aber auch auf Kritik. (Zeit-Interview, taz)

Motivation von Jakob Blasel:

  • Das Parlament ignoriert die FFF-Proteste, deshalb will er sich direkt im Parlament für Klimaschutz einsetzen.
  • Es fehlt seiner Meinung nach an Menschen im Parlament, die aus Überzeugung fürs Klima kämpfen.
  • Innerhalb der Grünen und bei möglichen Koalitionsgesprächen will er sich für eine „klare rote Linie” beim Klimaschutz einsetzen.
  • Er möchte die Perspektive von jungen Menschen im Parlament vertreten. Jakob Blasel ist 19 Jahre alt.

Kritik aus FFF-Reihen:

  • Das Klimaprogramm der Grünen ist nicht konform mit dem Pariser 1,5-Grad-Ziel.
  • Eine schwarz-grüne Regierung ist nicht unwahrscheinlich und wäre mit vielen Kompromisse verbunden, die sich der Klimaschutz nicht leisten kann.
  • Es wird durch die Kandidatur Legitimität für schlechte Klimapolitik geschaffen.
  • Die Kandidatur widerspricht dem FFF-Grundsatz der Parteiunabhängigkeit.

3) Neue Bundesanleihen machen Staatsschulden „grün”

Ab September vergibt Deutschland die ersten „grünen” Bundesanleihen. Damit können Investor*innen der BRD Geld für zehn Jahre leihen. Diese weist das Geld dann Bereichen im Bundeshaushalt zu, die mit Klimaschutz zu tun haben. Die Rendite wird mit minus 0,51 Prozent allerdings negativ sein. Für den Klimaschutz nutzen diese Anleihen vorerst wenig. (taz, Tagesspiegel)

Ziel der Bundesanleihen. In den Klimaschutz wir kein neues Geld durch die Anleihen investiert. Das liegt an der Funktionsweise von Staatsschulden. Die Schulden sind zeitlich begrenzt und werden laufend durch neue ersetzt. Mit den neuen „grünen” Bundesanleihen ersetzt der Staat also nur alte Schulden, definiert sie als „grün” und weist ihnen passende Haushaltsbereiche zu. Das Ziel der Anleihen ist weniger das Investieren in den Klimaschutz, sondern nachhaltige Finanzprodukte auf den europäischen Markt zu bringen, dort Deutschlands Position zu stärken und den Markt für grüne Anleihen zu vergrößern.


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