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1) Zweitwärmster Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen

Der Sommer 2026 war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, nur der Jahrhundertsommer 2003 fiel noch wärmer aus. Die Durchschnittstemperatur lag bei 19,6 Grad und damit 3,3 Grad über dem Referenzwert der Jahre 1961 bis 1990. Der DWD zählte im Schnitt rund 22 heiße Tage mit mindestens 30 Grad und fünf sehr heiße Tage über 35 Grad. Eine Attributionsstudie zur Hitzewelle Ende Juni kam zu dem Ergebnis, dass ein Ereignis dieses Ausmaßes ohne den menschengemachten Klimawandel statistisch nicht möglich gewesen wäre, so die Expert*innen des DWD. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts starben bis Mitte August rund 15.800 Menschen in Deutschland hitzebedingt, mehr als die Hälfte davon während der Extremhitze Ende Juni. Anhaltende Trockenheit führte zudem zu Waldbränden, etwa im Hürtgenwald in der Eifel und im belgischen Hohen Venn, sowie zu niedrigen Pegelständen am Rhein, die die Schifffahrt beeinträchtigten. Auch Österreich verzeichnete mit über 41 Grad den heißesten Sommer seiner 260-jährigen Messgeschichte.

Zum Weiterlesen: Tagesschau, Süddeutsche

2) Versicherer erwarten trotz Klimawandel niedrigere Schäden

Die deutschen Versicherer rechnen für 2026 mit unterdurchschnittlichen Schäden durch Naturkatastrophen. Im ersten Halbjahr verursachten Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmungen laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Schäden von rund 950 Millionen Euro; für das Gesamtjahr geht der Verband von etwa zwei Milliarden Euro aus – über eine Milliarde weniger als im Durchschnitt, sofern bis Jahresende keine größeren Ereignisse hinzukommen. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen betonte, die niedrigen Schäden im ersten Halbjahr seien schlicht Glück gewesen und ließen keine Rückschlüsse auf ein Nachlassen des Klimawandels zu. Langfristig zeigen die Zahlen das Gegenteil: Im Zehn-Jahres-Durchschnitt verursachten Starkregen, Überschwemmung und Rückstau jährlich Schäden von 2,4 Milliarden Euro, verglichen mit rund 1,4 Milliarden Euro im Zeitraum 2000 bis 2009. Die Statistik erfasst nur versicherte Schäden; anders als bei Sturm und Hagel ist eine Absicherung gegen Überschwemmung und andere Elementarschäden nicht verpflichtend. Aktuell haben laut GDV 59 Prozent der Eigentümer*innen von Wohngebäuden in Deutschland eine entsprechende Absicherung.

Zum Weiterlesen: Zeit, Handelsblatt

3) China: Solarenergie überholt erstmals Kohle bei installierter Leistung

China hat laut nationaler Energiebehörde erstmals mehr Stromerzeugungskapazität aus Solarenergie als aus Kohlekraftwerken installiert. Ende Juli lag die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen bei 1.286 Gigawatt, die von Kohlekraftwerken bei 1.285 Gigawatt. Laut chinesischem Staatsfernsehen entfielen damit 31,5 Prozent der gesamten installierten Stromerzeugungskapazität des Landes auf Solarenergie. China treibt den Ausbau seit Jahren gezielt voran, besonders im Westen und Nordwesten prägen große Photovoltaikanlagen mittlerweile ganze Landstriche. Peking verfolgt das Ziel, den CO2-Ausstoß ab 2030 zu senken und bis 2060 Klimaneutralität zu erreichen. Derzeit zählt China zu den größten CO2-Emittenten weltweit.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Tagesspiegel

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