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1) Wirtschaft am Rhein: Schaden nach Niedrigwasser wird immens sein

Der historisch niedrige Wasserstand im Rhein sorgt für wachsende wirtschaftliche Sorgen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) rechnet mit möglichen Schäden in Milliardenhöhe, bereits im Niedrigwasserjahr 2018 lagen sie bei rund 2,4 Milliarden Euro. Als kritische Marke gilt der Pegel im rheinland-pfälzischen Kaub: Fällt er unter 40 Zentimeter, ist wirtschaftlich sinnvolle Binnenschifffahrt kaum noch möglich. Zuletzt lag der Pegel wieder unter dem bisherigen Tiefstwert von 25 Zentimetern aus dem Jahr 2018, auch in Köln wurden neue Tiefststände erreicht. Güterschiffe können deshalb nur noch eingeschränkt oder gar nicht fahren, was die Transportkosten erhöht. Expert*innen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) prognostizieren, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2026 dadurch um bis zu 0,2 Prozent gedämpft werden könnte. Mit Blick auf den Klimawandel wird davon ausgegangen, dass solche Niedrigwasserjahre künftig häufiger auftreten.

Zum Weiterlesen: Süddeutsche, Zeit

2) Klimawandel: USA heben Emissionsvorschriften für Kraftwerke auf

Die US-Umweltbehörde EPA hat Vorschriften zurückgenommen, die den Treibhausgasausstoß von Kohle- und Gaskraftwerken begrenzen. Der Großteil der unter der Biden-Regierung eingeführten Standards von 2024, die Kohlekraftwerke zu drastischen Emissionsminderungen oder zur Stilllegung bis 2039 verpflichtet hatten, wird damit aufgehoben. EPA-Chef Lee Zeldin kündigte bei einem G20-Treffen in Houston an, dass zudem alle verbleibenden Treibhausgasvorschriften für Kraftwerke künftig entfallen sollen. Die Behörde argumentiert, sie sei rechtlich gar nicht befugt, Kraftwerksemissionen wegen des Klimawandels zu regulieren, eine Position, die auf die im Februar erfolgte Streichung des „Endangerment Finding“ zurückgeht. Die Kohleverbrennung zur Stromerzeugung könnte dadurch nach EPA-Schätzung um mehr als das Zehnfache steigen, der Industrie würden Kosten von über 300 Milliarden Dollar erspart. Umweltschützer*innen kündigten an, gegen die Entscheidung juristisch vorzugehen.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Tagesschau

3) Lufthansa-Flieger erhält neuartige „Haifischhaut”

Lufthansa Technik rüstet einen Airbus A330 der Tochter Discover Airlines mit der AeroSHARK-Technologie aus, einer Oberflächenfolie mit mikroskopisch feinen Rillenstrukturen nach dem Vorbild der Haihaut. Diese sogenannten Riblets reduzieren den Reibungswiderstand und sollen so den Treibstoffverbrauch senken. Seit Ende August läuft die letzte Phase des Zulassungsverfahrens für die A330-Baureihe, inklusive mehrwöchiger Testflüge. Laut Unternehmensangaben verringert die Folie Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen pro Flug um etwa ein Prozent, ein auf den ersten Blick kleiner Effekt, der sich über die Flottengröße jedoch deutlich summiert. Die bereits 22 mit AeroSHARK ausgestatteten Flugzeuge der Lufthansa Group sparen nach Unternehmensangaben täglich rund 19 Tonnen Kerosin und etwa 60 Tonnen CO2 ein, hochgerechnet auf ein Jahr entspricht das der Jahresbilanz von rund 2.700 Menschen in Deutschland. Die Technologie ersetzt keine langfristige Dekarbonisierungsstrategie für den Luftverkehr, dafür braucht es weiterhin nachhaltige Kraftstoffe (SAF) und neue Antriebstechnologien.

Zum Weiterlesen: FrankfurterRundschau, Tagesspiegel

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