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1) Wassermangel in Südeuropa

Südeuropa leidet unter einer beispiellosen Dürre. Das Klima auf der iberischen Halbinsel ist so trocken wie nie zuvor in den vergangenen 1200 Jahren, ergab eine neue Studie. Italien rief in einigen Regionen den Dürrenotstand aus. Norditalien rationiert Trinkwasser. Griechenland kämpft mit sehr hoher Waldbrandgefahr, hat jedoch bislang keine Probleme mit der Wasserversorgung.

Ursache. Die Dürre auf der iberischen Halbinsel ist wahrscheinlich die Folge eines besonders trockenen Winters, erklären die Wissenschaftler*innen in der vorgelegten Studie. Bis zum Jahr 1850 kamen solche Trockenperioden etwa alle zehn Jahre, bis 1980 alle sieben Jahre und seither alle vier Jahre vor. „Wir konnten diese Zunahme eindeutig den menschengemachten Emissionen (klimaschädlicher Gase) zuordnen.”, so Dr. Caroline Ummenhofer, Co-Autorin der Studie.

Zum Weiterlesen: Spiegel, TheGuardian

2) Neue juristische Entscheidungen zum Klimawandel

Drei Gerichte in Brasilien, Europa und den USA trafen wichtige Entscheidungen zum Klimawandel.

Brasilien. Das oberste Gericht Brasiliens urteilte, dass das Paris-Klimaschutzabkommen ein Menschenrechtsabkommen ist. Damit erhält das Paris-Abkommen einen neuen, höheren Status. In Brasilien haben Menschenrechtsabkommen Vorrang vor normalen Gesetzen oder Staatsverträgen.

Europa. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied, dass die Klimaklage von sechs portugiesischen Jugendlichen gegen 33 europäische Länder vor der Großen Kammer mit allen 17 Richtern verhandelt wird. Dieses Prozedere wird für gewöhnlich nur bei „schwerwiegenden Fällen” eingesetzt.

USA. Der Supreme Court, das oberste Gericht der USA, schränkte die Möglichkeiten der Umweltschutzbehörde EPA ein. EPA habe kein Recht, Kohle- und Gaskraftwerksbetreiber zu Emissionssenkungen zu verpflichten. Die Entscheidung bremst die Klimaschutzpläne von Präsident Biden.

Zum Weiterlesen: Klimareporter, taz, Spiegel

3) Erdgas und Atomkraft gelten künftig als nachhaltig

Das EU-Parlament hat die Einstufung von Erdgas und Atomkraft als nachhaltig bestätigt. Noch vor wenigen Wochen stimmten der Umwelt- und der Wirtschaftsausschuss im EU-Parlament gegen diese Bestimmung. Der Beschluss betrifft die EU-Taxonomien für den Finanzmarkt: Das Klassifikationssystem soll private Investitionen in nachhaltige Wirtschaftsbereiche lenken. Theoretisch könnte die Entscheidung noch vom EU-Rat gestoppt werden. Die benötigte Mehrheit hierfür gilt jedoch als unwahrscheinlich. Österreich und Luxemburg kündigten an, gegen die Entscheidung zu klagen. Deutschland kritisierte den Beschluss des Parlaments, die Bundesregierung schloss jedoch eine Klage aus.

Zum Weiterlesen: Tagesschau, Zeit

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