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1) Abschluss in Dubai: UN-Konferenz fordert Energiewende, ohne klaren Ausstiegsplan für fossile Brennstoffe

Auf der UN-Klimakonferenz in Dubai haben sich die teilnehmenden Staaten darauf geeinigt, erstmals einen Aufruf zur Abkehr von fossilen Brennstoffen zu formulieren. Ein klarer Ausstiegsplan fehlt der Abschlusserklärung hingegen. Der Konferenzpräsident bezeichnete das Ergebnis als „historisches Paket” und betonte einen robusten Aktionsplan, um das Ziel einer Begrenzung der globalen Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu erreichen. Klima-Expert*innen und Umweltschützer*innen hatten zuvor ihre Zweifel daran geäußert.

In der Abschlusserklärung bekennen sich die Staaten dazu, sich von fossilen Brennstoffen zu distanzieren. Die Erklärung lässt jedoch Raum für Interpretationen, einschließlich der Nutzung von Gas und umstrittenen CO2-Speicherungstechnologien. Zusätzlich beinhaltet der Text das Ziel, die erneuerbare Energiekapazität bis 2030 zu verdreifachen und die Energieeffizienz zu verdoppeln.

Zum Weiterlesen: taz, Spiegel

2) Festliche Farbaktion: „Letzte Generation” mahnt mit orange gefärbten Weihnachtsbäumen

Klimaaktivist*innen der „Letzten Generation” haben in mehreren deutschen Städten Weihnachtsbäume mit orangefarbener Farbe besprüht, darunter ein aufwendig geschmückter Baum in der Leipziger Mädlerpassage. Ein Instagram-Video zeigt die Aktivist*innen, die präparierte Feuerlöscher auf die Bäume richten. Die Polizei ermittelt und sperrte die betroffenen Bereiche ab. Ähnliche Aktionen fanden in Oldenburg, München, Nürnberg, Rostock und Kiel statt. Die Gruppe betont, dass trotz festlicher Dekoration der Klimawandel nicht vergessen werden dürfe, und prangert eine Zukunft voller Katastrophen an. Die „Letzte Generation” protestiert seit Anfang 2022 mit Straßenblockaden und Farbaktionen für verstärkten Klimaschutz.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Leipziger Volkszeitung

3) Bertelsmann-Studie: Deutsche befürworten Klimaschutz, haben aber Bedenken hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit

Die Mehrheit der Deutschen spricht sich in einer Studie der Bertelsmann Stiftung für Klimaschutz aus, zeigt jedoch Bedenken in Bezug auf soziale Gerechtigkeit. Etwa 54 Prozent der Befragten äußerten große Besorgnis über den Klimawandel. Obwohl 69 Prozent die Energiewende unterstützen, bestehen Bedenken hinsichtlich der Umsetzung, da 55 Prozent eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sehen. Fast 40 Prozent befürchten durch die Energiewende eine Beeinträchtigung des Wohlstands und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Nur etwa 20 Prozent empfinden die Transformation als gerecht, und die Verteilung der Kosten zwischen Gut- und Geringverdienenden sowie zwischen Unternehmen und Verbraucher*innen wird als besonders ungerecht wahrgenommen. Die Studie zeige, dass die ungebremste Klimakrise auch eine Bedrohung für die Demokratie darstellen könne, so die Studienautorin Sara Holzmann. Die Studie basiert auf dem Sozialen Nachhaltigkeitsbarometer der Energie- und Verkehrswende von 2023, das repräsentative Daten von 6.500 online befragten Menschen verwendet.

Zum Weiterlesen: Tagesschau, Welt

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