19. Mai - 25. Mai 2026
1) UN beschließt Klimaresolution gegen Klimasünder
Die UN-Generalversammlung hat eine Resolution zum Klimaschutz verabschiedet. 141 Staaten stimmten dafür, darunter auch Deutschland und China. Dagegen votierten unter anderem die USA, Russland und Israel. Türkei, der Gastgeber des Klimagipfels COP31, sowie Indien enthielten sich.
Grundlage ist ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs IGH, welches Klimaschutz als Menschenrecht deklarierte (wir berichteten). Darin heißt es erstmals klar: Staaten verletzen internationales Recht, wenn sie ihre Klimaschutzpflichten missachten. Länder könnten künftig sogar zu Schadensersatz verpflichtet werden, wenn andere Staaten unter den Folgen leiden. Eine „saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt” sei ein Menschenrecht. Wer Klimaschutz verzögert, verletzt damit Menschenrechte.
Die nun verabschiedete Resolution selbst ist zwar nicht bindend, erhöht aber den politischen und rechtlichen Druck. Abgeordnete des Inselstaats Vanuatu sprachen von einem historischen Moment für Länder, die am stärksten unter der Klimakrise leiden, obwohl sie kaum zu ihr beigetragen haben.
Zum Weiterlesen: Zeit, Spiegel
2) Erste Hitzewelle des Jahres trifft Europa
Ende Mai, und schon die erste Hitzewelle des Jahres: Eine blockierende Wetterlage hat sich über Westeuropa festgesetzt und einen sogenannten Hitzedom gebildet. Solche Ereignisse werden durch den Klimawandel häufiger, intensiver und treten früher im Jahr auf, das zeigen zahlreiche Studien, unter anderem vom World Weather Attribution-Netzwerk.
In Deutschland erreicht die Hitzewelle diesen Dienstag ihren Höhepunkt. Der DWD erwartet im Südwesten Temperaturen zwischen 29 und 34 Grad, die Spitzenwerte am Oberrhein. Den bisherigen deutschen Mai-Rekord von 36,6 Grad sieht der DWD dabei nicht in Gefahr.
Schlimmer trifft es andere Teile Europas. Großbritannien verzeichnete am Montag den heißesten Mai-Tag seit Beginn der Aufzeichnungen: In Kew Gardens nahe London wurden 34,8 Grad gemessen, das sind zwei Grad über dem bisherigen Rekord. In Frankreich starben mindestens sieben Menschen im Zusammenhang mit der Hitze, darunter fünf durch Ertrinken und zwei bei Sportveranstaltungen in Paris und Lyon.
3) Deutschlands Wälder bleiben im Klimastress
Vier von fünf Bäumen in Deutschland sind weiterhin, wie in 2024, krank. Das zeigt die neue Waldzustandserhebung 2025. Besonders schlecht geht es den Eichen: Jede zweite weist inzwischen deutliche Schäden auf.
Eigentlich gelten Eichen als Hoffnungsträger im Klimawandel, weil sie tief wurzeln und Trockenheit besser aushalten. Doch langanhaltende Dürre und Hitze seit 2018 haben die Bäume geschwächt. Jetzt breitet sich der Eichenprachtkäfer massiv aus und frisst sich durch die Bestände.
Auch Kiefern zeigen deutlich mehr Schäden als im Vorjahr. Nur bei Buchen und Fichten gab es leichte Verbesserungen. Fachleute warnen jedoch vor falscher Entwarnung. Ein einzelner, regenreicher Sommer könne die Folgen jahrelanger Trockenheit nicht ausgleichen.
Viele Forstbetriebe setzen deshalb zunehmend auf Mischwälder und testen auch widerstandsfähigere Baumarten aus Südeuropa oder Nordamerika. Mit zunehmender Erderwärmung könnten Europas Wälder laut Modellrechnungen bis Ende des Jahrhunderts massiv umgebaut werden oder teilweise ganz verschwinden.
Zum Weiterlesen: taz, Tagesspiegel, Tagesschau
Als Quelle für diese Version von Klimahochdrei habe ich folgende Auswahl an Online-Medien verwendet: taz, Tagesspiegel, Tagesschau, Zeit, ZDF, und Spiegel.
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