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1) UN-Bericht: Welt steuert auf 2,8 Grad Erwärmung zu

Laut dem Emission Gap Report des UN-Umweltprogramms (UNEP) reicht die aktuelle weltweite Klimapolitik nicht aus, um die Erderwärmung entscheidend zu bremsen. Selbst wenn alle nationalen Klimapläne umgesetzt würden, läge die Erwärmung bis 2100 bei 2,3 bis 2,5 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau – deutlich über dem 1,5-Grad-Ziel. Die 1,5-Grad-Marke wird voraussichtlich bereits innerhalb des nächsten Jahrzehnts überschritten. Um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, müssten die Emissionen in den nächsten zehn Jahren um 55 Prozent sinken; die Umsetzung aller nationalen Pläne würde nur rund 15 Prozent bringen.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Technologien zur Emissionsminderung, etwa Wind- und Solarenergie, verfügbar sind und ihre Kosten sinken. Die größten Verantwortungsträger bleiben die wirtschaftsstarken G20-Staaten, deren Emissionen 2024 weiter gestiegen sind.

Zum Weiterlesen: taz, Spiegel, Tagesspiegel

2) EU-Klimaziel 2040 beschlossen - abgeschwächt

Die EU-Umweltminister*innen haben sich auf ein Klimaziel für 2040 geeinigt: Die Treibhausgasemissionen sollen um 85 Prozent gegenüber 1990 sinken, und um zusätzliche 5 Prozent durch Klimaschutzprojekte außerhalb Europas. Damit wurde der ursprüngliche Vorschlag von 90 Prozent deutlich verwässert.

Kritiker*innen warnen, dass dies Europas Industrie schwächt und die internationale Vorreiterrolle in Zukunftsmärkten wie Wind, Solar oder Wasserstoff gefährdet. Schlupflöcher bei CO2-Senken und Zertifikaten erschweren effektiven Klimaschutz. Bundesregierung und EU müssten durch zusätzliche Maßnahmen wie Elektromobilität und Investitionen in Erneuerbare die Lücke ausgleichen.

Zum Weiterlesen: Deutschlandfunk, Tagesspiegel

3) UN-Klimakonferenz: USA fehlen - Hoffnung auf Signal gegen Trump

Die UN-Klimakonferenz COP30 findet vom 10. bis 21. November 2025 in Belém, Brasilien, statt. US-Präsident Donald Trump ist abwesend, doch sein Wiederausstieg aus dem Pariser Abkommen ab 2026 beeinflusst die Verhandlungen stark. Die USA sind nach China der zweitgrößte Emittent und beteiligen sich nicht mehr an Klimafinanzierung und dem Aufbau grüner Technologien weltweit.

Klimaschützer*innen hoffen auf ein deutliches Signal gegen die Anti-Klimapolitik Trumps. Mehr als hundert Vertreter von US-Bundesstaaten und Gemeinden, darunter Kalifornien mit Gouverneur Gavin Newsom, setzen auf erneuerbare Energien und eigene Klimaziele im Einklang mit dem Pariser Abkommen.

Für aktuelle Informationen von der Konferenz stellt Fridays for Future den Nachrichtenkanal COP Daily bereit: Hier gibt es täglich Neuigkeiten, Wissenswertes, persönliche Erfahrungen und inhaltliche Einschätzungen von der Weltklimakonferenz.

Zum Weiterlesen: taz, Spiegel

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