Klimahochdrei Abonnieren Über mich Archiv Impressum

Was ist Klimahochdrei? Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews der letzten Woche. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Themen rund um den Klimawandel. Du kannst ihn kostenlos abonnieren.

Hallo zusammen,

in Japan ist gerade die Zeit der Kirschblüte. Am 26. März erreichten die Blüten ihren Höhepunkt. Laut japanischen Wissenschaftler*innen ist das so früh wie noch nie seit dem Jahr 812. Die Aufzeichnungen zur Kirschblüte reichen teilweise mehr als 1200 Jahre zurück. (Spiegel)

Hier geht’s nun los mit den drei Klimanews der Woche.

Viele Grüße

Jakob


Unterstützen

Klimahochdrei lebt von eurer Unterstützung. Bereits 41 von 885 Leser*innen unterstützen den Newsletter regelmäßig. Vielen Dank dafür! Hier geht’s zum freiwilligen Bezahlabo. Alternativ sind auch einzelne Spenden via PayPal möglich.

→ Unterstützer*innen mit Bezahlabo erhalten als Bonus eine monatliche Zusammenfassung der Klimageschehnisse.


Klimanews der Woche

1) Umweltbundesamt empfiehlt Halbierung von Fleischkonsum

Der deutsche Fleischkonsum müsse halbiert werden, empfiehlt der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Dirk Messner. Das wirke sich positiv auf Gesundheit und Umwelt aus. Anlass für den Appell ist die Veröffentlichung des „Umweltmonitors 2020”. In diesem gibt das UBA eine Übersicht über den Zustand zehn zentraler Themenfelder heraus: dazu zählen Klima, Wasser, Luft und Lärm. Laut dem Bericht sei insbesondere in Gewässern die Belastung durch Landwirtschaft zu sehen. Nur sieben Prozent der Flüsse seien in einem ökologisch guten Zustand. Weniger Tierhaltung und somit weniger Fleischkonsum könne helfen. (Klimareporter, Spiegel)

Fleischkonsum. In Deutschland sinkt der Fleischkonsum im Vergleich zu früher bereits . Im Jahr 2020 wurde so wenig Fleisch verzehrt wie seit mindestens 30 Jahren nicht mehr. Vorläufige Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ergeben:

  • Im Durchschnitt aß jede Person in Deutschland 57,3 Kilogramm Fleisch im Jahr 2020. Das ist der niedrigste Wert seit 1989.
  • Seit 2019 ging der Fleischkonsum im Schnitt um 750 Gramm pro Person zurück. Besonders der Konsum von Schweinefleisch nahm ab. Im Gegensatz dazu wurde Geflügel hingegen 2020 mehr gegessen als 2019.

2) Studie zu den Auswirkungen unseres Konsums auf die Wälder

Jeder Mensch in den G7-Staaten ist durch den eigenen Konsum für das Abholzen von durchschnittlich vier Bäumen pro Jahr verantwortlich. Etwa 46 bis 57 Prozent dieser Bäume stammen aus tropischen Wäldern, so eine neue Studie. Dass unser Konsum weltweit die Wälder bedroht, ist bekannt. Der Schwerpunkt der Wissenschaftler*innen liegt vielmehr darauf, welcher Konsum in welchen Regionen Wälder bedroht. Dazu analysierten sie die Jahre 2001 bis 2015. (Spiegel, CarbonBrief)

Ergebnisse. Zwei beispielhafte Resultate, die auf Menschen in Deutschland zutreffen sind:

  • Der hohe Kakao-Verbrauch in Deutschland bedroht tropische Wälder an der Elfenbeinküste und in Ghana.
  • Kaffeetrinker*innen aus Deutschland, Italien und den USA bewirken Abholzung im vietnamesischen Hochland.

Zusätzliche berechneten die Forscher*innen den jährlichen Baumverlust aufgeschlüsselt nach Ländern für das Jahr 2015. Hier wurden sowohl Bäume aus internationalen als auch aus nationalen Beständen gezählt. Eine Auswahl an Ländern:

  • Schweden: Abholzung von 22 Bäume pro Einwohner*in, dabei handelt sich vor allem um heimische Bestände.
  • China und Indien: Abholzung von weniger als ein Baum pro Einwohner*in.
  • USA: Abholzung von fünf Bäumen pro Einwohner*in.
  • Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Japan: Abholzung von 2,5 Bäumen pro Einwohner*in. Die wenigsten Bäume kommen aus heimischen Beständen.

Kanadas CO2-Preis ist zulässig, das ist das Urteil des Obersten Gerichtshof. Premierminister Justin Trudeau wollte einen CO2-Preis als Teil seiner Klimastrategie einführen. Die Zuständigkeit für den Klimaschutz obliegt in Kanada jedoch den Provinzen und nicht der Zentralregierung. Drei Provinzen klagten deshalb gegen den CO2-Preis. Ihrer Ansicht nach habe die Bundesebene ihre Kompetenzen überschritten. Der Oberste Gerichtshof widersprach: Beim Klimawandel handle es sich um eine „Bedrohung höchsten Grades für das Land und tatsächlich der ganzen Welt”. Deshalb dürfe die Zentralregierung die Provinzen überstimmen. (taz, Klimareporter)

Kanadas Klimabilanz. Kanada ist Unterzeichner des Pariser Abkommens und will bis 2050 klimaneutral werden. Es gehört zu den Ländern mit den höchsten Pro-Kopf-Emissionen. Bis 2020 wollte das Land mindestens 17 Prozent seines Treibhausgasausstoßes im Vergleich zu 2005 einsparen. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: die Emission stiegen.


Diese Website verwendet Matomo, um den Datenverkehr zu analysieren und mir zu helfen, Deine Benutzererfahrung zu verbessern. Ich verarbeiten Deine anonymisierte IP-Adresse und Cookies werden 13 Monate lang in Deinem Browser gespeichert. Diese Daten werden nur von mir und meiner Webhosting-Plattform verarbeitet. Bitte lese meine Datenschutzerklärung, um mehr zu erfahren.
oder