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Im Januar ging es um die stockende Emissionsminderung in Deutschland, Energie als geopolitisches Machtinstrument, den massiven Rückzug der USA aus internationalen Klimaorganisationen und neue Daten zu Klimarisiken in deutschen Regionen.

1) Deutschlands Emissionen sinken, aber das Tempo reicht nicht

Deutschlands Treibhausgasemissionen sind 2025 um 1,5 Prozent auf rund 640 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gesunken. Damit wurde das Klimaziel für 2025 erreicht, doch der Rückgang ist nur halb so stark wie im Vorjahr. Besonders kritisch ist, dass die Emissionen im Verkehrs- und Gebäudesektor wieder gestiegen sind. Die Einsparungen in der Industrie hängen vor allem mit einer schwachen Wirtschaftslage zusammen. Für das 2030-Ziel müsste sich das Einspartempo vervierfachen. Andernfalls drohen Zusatzkosten in Höhe von 34 Milliarden Euro jährlich.

Zum Weiterlesen: Agora Energiewende, Spiegel, Zeit, taz

2) Venezuela zeigt, wie Energiepolitik zur Machtfrage wird

Im Juli (Woche Nr. 263) stellte Susanne Götze bei uns ihr Buch „Die Milliardenlobby” vor. In ihrem aktuellen Buch „Die Sicherheitslüge” warnt sie davor, wie Europa sich durch Öl und Gas erpressbar macht. Öl und Gas sind ortsgebunden: Wer Zugang sichern will, braucht Einfluss. Notfalls militärisch. Die völkerrechtswidrige Intervention in Venezuela verdeutlicht, dass eine fossile Welt eine Welt der Konflikte ist und wie stark Öl und Gas als geopolitisches Druckmittel eingesetzt werden. Die USA nutzen Energieexporte gezielt, um Einfluss auf globale Energieflüsse und Preise zu nehmen. Europa ist davon besonders betroffen, da fossile Abhängigkeiten politisch ausgenutzt werden können. Das zeigte sich beim russischen Gas und heute bei Flüssiggaslieferungen aus den USA und Katar.

Expert*innen wie Susanne Götze warnen, dass Europa nur durch Investitionen in eigene erneuerbare Energien unabhängiger wird. Wind- und Solarenergie stärken Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und politische Handlungsfähigkeit. Fossile Energiesysteme bleiben dagegen konfliktanfällig und erfordern im Zweifel militärische Absicherung.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Frankfurter Rundschau

3) Neuer Klimarisikoindex zeigt besonders gefährdete Regionen

Ein neuer Klimarisikoindex des Instituts der deutschen Wirtschaft und der Versicherung Ergo zeigt, welche Regionen in Deutschland besonders vom Klimawandel betroffen sind. Besonders gefährdet sind Küstenregionen sowie Städte an Flüssen, vor allem im Nordwesten. Die Berechnungen reichen bis 2085 und basieren den gleichen Klimamodellen die auch der Weltklimarat nutzt. Fachleute warnen, dass vielen Kommunen das Geld fehlt, um sich ausreichend auf Klimafolgen vorzubereiten.

Zum Weiterlesen: Institut der deutschen Wirtschaft, taz, SWR

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