7. April - 13. April 2026
1) Tödlichste Lawinensaison seit fast zehn Jahren
In dieser Wintersaison sind in den europäischen Gebirgen mindestens 135 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen: fast doppelt so viele wie im Vorjahr (70 Tote) und die höchste Zahl seit 2017/18. Das zeigen aktuelle Daten des European Avalanche Warning Service (EAWS). Besonders schwer betroffen war Italien mit 38 Toten.
Fachleute nennen den Klimawandel als einen der Faktoren hinter der höheren Opferzahl: Steigende Temperaturen verändern die saisonalen Schneezyklen, Altschnee und Neuschnee verbinden sich schlechter, und stärkere Winde begünstigen die Bildung von Triebschnee. Hinzu kommt die wachsende Beliebtheit von Skitouren abseits präparierter Pisten. Unter den Toten dieser Saison befanden sich ungewöhnlich viele Tourengeher*innen.
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2) 2,6 Milliarden Menschen droht kombinierte Hitze und Dürre
Fast 2,6 Milliarden Menschen könnten in den kommenden Jahrzehnten gleichzeitig von extremer Hitze und Dürre betroffen sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschenden des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) und der Ocean University of China. Bei einer globalen Erwärmung von rund 2,7 Grad wird das Zusammentreffen beider Extremereignisse demnach mehr als fünfmal so häufig auftreten wie bisher.
Hitze und Dürre führen zu Wasserknappheit, steigenden Lebensmittelpreisen und erhöhter Sterblichkeit. Besonders verwundbar sind einkommensschwache Länder in Mittel- und Südamerika, Afrika, Südeuropa und Südasien: Regionen, die vergleichsweise wenig zu den globalen Emissionen beitragen, aber einem überproportional hohen Risiko ausgesetzt sind und über begrenzte Anpassungskapazitäten verfügen.
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3) Kaiserpinguin offiziell als gefährdet eingestuft
Die Weltnaturschutzunion IUCN hat den Kaiserpinguin auf ihrer Roten Liste nun offiziell als „gefährdet" eingestuft. Der Hauptgrund ist der klimabedingte Rückgang des Meereises in der Antarktis: Bricht das Eis zu früh auf, stürzen ganze Brutkolonien mitsamt der noch flugunfähigen Küken ins Meer. Ohne deutliche Reduktion der Treibhausgasemissionen dürfte sich die Zahl der Tiere bis 2080 halbieren.
Ebenfalls neu als „gefährdet" gilt der Antarktische Seebär, dessen Bestand seit 1999 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist. Steigende Meerestemperaturen treiben die Krillkrebse, von denen sich die Tiere ernähren, in tiefere und damit unerreichbare Wasserschichten. Beide Arten stehen damit exemplarisch für die ökosystemweiten Folgen der Erwärmung der Polarregionen.
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