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1) Südostasien im Ausnahmezustand

Die Zyklone Senyar und Ditwah haben in Süd- und Südostasien schwere Überschwemmungen ausgelöst. Mehr als 1.200 Menschen starben, Millionen sind betroffen. Auf Sumatra wurden ganze Dörfer zerstört, in Südthailand fiel die höchste Niederschlagsmenge seit 300 Jahren. Auffällig ist die Entstehung von Senyar in der sonst sturmarmen Straße von Malakka. Fachleute sehen darin ein Zeichen für die Rolle wärmerer Ozeane, die tropische Stürme intensiver und vor allem deutlich „nasser” machen. Studien wie jene der World Weather Attribution zeigen, dass der Klimawandel Regenmengen in ähnlichen Wirbelstürmen bereits verstärkt hat. Die Schäden wurden durch massive industrielle Entwaldung verschärft: Sumatra verlor in zwei Jahrzehnten über vier Millionen Hektar Wald, was Erdrutsche und Überschwemmungen begünstigt. Klimaorganisationen kritisieren fehlenden Waldschutz und den fortgesetzten Fokus auf fossile Energien.

Zum Weiterlesen: Klimareporter, Tagesspiegel, Tagesspiegel

2) Hohe Investitionen nötig für klimaneutralen Luftverkehr

Eine Analyse von Allianz Trade schätzt, dass für eine CO2-neutrale Luftfahrt bis 2050 rund 5,1 Billionen Dollar investiert werden müssen. Die Branche verursacht aktuell etwa sechs Prozent der menschengemachten Erderwärmung, auch durch Kondensstreifen und Stickoxide. Große Einsparungen wären durch nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) möglich, die Emissionen um 60 bis 90 Prozent senken könnten, doch ihr Anteil liegt derzeit bei nur 0,3 Prozent. Für synthetische Kraftstoffe wie PtL wären massive Investitionen in erneuerbare Energien und Produktionsanlagen nötig, politische Vorgaben gelten als unzureichend.

Der Emissionshandel kann nur vorübergehend unterstützen, da Zertifikate weiterhin günstiger sind als nachhaltige Treibstoffe. Lieferengpässe bremsen zudem die Flottenerneuerung. Gleichzeitig steigt die Flugnachfrage stark an und erschwert damit zusätzliche Einsparungen.

Zum Weiterlesen: Spiegel, taz

3) Schweiz: Klimasteuern auf Erbschaften abgelehnt

In der Schweiz scheiterte ein Vorstoß der Jungsozialisten (JUSO) für eine Erbschaftsteuer auf Superreiche. Geplant war eine Steuer von 50 Prozent auf Erbschaften ab 50 Millionen Franken, um die Einnahmen für Klimaschutzprojekte zu nutzen. Rund 79 Prozent stimmten gegen die Initiative. Gegner*innen, darunter Regierung und Wirtschaftsverbände, warnten, dass Wohlhabende ins Ausland abwandern könnten. Rund 2.500 Personen hätten theoretisch vier Milliarden Franken zusätzliche Einnahmen generieren können. Die Abstimmung spiegelt größere Debatten über Umverteilung, Lebenshaltungskosten und Klimaschutz in einem der reichsten Länder der Welt wider. Die zehn reichsten Familien verursachen so viele Emissionen wie 90 Prozent der Bevölkerung, argumentierte JUSO-Chefin Mirjam Hostetmann.

Zum Weiterlesen: taz, Spiegel

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