21. April - 27. April 2026
1) Studie zeigt Milliardenpotenzial für Regionen durch erneuerbare Energien
Eine Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums zeigt, wie stark Kommunen von erneuerbaren Energien profitieren können. Schon heute entstehen rund 10 Milliarden Euro Wertschöpfung und über 50.000 Jobs durch Wind und Solar. Bis 2033 könnte sich dieser Wert auf über 21 Milliarden Euro jährlich mehr als verdoppeln. Bis zu 12,4 Milliarden Euro könnten direkt in den Regionen bleiben.
Insbesondere ländliche Gebiete profitieren durch zusätzliche Steuereinnahmen, Arbeitsplätze und Unternehmensansiedlungen. Beispielhaft könnte etwa der Ostalbkreis seine Einnahmen von rund 16 Millionen Euro im Jahr 2023 auf etwa 41 Millionen Euro im Jahr 2033 steigern. Aktuell fließt ein großer Teil der Gewinne an externe Investoren ab. Die Studie empfiehlt daher stärkere Bürgerbeteiligung und bessere Rahmenbedingungen für lokale Projekte.
Zum Weiterlesen: t-online, IÖW, Bundesregierung, Frankfurter Rundschau
Zum Ausprobieren: Online-Wertschöpfungsrechner
2) Klimawandel wird zum Gesundheitsrisiko in Europa
Der Klimawandel wirkt sich immer stärker auf die Gesundheit in Europa aus. Laut dem Lancet Countdown Europe Report 2026 ist die Zahl hitzebedingter Todesfälle in fast allen Regionen gestiegen, im Schnitt um 52 pro einer Million Menschen. Besonders stark betroffen sind Länder im Süden Europas. Außerdem betreffen Hitzewellen und Dürreereignisse Menschen mit niedrigem Einkommen ungleich stärker.
Auch die Zahl der Tage mit Hitzewarnungen ist deutlich gestiegen, im Schnitt um 318 Prozent, in Westeuropa einschließlich Deutschland sogar um 450 Prozent. Gleichzeitig beginnt die Pollensaison ein bis zwei Wochen früher und tropische Krankheiten breiten sich aus, da sich Mücken weiter nach Norden ausbreiten.
Zum Weiterlesen: Zeit, Spiegel, Deutschlandfunk, nd
3) IEA-Bericht zeigt globalen Solarboom und Stromzeitalter
Dem „Global Energy Review 2026” der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge trug Solarenergie erstmals mehr als ein Viertel zum globalen Energiewachstum bei und hatte damit den größten Anteil. Dieser Zuwachs an Solarstrom ist der größte, der je bei einer einzelnen Energiequelle gemessen wurde. An der globalen Stromerzeugung ist Solarenergie inzwischen mit über acht Prozent beteiligt. Besonders stark fiel der Zuwachs in China, aber auch in Indien und den USA aus.
Gleichzeitig wachsen Batteriespeicher rasant und gelten als die am schnellsten wachsende Technologie im Energiesektor. Auch bei Elektroautos setzt sich der Trend mit über 20 Millionen verkauften Fahrzeugen weltweit fort. Insgesamt zeigt der Bericht klar, dass sich das Energiesystem zunehmend elektrifiziert und erneuerbare Energien dominanter werden.
Zum Weiterlesen: IEA, IWR, zum Weiterhören: SWR
Als Quelle für diese Version von Klimahochdrei habe ich folgende Auswahl an Online-Medien verwendet: FranfurterRundschau, Zeit, Spiegel, Deutschlandfunk, SWR, und nd.
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