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1) Sicherheit und Klima: Die verdrängte Bedrohung

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz dominierten erneut klassische Themen wie Krieg und Aufrüstung. Der Klimawandel hat hingegen nur eine Nebenrolle gespielt, obwohl Fachleute ihn längst als eine der größten Sicherheitsbedrohungen unserer Zeit einordnen. Extremwetter, Dürren, Überschwemmungen und steigender Meeresspiegel zerstören Lebensgrundlagen und verschärfen soziale Spannungen und Ungerechtigkeiten. Studien warnen vor geopolitischen Risiken durch Ressourcenknappheit. Umweltverbände kritisieren, dass Klimaschutz auf sicherheitspolitischer Ebene weiterhin unterschätzt wird.

Zum Weiterlesen: Zeit, Tagesspiegel, Tagesschau, Greenpeace, Klima-Allianz

2) Klimabeirat der EU drängt auf stärkere Klimamaßnamen

Der Klimabeirat der EU warnt eindringlich: Europa ist auf die Folgen der Klimakrise nicht ausreichend vorbereitet. Die bisherigen Anpassungsmaßnahmen reichen nicht aus, um vermeidbare Schäden zu verhindern und steigende Klimarisiken zu bewältigen. Extreme Hitze hat bereits zehntausende Todesfälle verursacht und die wirtschaftlichen Schäden belaufen sich inzwischen auf durchschnittlich rund 45 Milliarden Euro jährlich. Die Expert*innen empfehlen deshalb, EU-weit eine Erwärmung von bis zu drei Grad einzuplanen. Sie fordern verbindliche und standardisierte Klimarisikobewertungen in allen Mitgliedstaaten, deutlich mehr Investitionen sowie eine gemeinsame Vision für eine klimaresistente EU bis 2050. Zugleich betonten die Expert*innen des Beirats, dass Anpassung nur mit konsequentem Klimaschutz funktioniert. Ohne Emissionsminderung drohen Sicherheit, Wohlstand und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Druck zu geraten.

Zum Weiterlesen: taz, Zeit

3) Kartellamt warnt vor wachsender Marktmacht bei RWE und LEAG

Das Bundeskartellamt schlägt Alarm: Die Marktmacht großer Stromerzeuger hat deutlich zugenommen. In ihrem aktuellen Marktmachtbericht für den Zeitraum Mai 2024 bis April 2025 untersucht die Behörde, wie häufig einzelne Anbieter für die Stromversorgung unverzichtbar waren. Überschreitet dieser Anteil fünf Prozent der Jahresstunden, spricht dies für eine marktbeherrschende Stellung. Der Essener Energiekonzern RWE liegt deutlich über dieser Schwelle, auch LEAG überschreitet sie. EnBW liegt knapp darunter. Das Kartellamt kündigt eine verstärkte Überwachung der Strompreise an. Gleichzeitig weist die Behörde darauf hin, dass mehr erneuerbare Energien, Speicher und neue Kraftwerke in einem ausreichend wettbewerbsorientierten Markt die Marktmacht wieder begrenzen könnten.

Zum Weiterlesen: Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Bundeskartellamt

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