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1) Rekordsommer 2024: Über 62.000 Hitzetote in Europa

Eine neue Studie zeigt, dass im Rekordsommer 2024 mehr als 62.700 Menschen in Europa an extremer Hitze gestorben sind – fast ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. Besonders betroffen war Italien mit über 19.000 Todesfällen, gefolgt von Spanien (6.700) und Deutschland (6.300). Setzt man die Zahlen ins Verhältnis zur Bevölkerung, führt Griechenland die Liste an. Insgesamt starben in den drei Sommern 2022 bis 2024 mehr als 181.000 Menschen an den Folgen von Hitze.

2024 war weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 1,55 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Europa erwärmt sich dabei doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, besonders im Mittelmeerraum sind die gesundheitlichen Folgen gravierend.

Die Forschenden fordern daher bessere Anpassungsstrategien. Neue Frühwarnsysteme wie „Forecaster.health" könnten künftig Leben retten, indem sie Hitzeereignisse mit Gesundheitsdaten verknüpfen und rechtzeitig Warnungen für besonders gefährdete Gruppen ausgeben.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Tagesspiegel

2) Protest gegen Rodung: Aktivist*innen besetzen Bagger im Tagebau Hambach

Im Tagebau Hambach haben Aktivist*innen der Gruppe „Pirat*innen” einen Bagger und eine Förderanlage besetzt. Mit Transparenten protestierten sie gegen die bevorstehende Rodung des sogenannten „Sündenwäldchens”, das am Rande des Tagebaus liegt und historisch Teil des Hambacher Forsts ist.

RWE will das Waldstück ab Oktober abholzen, um dort Kies für die Stabilisierung eines künftigen Tagebausees zu gewinnen. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte eine Klage des BUND gegen die Rodung abgewiesen. Das Waldstück ist seit rund einem Jahr mit Baumhäusern besetzt, ein Teil wurde bereits gefällt.

RWE verurteilte die Aktion als gefährlich und kündigte Anzeigen an. Die Polizei begann mit der Räumung unter Einsatz von Höhenrettern. Die Aktivist*innen sehen in der geplanten Rodung ein Symbol für ein fehlgeleitetes Wirtschaftssystem, das Umweltzerstörung profitabel macht.

Zum Weiterlesen: Zeit, taz

3) Warnung vor beschleunigter Erderwärmung

Die Deutsche Meteorologische Gesellschaft und die Deutsche Physikalische Gesellschaft haben vor einer möglichen Erderhitzung um drei Grad bis 2050 gewarnt. Eine so schnelle Entwicklung hätte dramatische Folgen: unbewohnbare Regionen, ein starker Meeresspiegelanstieg, verschärfte Nahrungsmittelknappheit und häufigere Extremwetter.

In der Fachwelt ist diese Einschätzung umstritten. Mehrere Klimaforscher*innen halten drei Grad bis 2050 für eher unwahrscheinlich, da dafür extreme Annahmen zusammentreffen müssten. Dennoch sehen viele Indizien für eine beschleunigte Erwärmung, etwa eine höhere Erwärmungsrate in den letzten zwei Jahrzehnten. Ein Konsens dazu besteht aber nicht.

Klar ist: Selbst zwei bis 2,5 Grad bis 2050 wären gravierend. Einigkeit herrscht unter den Fachleuten, dass dringendes Handeln notwendig ist – auch ohne sicheren Nachweis einer beschleunigten Entwicklung.

Zum Weiterlesen: taz, Tagesschau

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