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1) Razzia bei der Letzten Generation

In einer bundesweiten Razzia haben Einsatzkräfte der Polizei am Mittwochmorgen mehrere Wohnungen und Büros von Klimaaktivist*innen der Gruppe „Letzte Generation” durchsucht. Ermittelt wird gegen sieben Aktivist*innen, darunter Sprecherin Carla Hinrichs. Ihnen wird die Bildung oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung und das Sammeln von Spendenden zur Finanzierung von Straftaten vorgeworfen. Des Weiteren wird zwei der Aktivist*innen vorgeworfen, im Jahr 2022 versucht zu haben, eine Ölpipeline zu „sabotieren”.

Im Zuge der Razzien wurden zwei Konten beschlagnahmt und Vermögenswerte in unbekannter Höhe sichergestellt. Außerdem wurde die Webseite der Gruppe gesperrt. Die bayrische Polizei nannte die Gruppe fälschlicherweise auf ihrer Webseite „kriminellen Vereinigung”.

Jurist*innen waren zuletzt zu unterschiedlichen Auffassungen gekommen, ob es sich bei der „Letzten Generation” um eine kriminelle Vereinigung handeln könnte. Das Landgericht Potsdam sah einen Anfangsverdacht, dass es sich bei der Gruppe um eine kriminelle Vereinigung handeln könne. Die Staatsanwaltschaft Berlin hingegen lehnte bislang entsprechende Ermittlungen ab. Die Reaktionen von Politik und Gesellschaft auf die Razzia fasst die taz zusammen.

Zum Weiterlesen: Tagesschau, taz

2) Die meisten Seen trocknen aus

Etwa 85 Prozent des flüssigen Süßwassers der Erde befindet sich in Seen und mehr als die Hälfte der weltgrößten Seen verliert Wasser. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie. Die Wissenschaftler*innen untersuchten knapp 2000 der größten natürlichen Seen und Stauseen der Welt über den Zeitraum von 1992 bis 2020, anhand von Satellitenbeobachtungen, Klimadaten und Modellrechnungen. Bei 53 Prozent der Seen stellten sie eine statistisch signifikante Abnahme der Wassermenge fest. Als Ursache für den Wasserverlust bei natürlichen Seen nennen die Autor*innen der Studie die Klimaerwärmung, die zunehmende Verdunstung und den menschlichen Wasserverbrauch. Rund ein Viertel der Weltbevölkerung wohnt in dem Einzugsgebiet eines austrocknenden Sees.

Zum Weiterlesen: Spiegel, taz

3) Schutz der Ozonschicht bremst Klimawandel

Mit der Entdeckung des Ozonlochs im Jahr 1985 wurden ozonabbauende Substanzen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) verboten. Das bremste auch den Klimawandel. Wissenschaftler*innen berechneten in einer neuen Studie, wie sich die Welt ohne die Verbote entwickelt hätte. Ihre Analyse zeigt: Der Schutz der Ozonschicht hat das Abschmelzen des arktischen Meereises um bis zu 15 Jahre verzögert. Einige der verbotenen Substanzen haben ein Treibhauspotenzial, das Zehntausende Male größer ist als das von CO2. Sie hätten demnach die Erhitzung der Erde deutlich beschleunigt.

Hintergrund. Im Jahr 1985 entdeckten Wissenschaftler*innen das Ozonloch in der Atmosphäre über der Antarktis. Weil die Ozonschicht einen Teil der ultravioletten Sonnenstrahlung, die bei Menschen Krebs verursachen kann, von der Erdoberfläche fernhält, reagierte die Politik schnell. Bereits zwei Jahre nach der Entdeckung wurde das Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) und ähnlichen ozonabbauenden Substanzen im Montrealer Protokoll festgelegt, was maßgeblich zum Schutz der Ozonschicht beitrug.

Zum Weiterlesen: Tagesspiegel, Spiegel

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