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1) Plastikabkommen gescheitert: Öl-Länder blockieren Fortschritt

Nach drei Jahren intensiver Verhandlungen ist in Genf kein globales Plastikabkommen zustande gekommen. Vor allem ölproduzierende Staaten verhinderten eine Einigung und beschränkten sich auf Forderungen nach Recycling. „Genf hat nicht das Abkommen gebracht, das wir brauchen, um Plastikverschmutzung einzudämmen”, sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth.

Die Dringlichkeit ist groß: Weniger als zehn Prozent des Plastikmülls werden recycelt, und drei bis fünf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen stammen allein aus der Plastikproduktion und damit mehr als die Emissionen des gesamten afrikanischen Kontinents. Studien zeigen zudem, dass Nano- und Mikroplastik das Immunsystem schwächen, Entzündungen fördern und Arterien schädigen können. Laut Internationaler Energieagentur könnte Plastik bis 2050 fast die Hälfte des weltweiten Ölnachfragewachstums ausmachen und damit die gesunkene Nachfrage durch Erneuerbare Energien zunichtemachen.

Zum Weiterlesen: Zeit, taz, IEA

2) Positiv: E-Bikes ersetzen Autos

E-Bikes sind nicht nur „schnellere Fahrräder”, sondern ersetzen vor allem Autofahrten. Eine neue Studie zeigt: Fast jede zweite E-Bike-Fahrt wäre sonst mit dem Auto zurückgelegt worden, bezogen auf die gefahrenen Kilometer sogar über 60 Prozent.

Grundlage waren 190.000 Wegedaten aus der bundesweiten Erhebung „Mobilität in Deutschland 2017”. Das Ergebnis unterstreicht, dass E-Bikes ein entscheidender Hebel für Klimaschutz und Verkehrswende sein können.

Zum Weiterlesen: taz

3) Attributionsstudie: Klimawandel dezimiert Vogelpopulationen

Eine neue Studie zeigt, wie stark der Klimawandel den Rückgang von Tierpopulationen antreibt. Besonders Tropenvögel sind betroffen: Seit 1950 sind ihre Bestände um 25 bis 38 Prozent eingebrochen, einige Arten haben mehr als die Hälfte verloren. Der entscheidende Faktor ist zunehmender Hitzestress. Heute sind Vögel im Schnitt 30 Tage pro Jahr extremer Hitze ausgesetzt, früher waren es nur drei. Das schwächt Fruchtbarkeit, Brutverhalten und Überleben, selbst in eigentlich geschützten Regenwäldern.

Die Forschenden warnen, dass der Schutz von Lebensräumen allein nicht mehr ausreicht. Hitze ist inzwischen ein größerer Treiber für Verluste als Abholzung. Gefordert werden mehr Schutzgebiete, Umsiedlungen gefährdeter Arten und vor allem eine schnelle Senkung der Emissionen.

Zum Weiterlesen:
Süddeutsche Zeitung, Spiegel, zum Weiterhören: Klimareporter

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