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1) Neue Studie: Hitzewellen ohne Klimawandel unmöglich

Die aktuellen Hitzewellen wären ohne den Klimawandel „unmöglich”, so das Ergebnis einer neuen Studie des Imperial College in London. Der menschliche Ausstoß von klimaschädlichen Gasen habe entscheidend zu den hohen Temperaturen in Europa, den USA, Mexiko und China beigetragen, so die Forscher*innen. Europa ist derzeit um 2,5 Grad Celsius, die USA und Mexiko um zwei Grad und China um ein Grad heißer, als es ohne menschlichen Einfluss zu erwarten gewesen wäre. Friederike Otto, Co-Autorin der Studie, betont den „überwältigenden” Einfluss des Klimawandels: „Das, was früher seltene Ereignisse waren, sind jetzt gewöhnliche Sommer.” Die Hitzewelle in Texas und Kalifornien könnte unter den aktuellen Bedingungen alle 15 Jahre auftreten, die europäische Hitzewelle alle zehn Jahre. Die Studie verwendet Attributionsstudien und vergleicht Klimasimulationen mit und ohne menschengemachten Klimawandel. Weitere Informationen zu Attributionsstudien bietet das Video der Initiative KLIMA° vor acht.

Zum Weiterlesen: Tagesschau, Zeit

2) Waldbrände in Griechenland

Starke Nordwinde sind im Südosten Europas aufgekommen und haben die fast zweiwöchige Extremhitze in Griechenland mit Temperaturen von bis zu 45 Grad beendet. Die landesweite Temperatur ist auf 35 Grad gesunken. Dennoch warnen Meteorolog*innen vor der Gefahr, die von starken Winden in Kombination mit der anhaltenden Trockenheit ausgeht. Im Landesinneren entfachten starke Winde bereits gelöschte Brände neu. Von den Bränden sind unter anderem zwei Städte betroffen, deren Außenbezirke evakuiert wurden. Auch auf der Ferieninsel Rhodos sind erneut Brände aufgeflammt. Nicht nur Griechenland leidet unter Waldbränden. Die meisten Länder im Mittelmeerraum sind betroffen und kämpfen mit den Folgen der extremen Hitze. Italien erwägt, den Notstand für mehrere Regionen auszurufen.

Zum Weiterlesen: Tagesschau, Spiegel

3) ClientEarth verliert Rechtsstreit mit Shell über Klimastrategie

Ein Gericht im Vereinigten Königreich hat eine Klage von Klimaschutzaktivist*innen gegen den Ölkonzern Shell abgewiesen. Die Klimaschutzorganisation ClientEarth hatte die Klage eingereicht und kritisiert, dass Shell mangelnden Klimaschutz betreibe und die Risiken des Klimawandels nicht angemessen bewältige. ClientEarth hält 27 Aktien von Shell und hatte eine spezielle Art der Aktionärsklage gewählt, um Pflichtverletzungen des Unternehmensvorstands geltend zu machen. Der Shell-Vorstand versäume, „die wesentlichen und vorhersehbaren Risiken, die der Klimawandel für das Unternehmen darstellt, zu bewältigen”, so ClientEarth. Shell führte an, dass die Klage die komplexen Entscheidungsprozesse des Unternehmens nicht berücksichtige und betonte, dass es sein Ziel, die Ölproduktion um 26 Prozent gegenüber 2019 zu senken, bereits erreicht habe. ClientEarth zeigte sich enttäuscht über die Abweisung der Klage und kündigte an, Berufung einzulegen. Die Entscheidung des Gerichts könnte Auswirkungen auf zukünftige Klagen in ähnlichen Fällen haben und verdeutlicht die anhaltende Debatte über die Verantwortung von Unternehmen im Kampf gegen die Klimakrise.

Zum Weiterlesen: Spiegel, TheGuardian

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