22. September - 28. September 2026
1) Massiver Felssturz an der Zugspitze
Am Dienstag löste sich über Stunden hinweg eine große Menge Gestein von der Zugspitze, direkt am Grenzkamm zwischen Deutschland und Österreich. Die dabei entstandene Staubwolke war kilometerweit sichtbar. Verletzt wurde laut Bergwacht niemand, auch an Wegen oder Einrichtungen entstanden keine Schäden. Die Abbrüche setzten sich auch am Mittwoch fort. Nach Angaben des stellvertretenden Bereitschaftsleiters Franz Dörfler sei ein Ereignis dieser Art nicht überraschend, das Ausmaß für den 2.962 Meter hohen Berg jedoch ungewöhnlich. Als Ursache nennt die Bergwacht den schwindenden Permafrost, der das Gestein bislang zusammengehalten habe. Mit dem Klimawandel und steigenden Temperaturen nähmen Gesteinsabbrüche in der Region zu. Ähnliche, wenn auch kleinere Felsstürze hatte es zuletzt am Allgäuer Rubihorn und am Trischübelpass im Nationalpark Berchtesgaden gegeben. Die Bergbahnen auf bayerischer und Tiroler Seite liefen unterdessen ohne Einschränkungen weiter.
Zum Weiterlesen: FAZ, Süddeutsche
2) Kletterprotest an CDU-Zentrale in Berlin
Aktivist*innen der Umweltorganisation Robin Wood haben das Konrad-Adenauer-Haus, die Bundeszentrale der CDU in Berlin, erklettert und ein großes rotes Banner an der Fassade befestigt. Die Aufschrift lautete: „Klare Kante gegen rechts – Sozialabbau beenden, Klimakrise bekämpfen!“ Das Banner verdeckte dabei ein Porträt des Berliner CDU-Spitzenkandidaten und bisherigen Finanzsenators Stefan Evers. In einer vor Ort verteilten Erklärung kritisierten die Aktivist*innen die Klimapolitik der CDU-geführten Bundesregierung sowie aus ihrer Sicht fehlende Konzepte gegen den Aufstieg der AfD.
Zum Weiterlesen: Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel
3) Hitze schwächt Europas Wirtschaftsleistung
Die diesjährige Hitzewelle hat die europäische Wirtschaftsleistung nach Schätzungen der Allianz um 113 Milliarden Euro verringert, das entspricht europaweit knapp einem halben Prozent des erwarteten Bruttoinlandsprodukts. Deutschland liegt mit geschätzten Einbußen von 25 Milliarden Euro auf Platz zwei hinter Italien mit 28 Milliarden Euro, gefolgt von Frankreich mit 20 Milliarden Euro. Ursachen sind unter anderem sinkende Arbeitsproduktivität, längere Pausen und mehr Fehlzeiten bei großer Hitze. Für den erstmals berechneten „Climate Risk Tracker“ haben Volkswirt*innen und Fachleute von Allianz Trade und der deutschen Sachversicherung Wetter- und Schadendaten ausgewertet. Hinzu kommen direkte Schäden durch Unwetter und Überschwemmungen, die sich für Deutschland über die vergangenen fünf Jahre auf 50 Milliarden Euro summieren, im Schnitt doppelt so viel wie im Zeitraum 2000 bis 2019. Als Grund nennt Sachversicherungs-Chef Frank Sommerfeld die überdurchschnittliche Erwärmung Europas aufgrund seiner nördlichen Lage. Auch für 2027 sind die Fachleute skeptisch: Ein erneutes „El Niño“-Ereignis könnte die weltweite Wirtschaftsleistung um 392 Milliarden Euro senken, am stärksten betroffen wäre voraussichtlich China.
Zum Weiterlesen: Tagesschau, Spiegel
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