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Hallo zusammen,

heute endet die 26. Weltklimakonferenz. Am Mittwoch kursierte bereits der erste Entwurf der Abschlusserklärung in den Medien (Klimareporter). Auf welche Punkte sich die teilnehmenden Staaten schlussendlich einigen können, wird sich nun zeigen.

Hier kommen die Klimanews der Woche.

Viele Grüße

Jakob


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Klimanews der Woche

1) Klimaversprechen werden zunehmend ambitionierter

Die aktuellsten Klimaversprechen der Weltnationen lassen die 2-Grad-Grenze rechnerisch immer näher rücken. Vor dem aktuellen Klimagipfel gaben viele teilnehmenden Staaten neue Selbstverpflichtungen bekannt. Unter Berücksichtigung dieser neuen Ziele berechnete das Projekt Climate Action Tracker, dass die Erhitzung der Erde auf 2,0 bis 2,4 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden kann. Voraussetzung hierfür sei die vollständige Umsetzung der formulierten Ziele. Im Pariser Klimaschutzabkommen verpflichteten sich die meisten Staaten der Erde, die Erhitzung weit unter 2,0 Grad, besser unter 1,5 Grad zu halten. (Zeit, Spiegel)

Vielleicht sogar 1,8-Grad. Die Internationale Energie Agentur (IEA) verkündete sogar, dass mit den neuen Selbstverpflichtungen die Erhitzung auf 1,8 Grad begrenzt wernden könne. Hierbei wurden jedoch teils vage Fernziele bis zum Jahr 2050 mit berücksichtigt. Der Thinktank Climate Analytics mahnt daher zur Vorsicht bei der Interpretation der Studienergebnisse. (Climate Analytics)

2) Deutschland weigert sich, Verbrenner abzuschaffen

Über 20 Länder einigten sich auf das Enddatum 2040 für den Verkauf von Kraftfahrzeugen mit Verbrennermotor. Nicht so die deutsche Regierung. Gemeinsam mit dem Großteil der anderen großen Autonationen weigerte sich Deutschland, das Abkommen zu unterzeichnen. (taz, Zeit)

Das Abkommen. In der Vereinbarung ist die Rede von einem ab 2040 geltenden Verkaufsverbot von PKWs und leichten Nutzfahrzeugen mit Benzin oder Diesel. Für die „führenden Märkten” gelte außerdem das verschärfte Enddatum 2035. Zu den Unterzeichnerstaaten gehören Dänemark, Großbritannien, Israel, Kanada, Kroatien, Österreich und Polen. Zusätzlich verpflichteten sich auch sechs Autohersteller zu diesem Enddatum, darunter Mercedes-Benz, Ford, Volvo und General Motors.

Deutschland fehlt. Deutschland gehört nicht zu den Unterzeichnerstaaten. Begründet wird dies mit dem Fehlen der Ausnahme für sogenannte E-Fuels. Das sind Kraftstoffe, die aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Diese E-Fuels gelten jedoch wegen mangelnder Verfügbarkeit und Effizienz als nicht zielführend, um Emissionen im Verkehr zu reduzieren. Das bestätigt auch das Umweltministerium.

3) Größtes Kohlekraftwerk in Deutschland blockiert

Rund 40 Klimaaktivist*innen blockierten die Schienen zum größten deutschen Kohlekraftwerk, Neurath. Die Aktivist*innen ketteten sich an zwei Stellen der Gleise und stoppten so die Zulieferung von Braunkohle. (taz, Spiegel)

Forderung. Die Aktivist*innen kritisieren, dass trotz des beschlossenen Kohleausstiegs noch immer Dörfer abgerissen werden, um dort unterirdisch Kohle zu fördern. Das bedrohte Dorf Lützerath steht zudem symbolisch für die 1,5-Grad-Grenze. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte in einer Studie berechnet, dass der Stopp weiterer Kohleförderung und damit der Erhalt Lützeraths, entscheidend für das Einhalten der 1,5-Grad-Grenze sei.

Politik. Seitens der neuen Regierung in Nordrhein-Westfahlen gibt es Hoffnung für die Forderungen der Aktivist*innen. Anders als die ehemalige Regierung von Armin Laschet befürwortet die neue Landesregierung einen Kohleausstieg im Jahr 2030.


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