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1) Klimaschutzförderung: Deutschland erhöht Unterstützung für den Globalen Süden

Deutschland hat im letzten Jahr 6,3 Milliarden Euro an Klima-Hilfsgeldern für Entwicklungsländer bereitgestellt, wie das Bundesentwicklungsministerium bekannt gab. Diese Finanzierung dient Klimaschutzprojekten und der Anpassung an die Auswirkungen der Klimakrise. Damit hat Deutschland das Versprechen von Angela Merkel erfüllt, die jährliche Hilfe bis 2025 von 4 auf 6 Milliarden Euro zu erhöhen. Industrieländer wie Deutschland stehen aufgrund ihrer historischen Menge an Treibhausgasemissionen in der globalen Verantwortung für Klimafinanzierungen aufzukommen.

Die 6,3 Milliarden Euro sind bis jetzt nicht offiziell, da sie aus verschiedenen Ministerien stammen und einer Ressortabstimmung unterliegen. Große Änderungen sind aber nicht zu erwarten. Die Gelder stammten hauptsächlich aus dem Entwicklungsministerium sowie den Etats des Auswärtigen Amtes, des Wirtschaftsministeriums und des Umweltministeriums, wie Regierungskreise mitteilen. Etwa 44 Prozent (2,8 Milliarden Euro) waren für Klimaanpassungsprojekte vorgesehen, der Rest floss in den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle und Erdgas. Ein Teil der Gelder, die ursprünglich zur Bewältigung der Ernährungskrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine bereitgestellt wurden, wurde verwendet, um klimaangepasste Landwirtschaft in ärmeren Ländern zu fördern.

Zum Weiterlesen: Tagesschau, taz

2) Klimaaktivist*innen protestieren gegen Superreiche auf Sylt

Aktivist*innen auf Sylt protestierten gegen den schädlichen Luxusflugverkehr und besetzten den Flughafen. Sie versuchten einen Fahrradweg auf dem Rollfeld zu errichten und blockierten mit sogenannten Tripods den Eingangsbereich des Flughafenterminals. Der Flugbetrieb wurde unterbrochen und die Polizei nahm 17 Personen fest.

Die Hamburg-Sylt-Route zählt zu den meistbeflogenen Privatjet-Strecken. Eine Person, die mit dem Privatjet von Hamburg nach Sylt fliegt, verursacht rund 70 Mal mehr CO2 als ein*e Zugreisende*r. Privatjet-Verkäufe nehmen trotz Hitzerekorden und sich häufender Umweltkatastrophen weiter zu. Die Aktivist*innen forden, dass Privatjets und Luxusreisen drastisch eingeschränkt werden.

Zum Weiterlesen: taz, Spiegel

3) Sommer 2023: Warm und vom Klimawandel gezeichnet

Der diesjährige Sommer in Deutschland war erneut überdurchschnittlich warm, mit einer Durchschnittstemperatur von 18,6 Grad zwischen Juni und August 2,3 Grad höher als im Zeitraum 1961 bis 1990. Im Vergleich zur Periode von 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 1 Grad. Diese Daten basieren auf Messungen von über 2.000 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Seit 27 Jahren werden in Deutschland überdurchschnittlich warme Sommer gemessen, was den Klimawandel verdeutlicht. Der Sommer 2023 zeigte starke Schwankungen zwischen tropischer Hitze und herbstlicher Kühle. Es wurden Extremwerte von -0,7 Grad im Juni bis zu 38,8 Grad im Juli verzeichnet. In Bezug auf Niederschlag lag dieser Sommer rund 10 Prozent über dem Durchschnitt von 1961 bis 1990, mit bis zu 600 Litern pro Quadratmeter von Juni bis August im Alpengebiet.

Zum Weiterlesen: Zeit, taz

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