Klimahochdrei Abonnieren Über mich Archiv Impressum

Was ist Klimahochdrei? Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews der letzten Woche. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Themen rund um den Klimawandel. Du kannst ihn kostenlos abonnieren.

Hallo zusammen,

diese Woche ist wieder einmal mehr passiert, als in diesen Newsletter passt. Deshalb zwei Ereignisse, die ich zusätzlich erwähnenswert finde, hier vorweg als Ergänzung zu den drei wöchentlichen Klimanews:

  • Großbritannien kündigte an, seine Emissionen bis 2030 um 68 Prozent zu senken. (taz)
  • Dänemark will 2050 aufhören, Öl- und Gas zu fördern. (Spiegel)

Ein kleines Update zu den Klimakarten, die ich in der letzten Ausgabe beworben habe: Mittlerweile sind alle 280 Karten verkauft! Vielen Dank an alle, die eine oder mehrere Karten gekauft und das Projekt weiterempfohlen haben.

Viele Grüße

Jakob


Unterstützen

Klimahochdrei lebt von eurer Unterstützung. Bereits 32 von 837 Menschen unterstützen den Newsletter regelmäßig. Vielen Dank dafür! Hier geht’s zum freiwilligen Bezahlabo. Alternativ sind auch einzelne Spenden via PayPal möglich.

→ Unterstützer*innen mit Bezahlabo erhalten als Bonus eine monatliche Zusammenfassung der Klimageschehnisse.


Klimanews der Woche

1) Klimaschutz-Index: Schweden ist Vorreiter

Schweden ist Vorreiter beim Vermeiden von CO2-Emissionen und Voranbringen der Energiewende. Deutschland hingegen belegt nur Platz 19. Das besagt der aktuelle Klimaschutz-Index der Organisation Germanwatch. Die ersten drei Plätze im Ranking sind traditionell nicht belegt, da sich kein Land ausreichend für die Begrenzung der Erderwärmung engagiere, so Germanwatch. Ab Platz vier sind die Top-Länder in absteigender Reihenfolge: Schweden, UK, Dänemark, Marokko und Norwegen. Den letzten Platz belegt die USA . Das Ranking umfasst die 57 Länder mit den meisten CO2-Emissionen. (Klimareporter, Spiegel)

Optimistische Erkenntnisse des Rankings:

  • Bei 38 Ländern stammt mehr als zehn Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen.
  • Bei 32 Ländern (also mehr als die Hälfte) sanken 2019 die Emissionen.
  • Die EU stieg im Ranking um sechs Plätze auf.

Probleme in Deutschland. Die Bundesrepublik erreicht nur die Bewertung „mittelmäßig”. Laut den Autor*innen sind folgende Gründe ausschlaggebend:

  • der stockende Ausbau der erneuerbaren Energien,
  • der späte Kohleausstieg,
  • eine zu langsame Verkehrswende,
  • ein zu geringer CO2-Preis ab Januar 2021.

2) Anzahl der Todesfälle durch Hitze in Deutschland besonders hoch

In den Jahren 2014 bis 2018 sind in Deutschland im Schnitt 12.080 Menschen gestorben. Noch wenige Jahre zuvor, 2000 bis 2004, waren es im Schnitt nur 3640. Das sind Ergebnisse von Modellrechnungen im Rahmen einer großen Forschungskooperation, veröffentlicht in der Studie Lancet Countdown. Hauptgründe für diese Entwicklung sind, so die Studienauto*innen, die Zunahme der Hitzetage pro Jahr und das steigende Alter der Bevölkerung. (Tagesschau, Deutschlandfunk)

Deutschland im internationalen Vergleich. Für das Jahr 2018 errechneten Wissenschaftler*innen rund 20.200 Todesfälle bei über 65-jährigen Personen im direkten Zusammenhang mit Hitze. Deutschland ist damit weit vorne im weltweiten Vergleich. Nur in Indien und China gab es 2018 mehr Hitzetote. Beide Länder haben jedoch eine deutlich höhere Bevölkerung als Deutschland. Pro Kopf ist die Sterberate dort deshalb geringer.

Weitere gesundheitliche Risiken. Hitzewellen gelten als eine der größten Gesundheitsrisiken, die aus der Klimakrise resultieren. Weitere Risiken sind, laut der Studie, der Schadstoffausstoß durch Kohlekraftwerke, Waldbrände und die ansteigende Verbreitung von Infektionskrankheiten wie Dengue-Fieber oder Malaria.

3) Die Polizei räumt den Dannenröder Wald

Die letzten Camps und Baumhäuser der Proteste im Dannenröder Wald wurden von der Polizei geräumt. Über ein Jahr hielten die Aktivist*innen den Wald besetzt, durch den die hessische Regierung einen neuen Abschnitt der Autobahn A49 bauen will. Die Aktivst*innen kündigten an, ihren Protest gegen den Autobahnausbau trotzdem fortsetzen zu wollen. Sie argumentieren, dass der Neubau von Autobahnen in Zeiten der Klimakrise nicht mehr zeitgemäß sei. Laut Organisation Ende Gelände kamen am Wochenende zuletzt 800 Menschen zusammen, um die Baustelle zu besetzen. (taz, Hessenschau)


Diese Website verwendet Matomo, um den Datenverkehr zu analysieren und mir zu helfen, Deine Benutzererfahrung zu verbessern. Ich verarbeiten Deine anonymisierte IP-Adresse und Cookies werden 13 Monate lang in Deinem Browser gespeichert. Diese Daten werden nur von mir und meiner Webhosting-Plattform verarbeitet. Bitte lese meine Datenschutzerklärung, um mehr zu erfahren.
oder