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Was ist Klimahochdrei? Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews der letzten Woche. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Themen rund um den Klimawandel. Du kannst ihn kostenlos abonnieren.

Hallo zusammen,

zwei Drittel der Menschen sehen die Klimakrise als „globalen Notfall”. Das ergibt eine internationale Umfrage des UN-Entwicklungsprogramms in Zusammenarbeit mit der britischen Oxford-University. Insgesamt wurden 1,2 Millionen Menschen aus 50 Ländern befragt. Zu den Top drei der möglichen Lösungen bezogen sie Stellung: Schutz von Land und Wäldern, Reduktion von Essensabfällen und Einsatz erneuerbarer Energien (Spiegel). Ich bin positiv überrascht, dass so viele Menschen von der Wichtigkeit der Klimakrise überzeugt sind.

Weiter geht es hier mit den Klimanews der Woche.

Viele Grüße

Jakob


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Klimanews der Woche

1) Gipfel zur Anpassung an die globale Erderhitzung

Über Anpassung an die globale Erderhitzung sprachen Staatchef*innen auf einem virtuellen Klimagipfel. Teilnehmer*innen waren neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Großbritanniens Premier Boris Johnson auch der neue US-Klimabeauftragte John Kerry. Die USA seien „stolz, wieder dabei zu sein”, so Kerry. (Klimareporter, Zeit)

Klimafinanzierung. Thema war unter anderem die Klimafinanzierung: Gelder für CO2-Einsparung und Anpassung. Diese stellen die Industrieländer den ärmeren Entwicklungsländern zur Verfügung. Im Pariser Klimaabkommen sind hierfür jährlich 100 Milliarden Dollar vorgesehen. Dieses Ziel wurde bisher jedoch nicht erreicht. Konkrete Ergebnisse brachte der Gipfel vor allem von zwei Seiten:

  • John Kerry bestätigte die unter Präsident Obama gegeben Zusage der USA, drei Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen. Zwei Milliarden Dollar stehen noch aus, da Präsident Trump alle Zahlungen gestoppt hatte.
  • Angela Merkel erhöhte Deutschlands Unterstützung um 220 Millionen Euro.

Laut Sabine Minninger von der evangelischen Hilfsorganisation Brot für die Welt seien die Gelder allerdings weiterhin unzureichend. Besonders im Hinblick darauf, dass die Anpassungskosten sehr wahrscheinlich in Zukunft weiter anstiegen.

2) Klima-Risiko-Index: Entwicklungsländer besonders betroffen

Keine einzige Industrienation ist unter den Top-10 der am meisten von der Klimakrise betroffenen Ländern. Das zeigt der Klima-Risiko-Index der Nichtregierungsorganisation Germanwatch. Am dramtatischsten seien Entwicklungsländer betroffen. Der Index spiegelt das Risiko der Klimakrise für einzelne Länder in den Jahren von 2000 bis 2019 wider. Die Liste der Todesopfer bedingt durch extreme Wetterereignisse (Hitzewellen, Hurrikan, etc.) pro Land wird angeführt von:

  1. Puerto Rico,
  2. Myanmar,
  3. Haiti.

Weltweit starben mehr als 480.000 Menschen an Wetterextremen. Deutschland sei ebenfalls stark betroffen, belege Platz 18 und habe 10.700 Todesopfer zu beklagen. Hauptursache für die Opfer in Deutschland seien Hitzewellen. (Spiegel, taz)

Extremwetter als Folge der Klimakrise. Die globale Erhitzung macht Wetterextreme wahrscheinlicher. Die Klimakrise als Ursache eines konkreten Wetterereignisses zu erklären, ist schwierig zu begründen. Hier haben neue Studien der sogenannten Attributionsforschung große Fortschritte gebracht. Die Hitzewelle in Westeuropa im Juli 2019 ist speziell in Deutschland etwa zu 66 bis 90 Prozent auf den Klimawandel zurückzuführen. (Tagesschau)

3) Petition zum Bürger*innenrat im Bundestag

Die Initiative „Klima-Mitbestimmung jetzt” fordert in ihrer Petition einen bundesweiten Bürger*innenrat zur Klimapolitik. Diese Idee stellte sie dem Petitionsausschuss des Bundestags vor. Fast 70.000 Unterstützer*innen unterzeichneten die Petition. Sie zählt damit zu den 20 erfolgreichsten elektronischen Petitionen. (taz, Energiezukunft)

Bürger*innenrat. Für den Rat werden 150 Bürger*innen per Losverfahren ausgewählt. Hierfür bedarf es der Einhaltung von Quoten wie etwa Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund und Wohnort. Die Bürger*innen erhalten dann Informationen zur Klimakrise von Expert*innen, diskutieren darüber und sprechen Handlungsempfehlungen aus. Anschließend überreichen sie diese dem Bundestag. In Frankreich beispielsweise wurde diese Vorgehensweise bereits angewandt.

Reaktion des Petitionsausschusses. Fraktionsvertreter*innen von SPD, FDP, Grünen und Linken begrüßten den Vorschlag. Da die Empfehlungen nicht bindend seien, gebe es verfassungsrechtlich auch keine Bedenken. Die Reaktion der Bürger*innen , wenn die Empfehlungen nicht oder nur teilweise umgesetzt würden, sei aber unklar. Der Ausschuss berät nun, ob dem Bundestag die Zustimmung empfohlen wird.


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