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1) IPCC-Bericht: Beispiellose Klimagefahren machen sofortiges Handeln nötig

Der Weltklimarat (IPCC) veröffentlichte einen neuen Bericht. Dieser enthält das aktuellste Wissen zur Klimakrise. Einen solchen Bericht erstellen Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt alle sechs Jahre. Dafür werten sie die wichtigsten Klimastudien aus. (Spiegel, Zeit)

Die Botschaft. Der aktuelle Bericht bestätigt und konkretisiert die Gefahren, die von der Klimakrise ausgehen. Wir Menschen haben es, dem Bericht nach, in der Hand, unsere Zukunft zu gestalten und entsprechend auf die Krise zu reagieren. Das Pariser 1,5-Grad-Limit einzuhalten, werde schwierig, sei aber noch möglich. Die Botschaft der Forscher*innen: Nur mit konsequentem Klimaschutz ist es möglich eine lebenswerte Erde zu erhalten. Eine sofortige Reduktion der Emissionen ist essenziell. „Wir sollten nicht glauben, dass es zu spät ist”, so die IPCC-Leitautorin Astrid Kiendler-Scharr im Spiegel. „Im Gegenteil: Jedes Zehntelgrad zählt”.

Schneller Klimaschutz. Besonderes Potenzial für schnellen Klimaschutz stecke in der Reduktion kurzlebiger Treibhausgase wie Methan, so der IPCC-Bericht. Das Treibhausgas CO2 bleibe sehr lange in der Atmosphäre erhalten. Daraus folgt, dass sich das heutige Vermeiden von CO2-Emissionen erst in etwa 20 Jahren positiv auf das Klima auswirkt. Die Reduktion Methan hingegen, wirke schneller. Das liegt daran, dass Methan viel kürzer in der Atmosphäre bleibt und gleichzeitig deutlich stärker als CO2 zur Erderhitzung beiträgt. Besonders viel Methan entsteht bei der Förderung und dem Transport von Erdgas. Aber auch in der Landwirtschaft fällt das Gas an. Die Vermeidung von Methan-Emissionen könnte, zusätzlich zur Reduktion von CO2-Emissionen, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

2) Neue Studie zur Stabilität des Golfstroms

Eine wichtige Atlantikströmung, zu der auch der Golfstrom gehört, hat möglicherweise an Stabilität verloren. Neue Hinweise, dass ein Zusammenbruch der Strömung droht, fand eine aktuelle Studie. Wann dies eintreten könnte, bleibt unklar und benötigt weitere Berechnungen. Entscheidend sei, „dass wir – früher und deutlicher als erwartet – klare Anzeichen für Stabilitätsverlust sehen”, so Studienautor Niklas Boers. Diese stünden in eindeutiger Verbindung mit dem menschengemachten Klimawandel. (Spiegel, taz)

Warum das wichtig ist. Die sogenannte Atlantische Umwälzströmung (AMOC) transportiert warme Wassermassen aus den Tropen an der Meeresoberfläche nach Norden und kaltes Wasser am Meeresboden nach Süden, was für die relativ milden Temperaturen in Europa von großer Bedeutung ist. Ein möglicher Zusammenbruch könnte daher schwerwiegende Folgen für das europäische Klima haben.

Was neu ist. Vorangegangene Untersuchungen zeigten bereits, dass die Atlantikströmung so schwach ist, wie nie zuvor in den vergangenen tausend Jahren. Unklar war allerdings, ob dies bereits für einen möglichen Zusammenbruch der Strömung ausreiche. Entscheidend sei der Unterschied, ob sich nur der mittleren Zirkulationszustand ändere oder es sich tatsächlich um einen Verlust an der dynamischen Stabilität handele, so Boers. Letzteres bedeute, dass die Strömung sich der kritischen Schwelle eines Zusammenbruchs nähere. Genau dafür liefere die neue Studie Hinweise.

Die Studie. In ihrer Arbeit untersuchten die Wissenschaftler*innen sogenannte Fingerabdrücke in den Temperatur- und Salzgehaltsmustern der Meeresoberfläche des Atlantischen Ozeans. Diese werden durch die Strömung beeinflusst und lassen Rückschlüsse auf ihre Stabilität zu. Langfristige Beobachtungsdaten über die Stromstärke der AMOC gebe es leider nicht.

3) Fridays for Future: Großdemonstration in Frankfurt (Main)

Fridays for Future hat eine Großdemonstration im Frankfurter Bankenviertel angekündigt. Sie wird am Freitag, an dem diese Ausgabe erscheint, stattfinden. Es handelt sich um die erste große Zentralveranstaltung seit Beginn der Corona-Pandemie. Auch Greenpeace, Seebrücke, die ver.di-Jugend und weiter Gruppen wollen sich beteiligen. (Frankfurter Rundschau, taz)

Thema und Aktionen. Unter dem Motto „Our future is not for sale” richten sich die Proteste gegen die Finanzbranche. Die Aktivist*innen kritisieren, dass diese immer noch Milliarden in fossile Energien investieren. Es seien Sternmärsche und eine zentrale Kundgebung geplant. Aktionen des zivilen Ungehorsams werde es auch geben: „Fridays for Future wird in Frankfurt am Main mit großen und bunten Aktionen den normalen Ablauf im Bankenviertel stören”, so die Aktivist*innen.

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