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Klimanews der Woche

1) Indien steht vor einer „Solarrevolution”

Indien steht eine „Solarrevolution” bevor, prognostiziert die Internationalen Energieagentur (IEA). Heute stammen nur knapp vier Prozent des Stroms aus Solarkraftwerken. Bis 2040 rechnet die IEA mit einem großen Zuwachs, da Solarstrom günstiger als Kohlestrom sei. Neuen Solarkraftwerke ersetzen vorerst keine alten Kohlekraftwerke. Sie seien eine Ergänzung für die Stromproduktion, um den wachsenden Strombedarf zu decken. Deshalb bringe die „Solarrevolution” nicht automatisch eine Senkung von CO2-Emissionen mit sich. Weltweit zählt Indien zu den Ländern mit den höchsten Emissionen. (Klimareporter, CarbonBrief)

Szenarien. Die IEA untersuchte in ihrem Bericht verschiedene Zukunftsszenarien. Im Szenario ausgehend von der bestehenden Politik und ohne eine klimapolitische Kursänderung prognostiziert die IEA:

  • Einen Anstieg des Anteils von Solarstrom im Energiemix von knapp vier auf 30 Prozent bis 2040.
  • Einen Anstieg der landesweiten CO2-Emissionen um 50 Prozent aufgrund wachsender Nachfrage an Öl.

Die zusätzlichen Emissionen können verhindert werden. In einem Szenario mit gleichbleibendem ökonomischen Wachstum und verstärkter Investition in „sauberere Energie” rechnete die IEA mit:

  • Einem Anstieg des Anteils von Solarstrom im Energiemix auf knapp 40 Prozent bis 2040.
  • Dem Erreichen der CO2-Neutralität bis Mitte der 2060er Jahre.

2) Heizen mit Holz schützt das Klima nicht

Das Verbrennen von Holz gefährde Klima- und Artenschutzziele. Das schreiben mehr als 500 Wissenschaftler*innen in ihrem offenen Brief an die USA, die EU, Japan und Südkorea. Sie fordern die Regierungen auf, das Verbrennen von Biomasse nicht länger als klimafreundlich einzustufen und Subventionen und andere Anreize abzuschaffen. (Klimareporter, Handelsblatt)

Hintergrund. Das Verbrennen von Holz gilt häufig als klimaneutral. Es wird argumentiert, dass neu gepflanzte Bäume das CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen, welches beim Verbrennen entsteht. Demnach werde kein zusätzliches Treibhausgas produziert. „Das Nachwachsen braucht aber Zeit, die die Welt nicht hat, um den Klimawandel zu bekämpfen”, argumentieren die Forscher*innen. Hinzu komme, dass das Verbrennen von Biomasse etwa zwei- bis dreimal mehr CO2 emittiert, als die gleiche Wärme durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen erzeugt würde.

3) Stromausfall in Texas: Sündenbock ist die Energiewende

Winterstürme verursachten in den USA ein großes Winterchaos. Besonders betroffen ist Texas im Süden des Landes. Der erhöhte Stromverbrauch beim Heizen zusammen mit den extremen Wetterverhältnissen zwang das texanische Stromnetz in die Knie und verursachte einen Stromausfall. Dem folgte eine aufgeheizte Debatte, über die Verantwortlichen. Der republikanische Gouverneur von Texas, Gregory Abbott, war einer von vielen, der die Energiewende für die Stromunterversorgung für verantwortlich erachtet. Der Ausfall zeige, so Abbott, dass Texas, so wie auch andere Staaten, fossile Energien benötige. Tatsächlich froren während des Sturms Windräder ein. Windkraft macht hier aber nur rund sieben Prozent des gesamten Strombedarfs aus. Eingefrorene Gasleitungen verursachten den größten Teil des Ausfalls. Auch Kohle- und Atomkraftwerke hatten Probleme aufgrund der Temperaturen. Die Energiewende als Ursache darzustellen ist demnach falsch. Tatsächlich beschleunigt die Nutzung von fossilen Energiequellen den Klimawandel. Dies wiederum, sorgt für die Häufung von extremen Wetterereignisse. So wird das Stromnetz auch in Zukunft immer öfter auf die Probe gestellt. Ob der Klimawandel mitverantwortlich für die extremen Winterstürme der letzten Woche war, wird derzeit noch untersucht. (taz, NewsYorkTimes)

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