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Hallo zusammen,

Autos, die dank Benzin oder Diesel fahren und CO2 ausstoßen, werden zukünftig nur noch im Museum zu sehen sein. Bis dahin ist es zwar noch ein längerer Weg, das Ende scheint jedoch absehbar. Spanien verkündete, Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2040 nicht mehr zuzulassen. Zahlreichen andere europäischen Ländern haben ähnliche Ziele. Die Internationale Energieagentur fordert sogar ein weltweites Verbot solcher Neuwagen ab 2035. Nur in Deutschland fehlt es noch am politischen Willen für ein solches Ausstiegsdatum.

In Deutschland hingegen gibt es eine Abwrackprämie für LKWs. Was es damit auf sich hat, seht ihr in der fünften von sechs Folgen KLIMA° vor acht.

Hier kommen die Klimanews der Woche.

Viele Grüße

Jakob


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Klimanews der Woche

1) Roadmap zur weltweit klimaneutralen Energieversorgung

Die Internationale Energieagentur (IEA) veröffentlichte einen Bericht „NetZero by 2050” über die Transformation des globalen Energiesektors hin zur Klimaneutralität im Jahr 2050. Darin fordert sie überraschend einen sofortigen Stopp von Investitionen in den Bau von Kohlekraftwerken, sowie in die Erschließung neuer Erdöl- und Erdgasfelder. Noch vor wenigen Jahren befürwortete sie solche Investitionen. Der Klimareporter nennt diesen Kurswechsel „symbolträchtig”. (Klimareporter, taz)

IEA-Bericht. Die IEA kritisiert, dass bisherige Klimaschutzzusagen der Regierungen bei weitem nicht ausreichen. Folgende Maßnahmen seien nötig, um die Klimaziele zu erreichen:

  • Ab sofort keine neuen Kohlekraftwerke ohne CO2-Abscheidung.
  • Ab 2025 kein Neubau fossiler Heizungen in Gebäuden.
  • Ab 2030 Kohleausstieg der Industrieländer und neue Gebäude nur noch mit fossilfreien Heizungen.
  • Ab 2035 weltweit keine neuen Autos mehr mit Verbrennungsmotoren.
  • Bis 2050 fast 90 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, der Rest käme größtenteils aus der Kernenergie.

Im Zuge dessen sieht die IEA einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energiequellen vor. Bis 2030 müssten weltweit jedes Jahr viermal so viel Photovoltaik- und Windkraftanlagen gebaut werden, wie es im Rekordjahr 2020 der Fall war. Bei der Photovoltaik entspricht dies laut IEA pro Tag in etwa der Installation des derzeit größten Solarparks der Welt.

2) Spanien beschließt Verbot für Benzin- und Diesel-Fahrzeuge

Spaniens Parlament verabschiedete ein neues Klimaschutzgesetz. Damit verpflichtet sich das Land bis 2030, die eigenen Treibhausgasemissionen um 23 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken; im Jahr 2050 soll Klimaneutralität erreicht werden. Durch folgende Maßnahmen will die Regierung die neuen Ziele erreichen:

  • Bis 2030 eine Steigerung des Anteils an erneuerbarer Energie auf 74 Prozent der gesamten Energieproduktion.
  • Ab 2040 ein Verkaufsverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.
  • Ab 2050 ein generelles Fahrverbot für Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

Europäischer Vergleich. Die spanischen Klimaziele liegen deutlich hinter dem EU-Ziel, die Emissionen bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Spaniens Herausforderung besteht darin, dass die nationalen Emissionen erst seit 2007 sinken und heute etwa das Niveau von 1990 erreicht haben. Deutschlands Emissionen beispielsweise fallen hingegen schon seit den 1980ern. Spanien hat daher massiven Nachholbedarf. Auch Umweltministerin Teresa Ribera hält das Gesetz für verspätet, es „hätte schon vor zehn Jahren eingeführt werden müssen”. (Spiegel, ClimateHomeNews)

3) Vorkehrungen gegen Trinkwasserknappheit in Deutschland

Armin Schuster, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), warnt vor Trinkwasserknappheit in Deutschland, aufgrund des Klimawandels. Einige wenige Gemeinden waren bereits letztes Jahr davon betroffen. Das BBK stellt ein Förderprogramm mit knapp 60 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld sei für die Sanierung von Trinkwassernotbrunnen, für Verbundleitungen und die Notstromversorgung der Wasserversorger gedacht. Sowohl die Bürger*innen als auch die Kommunen seien zur Vorsorge aufgerufen und sollten sich darauf einstellen, dass in Zukunft Trinkwasserknappheit häufiger ein Problem werde. Armin Schuster ergänzt außerdem, „die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden und extremen Wetterwechseln” sei ähnlich groß wie das Risiko der Wasserknappheit. (Spiegel, Zeit)


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