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1) Klimawandel macht Hitzewelle in Südamerika wahrscheinlicher

Eine Analyse der Forschungsinitiative „World Weather Attribution” zeigt, dass die aktuelle Hitzewelle in Südamerika durch den menschengemachten Klimawandel 100 Mal wahrscheinlicher geworden ist. Zudem hat der Klimawandel die Temperaturen während der Hitzewelle um 1,4 bis 4,3 Grad Celsius erhöht. Die Forscher*innen warnen vor einer zunehmenden Häufigkeit solcher Hitzewellen, wenn keine Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen ergriffen werden. Unter den derzeitigen klimatischen Bedingungen ist mit einer vergleichbaren Hitzewelle etwa alle 30 Jahre zu rechnen. Schon jetzt hat die Hitzewelle tödliche Folgen für Menschen und Tiere in der Region. Expert*innen empfehlen der Politik Hitzepläne zu erstellen und umzusetzen, um Leben zu retten.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Tagesspiegel

2) Hoekstra und Šefčovič: Neue Gesichter in der europäischen Klimapolitik

Die neuen EU-Kommissare Wopke Hoekstra und Maroš Šefčovič wurden vom Europäischen Parlament bestätigt, um Frans Timmermans in der Klimapolitik zu ersetzen. Obwohl im Umweltausschuss Bedenken geäußert wurden, erhielten sie bei der Schlussabstimmung im Plenum die Mehrheit der Stimmen.

Gegenüber Hoekstra gab es Vorbehalte, ob er aufgrund seiner Vergangenheit beim Ölkonzern Shell über das nötige Verständnis für Klimapolitik verfüge. Šefčovič hingegen wurde seine Nähe zum designierten neuen linkspopulistischen slowakischen Premier Robert Fico vorgeworfen. Beide überzeugten ihre Kritiker*innen jedoch, indem sie schriftlich erklärten, die bestehende Klimapolitik fortzusetzen. Hoekstra, ehemaliger Außenminister der Niederlande, setzte sich für ein ehrgeizigeres Klimaziel ein, wonach die EU ihre CO2-Emissionen bis 2040 um mindestens 90 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren soll. Šefčovič kündigte zudem einen ambitionierten Zeitplan für den Rest seiner Amtszeit an, die im Herbst 2024 endet.

Zum Weiterlesen: taz, Euractiv

3) Industrieländer versprechen 9,3 Milliarden US-Dollar für den Grünen Klimafonds im Globalen Süden

Auf einer Geberkonferenz in Bonn haben die Industrieländer zugesagt, von 2024 bis 2027 insgesamt 9,3 Milliarden US-Dollar für den Grünen Klimafonds bereitzustellen, mit dem Länder des Globalen Südens Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel finanzieren sollen. Das ist weniger als ursprünglich erwartet und deutlich weniger als die zugesagten 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr für den Klimaschutz von 2020 bis 2025. Dennoch wächst mit den Zusagen der Industrieländer auch der Druck auf Länder wie China, sich stärker an der Klimahilfe zu beteiligen. Trotz hoher CO2-Emissionen gilt China immer noch als Entwicklungsland und zahlt keine Klimahilfen.

Deutschland. Die Bundesrepublik hat ihren Beitrag um ein Drittel auf 2 Milliarden Euro erhöht. „Deutschland hat seinen Anteil an der Klimafinanzierung erfüllt, und das fordern wir von allen Staaten, die es sich leisten können”, sagte Jennifer Morgan, Klimastaatssekretärin im Auswärtigen Amt. Entwicklungshilfeorganisationen wie Oxfam fordern dagegen insgesamt mindestens acht Milliarden Euro pro Jahr.

Zum Weiterlesen: taz, Tagesschau

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