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1) Hitze kostet Deutschland jeden Tag hunderte Millionen Euro

Die Klimakrise belastet nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die Wirtschaft massiv. Laut einer neuen Analyse der Prognos AG im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales verursacht jeder einzelne Hitzetag (≥ 30°C) Kosten von 431 Millionen Euro. Rund 97 Prozent davon entstehen durch sinkende Produktivität. Bereits ab etwa 25 Grad arbeiten viele Menschen langsamer und weniger effizient. Hinzu kommen Arbeitsausfälle, mehr Unfälle und rund 76.500 zusätzliche Krankheitstage pro Hitzetag. Waren es laut Deutschem Wetterdienst 1960 bis 1990 noch 4,2 Hitzetage pro Jahr, so stieg der Wert 1991 bis 2020 auf 8,9 an. Für 2031 bis 2060 werden mit 5 bis 10 zusätzlichen Hitzetagen gerechnet. Pro Grad Erwärmung nehme die Produktivität ab 30°C um 2 bis 3% ab. Im Mai hatte bereits eineAnalyse der Allianz Trade vor Verlusten von 112,5 Milliarden Euro bis 2030 für die deutsche Wirtschaft gewarnt.

Zum Weiterlesen: Frankfurter Rundschau, t-online, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, tagesschau, taz

2) Ohne Klimawandel wäre diese Hitzewelle praktisch unmöglich

Warum ist die aktuelle Hitzewelle so extrem? Eine neue Analyse der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution liefert eine klare Antwort: Der menschengemachte Klimawandel ist dafür verantwortlich.

Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass eine vergleichbare Hitzewelle Ende Juni vor rund 50 Jahren praktisch unmöglich gewesen wäre. Untersucht wurden 854 Städte aus 30 europäischen Ländern. Die Tagestemperaturen wären im Jahr 1976 etwa 3,5 Grad niedriger, die Nächte sogar 2,4 Grad kühler gewesen. Besonders gefährlich sind gerade diese warmen Nächte, weil sich der Körper kaum noch erholen kann.

Friederike Otto beschreibt es so: „Ja, das ist der Klimawandel; ja, wir sind die Ursache; nein, es liegt nicht an El Niño; ja, wir haben die Lösungen; nein, wir setzen sie nicht schnell genug um.”

Zum Weiterlesen: ZDFheute, taz, tagesschau

3) Batteriespeicher boomen wie nie zuvor

In Deutschland wurden von Januar bis Mai 3,4 GWh und damit 70 Prozent mehr Batteriespeicher installiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein GWh entspricht etwa dem täglichen Haushaltsstromverbrauch von 300.000 Menschen in Deutschland. Besonders stark wächst der Ausbau großer Batteriespeicher. Ihre Kapazität hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar vervierfacht.

Diese Speicher gelten als eines der wichtigsten Puzzleteile der Energiewende. Sie speichern überschüssigen Strom aus Wind und Sonne und geben ihn wieder ab, wenn gerade wenig erneuerbare Energie erzeugt wird. Dadurch werden Stromnetze stabiler und neue Solar- und Windparks wirtschaftlicher.

Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt allerdings, dass der Boom durch langsame Netzanschlüsse und Bürokratie ausgebremst werden könnte. Der aktuelle politische Kurs gefährde tausende Jobs in der Erneuerbaren Branche.

Zum Weiterlesen: BR, Zeit, Bundesverband Solarwirtschaft, Zeit

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