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Hallo zusammen,

der Physik-Nobelpreis geht in diesem Jahr unter anderem an den Meteorologen Klaus Hasselmann. Ausgezeichnet wird er für seine Arbeit zur Klimakrise. Hasselmann entwickelte physikalischen Modelle für eine Vorhersage der Erderwärmung. Er wies nach, dass die globale Erderwärmung menschengemacht ist.

Hier geht es weiter mit den Klimanews der Woche.

Viele Grüße

Jakob


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Klimanews der Woche

1) Großbritannien steigt aus Erdgas aus

Der britische Regierungschef Boris Johnson kündigte an, bis 2035 sowohl aus Kohle als auch aus Erdgas auszusteigen. Damit will er den Klimaschutz vorantreiben, aber auch das Land unabhängiger von Energieimporten machen. Auf Länder wie Deutschland erhöht diese Ankündigung den Druck, ebenfalls ihre Ambitionen voran zu treiben. (Klimareporter, ClimateChangeNews)

Großbritanniens Klimaziel. Das Klimaziel des vereinigten Königreichs sieht vor, den gesamten CO2-Ausstoß bis 2030 um 68 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dabei setzt die britische Regierung, neben erneuerbaren Energien, auch auf Atomkraftwerke und CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS: dauerhafte Einlagerung in unterirdische Lagerstätten).

2) Internationaler Bürger*innenrat gestartet

Letzte Woche stellte sich der erste weltweite Bürger*innenrat zur Klimakrise „Global Assembly” vor. Der Rat besteht aus 100 international ausgelosten Teilnehmenden, die über Lösungen zur Klimakrise diskutieren. Die Teilnehmenden wurden so ausgelost, dass sie möglichst repräsentativ die Weltbevölkerung abbilden. Initiiert wurde der Rat von einer Gruppe aus Organisationen und Wissenschaftler*innen. Die Vereinten Nationen unterstützen das Projekt. Schon bei der UN-Klimakonferenz im November will der Rat seine ersten Vorschläge präsentieren. (taz, Klimareporter)

Nationale Räte. In Finnland, Großbritannien, Frankreich und auch Deutschland gibt es nationale Bürger*innenräte zur Klimakrise. Sie erarbeiteten Maßnahmen für ihre jeweiligen Regierungen. Diese stellen jedoch keine Verpflichtung dar. In Großbritannien übernahmen mehrere Kommunen die Forderungen des Rates. Die französische Regierung hingegen, berücksichtigte die meisten Vorschläge nicht.

3) Anlage für CO2-neutrales Kerosin geht in Betrieb

In Niedersachsen nahm eine Anlage zur CO2-neutralen Produktion des Flugzeugtreibstoffs Kerosin den Betrieb auf. Diese stellt weltweit erstmals im industriellen Maßstab synthetisches Kerosin her. Die gemeinnützige Klimaschutzorganisation Atmosfair betreibt das Werk. (Zeit, NDR)

Das Verfahren. Die Produktionsstätte stellt Kerosin aus Wasser, erneuerbarem Strom von Windrädern, und dem Treibhausgas CO2 her. Letzteres gewinnen die Betreiber*innen aus Lebensmittelresten einer Biogasanlage sowie der Umgebungsluft. Pro Tag produziert die Anlage eine Tonne Kerosin. Zum Vergleich: ein Airbus A 350 verbraucht fünf Tonnen Kerosin pro Flugstunde.

Klimaneutrales Fliegen. Das produzierte Kerosin ist CO2-neutral, es wird beim Verbrennen ausschließlich das bei der Produktion verarbeitete CO2 emittiert. Klimaneutral fliegt eine Maschine mit diesem Treibstoff allerdings nicht. Zwei Drittel des Klimaschadens durch einen Flug entstehen durch Kondensstreifen in großer Höhe und nicht durch das emittierte CO2.


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