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1) Extreme Dürre in Westasien: Klimawandel als Haupttreiber

Iran und weitere Teile Westasiens erleben derzeit die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten. Laut einer Analyse der Initiative World Weather Attribution (WWA) wäre eine fünfjährige Trockenperiode dieser Länge und Intensität ohne die vom Menschen verursachte Erwärmung extrem unwahrscheinlich und deutlich weniger heftig ausgefallen. Strukturelle Probleme wie überlastete Wasserbewirtschaftung und übernutzte Flächen verstärken die Lage zusätzlich.

Die Folgen sind weitreichend: In Teheran sinkt der Boden stellenweise um bis zu 30 Zentimeter pro Jahr, und Irans Präsident Masoud Pezeshkian hält einen Umzug der fast neun Millionen Einwohner*innen zählenden Hauptstadt für unvermeidlich. Forschende warnen, dass solche Dürreepisoden zur neuen Normalität werden und die Risiken für Menschen, Ernten und Gesundheit weiter steigen.

Parallel setzt Iran zunehmend auf Notmaßnahmen wie Cloud-Seeding: Per Flugzeug versprüht das Land Salz in Wolken, um Regen zu erzeugen. Hintergrund ist ein historisch trockener Herbst mit 89 Prozent weniger Niederschlag als üblich und weitreichender Wasserknappheit im gesamten Land.

Zum Weiterlesen: Spiegel1, Spiegel2, taz1, taz2

2) COP30 endet ohne Fahrplan zum Fossilausstieg

Die Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém endete mit einem Minimalkompromiss: Die mehr als 190 Staaten konnten sich nicht auf einen verbindlichen Fahrplan für den weltweiten Ausstieg aus fossilen Energien einigen. Dies war ein zentraler Punkt, den insbesondere die EU gefordert hatte. Die Schlussplenar­diskussion wurde wegen Protesten, unter anderem durch kolumbianische Aktivist*innen, unterbrochen.

Die Abschlusserklärung betont zwar die Notwendigkeit deutlicher Emissionsreduktionen und enthält die Zusage, die Finanzhilfen für Anpassung an Klimafolgen in Entwicklungsländern bis 2035 zu verdreifachen. Ein konkreter Ausstiegsplan fehlt jedoch. Trotz Enttäuschung bezeichnete Bundesumweltminister Carsten Schneider das Ergebnis als „Zwischenschritt”, da eine starke Koalition von Ölstaaten ambitioniertere Formulierungen blockierte.

Da Beschlüsse nach dem Konsensprinzip gefasst werden müssen, konnten insbesondere Saudi-Arabien und Russland weitreichendere Entscheidungen verhindern. Brasilien kündigte im Anschluss an die Konferenz an, eine freiwillige Roadmap für den Ausstieg aus fossilen Energien sowie zur Bekämpfung der Entwaldung zu erarbeiten.

Zum Weiterlesen: taz, Spiegel, Zeit

3) Klimaschutz-Index 2025: Fortschritte, aber zu langsam

Der neue Klimaschutz-Index von Germanwatch und dem NewClimate Institute zeigt leichte Fortschritte, aber weiterhin zu geringe Ambitionen im globalen Klimaschutz. Dänemark bleibt klarer Vorreiter und belegt dank konsequentem Ausbau erneuerbarer Energien, neuer Offshore-Wind-Genehmigungen und einer weltweit einmaligen Landwirtschafts-CO2-Steuer Platz vier. Die ersten drei Ränge bleiben unbesetzt, da kein Land ausreichend handelt.

Deutschland fällt um sechs Plätze zurück und landet auf Rang 22. Ausschlaggebend sind politische Entscheidungen wie geplante Gaskraftwerke, eine abgeschwächte Gebäudesanierung und die Senkung der Ticketsteuer ab 2026. Schritte, die Fachleute als klimapolitisch widersprüchlich bewerten. Auch die EU zeigt ein uneinheitliches Bild und agiert insgesamt zu langsam.

Zum Weiterlesen: Tagesschau, Deutschlandfunk

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