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1) Expert*innenrat: Klimaziele 2030 für Deutschland nicht erreichbar

Der Expert*innenrat für Klimafragen der Bundesregierung sieht Deutschland nicht auf Kurs, um seine Klimaziele für 2030 zu erreichen. Obwohl Wirtschaftsminister Robert Habeck im März optimistisch war, zeigen die neuesten Analysen des Expert*innenrats, dass die Treibhausgas-Minderungsziele wahrscheinlich verfehlt werden. Die Projektionen des Umweltbundesamts, die Habecks Optimismus stützten, berücksichtigen nicht alle relevanten Entwicklungen, darunter Kürzungen im Klima- und Transformationsfonds und veränderte Markterwartungen für Gas- und Zertifikatspreise. Der Expert*innenrat betont, dass die Wahrscheinlichkeit, die Emissionsziele zu erreichen, gering ist und fordert die Regierung zum Handeln auf. Das Gremium mahnt zur politischen Nachsteuerung, auch wenn das neue Klimaschutzgesetz erst bei zweijähriger Zielverfehlung eine Nachsteuerung vorsieht. Der Expert*innenrat besteht aus unabhängigen Wissenschaftler*innen, die regelmäßig die Klimaschutzmaßnahmen und deren Wirksamkeit überprüfen.

Zum Weiterlesen: taz, Spiegel

2) Hungerstreik in Berlin: Klimaaktivist in lebensgefährlichem Zustand

Der Klimaaktivist Wolfgang Metzeler-Kick wurde nach 89 Tagen Hungerstreik ins Bundeswehr-Krankenhaus in Berlin eingeliefert. Sein Gesundheitszustand war von einem Ärzteteam als akut lebensgefährlich eingestuft worden. Metzeler-Kick ist Teil der Kampagne "Hungern bis ihr ehrlich seid", die von Kanzler Olaf Scholz eine Regierungserklärung fordert. In dieser soll Scholz zugeben, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre bereits zu hoch sei und kein CO2-Budget mehr verbleibe. Die Kampagne kritisiert die Regierung dafür, dass sie eher bereit sei, die Aktivist*innen sterben zu lassen, als die wissenschaftlichen Fakten anzuerkennen. Bundeskanzler Scholz hatte kürzlich an die Teilnehmer*innen des Hungerstreiks appelliert, ihre Aktion abzubrechen, ging jedoch nicht konkret auf ihre Forderungen ein. Die Aktivist*innen rufen weiterhin zu gewaltfreien Protesten auf.

Zum Weiterlesen: BR24, Spiegel

3) Extremes Hochwasser in Süddeutschland

In Bayern und Baden-Württemberg hat ein extremes Hochwasser schwere Schäden angerichtet. Expert*innen analysieren die ungewöhnlichen Regenmengen, die durch ein seltenes sogenanntes "Vb-Tiefdruckgebiet" verursacht wurden, das Feuchtigkeit aus dem Mittelmeer brachte. Diese Wetterlage hatte bereits 2002 zu einem ähnlichen Hochwasser an der Elbe geführt. In vielen Regionen regnete es in der vergangenen Woche so viel wie es eigentlich nur alle 100 Jahre zu erwarten ist. Durchnässte Böden trugen dazu bei, dass sich die Flüsse schnell füllten. Im Vergleich zu historischen Hochwassern wie 2002, 2013 oder 2021 war das jüngste Hochwasser weniger schwer, erinnert aber an das Pfingsthochwasser von 1999. Extreme Niederschlagsereignisse werden durch den Klimawandel häufiger und intensiver, ob der Regen der letzten Woche auch durch den Klimawandel wahrscheinlicher geworden ist, lässt sich schwer nachweisen. Entsprechende Analysen sind in den nächsten Monaten zu erwarten.

Zum Weiterlesen: Zeit, taz

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