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1) EU-Kommission bewertet Gas und Atomenergie als „grün”

Die Europäische Kommission bewertet Kernkraft und Gas als „grüne” Energie. Beide wurden in die sogenannte Taxonomie-Verordnung aufgenommen, mit denen die EU finanzielle Investitionen gezielt in nachhaltige Technologien leiten will. Für Gas- und Atomkraftwerke gelten bestimmte Auflagen, um als „nachhaltig” eingestuft zu werden. In dem nun beschlossenen Rechtsakt lockerte die Kommission diese Auflagen für Gaskraftwerke. Die EU-Staaten haben jetzt vier Monate Zeit, um den Beschluss zu prüfen. (Süddeutsche, Spiegel)

Widerstand. Im letzten Monat wurde viel diskutiert, ob Atomkraft und Gas das Label „nachhaltig” bekommen sollte. Die Länder der EU sind sich uneinig. Deutschland kritisiert die Einstufung von Atomkraft als nachhaltig, befürwortet aber Gas als sogenannte Brückentechnologie. Spanien, Dänemark, die Niederlande und Schweden hingegen, sprachen sich gegen die Bewertung von Gas als „nachhaltig” aus. Österreich kündigte an, gegen den Beschluss der Kommission zu klagen. Die österreichische Bundesministerin für Klimaschutz Leonore Gewessler bezeichnete ihn als „Greenwashing für Atom und Erdgas”.

2) Erneut Korallenbleiche im Great Barrier Reef

Die Korallen an der australischen Ostküste am Great Barrier Reef zeigen erneut Anzeichen einer Korallenbleiche: Hitzestress als Folge von überdurchschnittlich warmem Meerwasser. Seit Beginn dieses Sommers ist die Meerestemperatur meist zwischen 0,5 und 1,5 Grad höher als normal. Sollte dieses Jahr erneut eine Bleiche stattfinden, wäre dies die vierte Bleiche in sechs Jahren. Im vergangenen Jahr wurde das Riff beinahe auf die Rote Liste der „gefährdeten” Unesco-Welterbe gesetzt. Zum Erhalt des Korallenriffs hat der australische Premierminister Scott Morrison vor Kurzem bekannt gegeben, insgesamt eine Milliarde australische Dollar (630 Millionen Euro) zu investieren. (Zeit, taz)

3) Klage gegen Landesklimaschutzgesetze abgelehnt

Das Bundesverfassungsgericht lehnte mehrere Klagen für mehr Klimaschutz der Bundesländer ab. In mehreren Verfassungsbeschwerden hatten Kinder und Jugendliche unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) gegen Landesklimaschutzgesetze geklagt. Die Länder sollten sich gesetzlich zu mehr Klimaschutz verpflichten. Das Gericht begründet die Absage damit, dass es auf Länderebene keinen Maßstab gäbe, wie viel Treibhausgase diese emittieren dürften: Es fehle ein CO2-Budget für Bundesländer. Mithilfe von Klagen könnten die Länder deshalb nicht zu ausreichendem Klimaschutz verpflichtet werden. (taz, Klimareporter)

CO2-Budget. Die Bundesregierung könnte Ländern ein CO2-Budget zuweisen. Derzeit ist die Reduktion von Emissionen jedoch in Sektoren wie Verkehr, Energie, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft und Abfall organisiert. Die Deutsche Umwelthilfe forderte die Regierung auf, Reduktionsziele pro Bundesland festzulegen.

Projektvorstellung: Omas for Future

Wir sind die Omas for Future. Wir machen Lust auf morgen und motivieren die Generation 50+, aus ihrer Liebe zu ihren Kindern und Enkeln ihr Verhalten zu ändern und eine nachhaltige, lebenswerte Zukunft zu erschaffen. Dazu klären wir niedrigschwellig über Nachhaltigkeit auf, steigern das Verständnis für die eigene ökologische Selbstwirksamkeit und tragen so zu einem Bewusstseinswandel innerhalb der Generation 50+ bei. Unsere über 70 Regionalgruppen, klären mit Leichtigkeit über Klima- und Umweltschutz auf. Wir bieten Frauen und Männern einen Rahmen, ihre Kompetenzen zu erweitern, neue Fähigkeiten zu entwickeln und neue Erfahrungsfelder auszuprobieren. Auf unserer Webseite findest du unseren Podcast und Regionalgruppen in deiner Nähe. Wer mehr Lust auf Bilder hat, schaut gerne bei Instagram vorbei.

Viele Menschen engagieren sich für mehr Klimaschutz, doch wir hören oder lesen nur von wenigen. Klimahochdrei bietet solchen Projekten und Gruppen eine Plattform. Möchtest du deine Gruppe hier vorstellen oder du kennst ein tolles Projekt? Dann schreib mir eine Mail.

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