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Was ist Klimahochdrei? Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews der letzten Woche. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Themen rund um den Klimawandel. Du kannst ihn kostenlos abonnieren.

Hallo zusammen,

Diskussionen, wie viel die Klimakonferenz COP erreicht hat, dominierten die Klimaberichterstattungen der letzten Woche. Eine Übersicht über fünf Perspektiven geben euch Manuel und Julien vom Newsletter Treibhauspost. Die beiden widmen sich in jeder Ausgabe einem Thema rund um die Klimakrise. Schaut bei den beiden vorbei, es lohnt sich.

In diesem Newsletter findet ihr eine Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse der COP. Da dieser Teil umfangreicher ist, gibt es heute nur zwei statt den üblichen drei Klimanews.

Viele Grüße

Jakob


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Klimanews der Woche

1) Ergebnisse der Klimakonferenz in Glasgow

Während der Klimakonferenz in Glasgow ist einiges passiert. Eine Übersicht über die zentralen Beschlüsse, auf die sich die Staatengemeinschaft einigen konnte, findet ihr im Folgenden. Die einzelnen Themen, hatte ich in der vorletzten Ausgabe vorgestellt. (taz, Zeit, Klimareporter, Tagesschau)

Klimafinanzierung. Finanzielle Hilfen bei Anpassungsmaßnahmen für finanzarme Staaten sollen bis 2025 verdoppelt werden. Es bleibt unklar, ob es sich dabei um neues oder aber um umgelagertes Geld aus bereits existierenden Töpfen handelt.

Loss and Damages. Auf ein Fond für Klimaschäden in Ländern des Globalen Südens konnte sich nicht geeinigt werden. Diese hatten einen Geldtopf für die Schäden und Verluste gefordert, die sich auch durch Anpassungsmaßnahmen nicht verhindern lassen.

Handel mit Klimaschutzleistungen. Der Grundsteine für den globalen Handel mit Klimaschutzzertifikaten wurden gelegt. Dafür schlossen die Delegierten Schlupflöcher für Greenwashing und mögliche Doppelzählung von eingesparten Tonnen CO2.

Fortschritte beim Klimaschutz. Neue Regeln wurden vereinbart, nach denen Staaten ihre Klimaziele und Fortschritte erheben, berechnen und berichten müssen. Künftig gilt, dass Klimaschutzziele für fünf Jahre vorgelegt werden.

Fossile Brennstoffe. „Ineffiziente Subventionen” für Öl, Gas und Kohle sollen abgebaut werden. Was „ineffizient” in diesem Kontext bedeutet, ist jedoch unklar. Außerdem einigten sich die Länder auf einen schrittweisen Abbau der Kohlekapazitäten. Diese Phrase wurde, auf Druck von China und Indien, in der letzten Minute von „Ausstieg” zu „Abbau” abgeschwächt.

Sektorspezifische Initiativen:

  • Eine Allianz aus Staaten und Unternehmen vereinbarte ein Enddatum für den Verkauf von Benzin- und Dieselautos.
  • Mehr als 100 Staaten setzten sich das Ziel, ihre Methanemissionen bis 2030, um mindestens 30 Prozent gegenüber 2020 zu senken.
  • Mehr als 100 Staaten verpflichteten sich, die Zerstörung ihrer Wälder und anderer Ökosysteme bis 2030 zu stoppen.
  • Institutionen, die insgesamt 130 Billionen Dollar verwalten, kündigten an, ihre Anlageportfolios bis 2050 emissionsneutral zu gestalten.

2) Olaf Scholz traf Klimaaktivist*innen zum Gespräch

Vizekanzler Olaf Scholz traf zwei Klimaaktivist*innen zu einem öffentlichen Gespräch. Die beiden Aktivist*innen Lea Bonasera und Henning Jeschke werfen der Politik vor, nicht angemessen auf die Klimakrise zu reagieren. „Ich bin verzweifelt, wir befinden uns in einer tödlichen Klimakrise”, sagte Lea Bonasera. Beide hatten vor der Wahl mit einem Hungerstreik auf sich und ihr Anliegen aufmerksam gemacht und ein Gespräch gefordert. (taz, Tagesspiegel)

Gespräch. Der Vizekanzler und die Aktivist*innen fanden während des Gesprächs nicht zusammen. Olaf Scholz zeigte sich zunehmend genervt von regelmäßigen Unterbrechungen durch die Aktivist*innen. Dass die Erderhitzung von der Politik nicht ernst genommen werde, sei eine „größenwahnsinnige Selbsteinschätzung”. Weiterhin kritisierte er das Fehlen konstruktiver Vorschläge. Bonasera und Jeschke kritisierten Scholz deutlich. „Sie führen uns in eine Klimahölle”, warf Jeschke dem Vizekanzler vor. Am Ende des Gesprächs forderten sie als erste Schritte ein Verbot für das Wegwerfen von Lebensmitteln, sowie eine Agrarwende bis 2030. Außerdem kündeten sie weitere Proteste an.


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