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Was ist Klimahochdrei? Der Newsletter Klimahochdrei gibt dir einen Überblick über aktuelle Klimanews der letzten Woche. Kern des Klimanewsletters sind drei ausgewählte Meldungen aus den Bereichen Klimapolitik, Klimaforschung, Klimaaktivismus oder verwandten Themen rund um den Klimawandel. Du kannst ihn kostenlos abonnieren.

Hallo zusammen,

große klimaschädliche Unternehmen wie RWE investieren große Summen in Werbung, in der sie sich „klimafreundlich” und „umweltbewusst” inszenieren. Dagegen will die große schwedische Tageszeitung „Dagens Nyheter” künftig vorgehen, indem sie die Anzeigen auf Seriosität und eine „nachvollziehbare Faktengrundlage” prüft, berichtet die taz. Für deutsche Medien fordert die Initiative „Fossilfreie Medien”, zu der auch Klimahochdrei zählt, ähnliche Maßnahmen und darüber hinaus klare Schritte in Richtung Klimaneutralität. Die Initiative führt bisher Gespräche mit der taz und dem Spiegel und versucht sie zum Handeln zu bewegen.

Hier geht es nun weiter mit den Klimanews der Woche.

Viele Grüße

Jakob


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Klimanews der Woche

1) Emissionsbilanz der Bundesregierung für 2020

Erstmalig stellte die Bundesregierung ihre jährliche Emissionsbilanz vor. Sie zeigt auf, welcher Sektor in Deutschland wie viel Emissionen ausstößt. In Zukunft wird so eine Bilanz jährlich im März veröffentlicht, das legt das Klimaschutzgesetz von 2019 fest. (Spiegel, Tagesspiegel)

Klimaziel. Bis Ende 2020 gingen die bundesweiten Emissionen im Vergleich zu 1990 um 40,8 Prozent zurück. Damit erreichte Deutschland sein Klimaziel: eine Reduktion um 40 Prozent. Etwa ein Drittel der eingesparten Emissionen 2020 gingen auf die Covid-Pandemie zurück und zwei Drittel auf strukturelle Veränderungen hin zu einer klimafreundlicheren Gesellschaft.

Stromsektor. Glänzen konnte 2020 der Stromsektor: seine Emissionen gingen um rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Zahl der Kohlekraftwerke sei gesunken und der Anteil an erneuerbaren Energien gestiegen. Zu erwarten sei, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt, so das Umweltbundesamt (UBA).

Verkehrssektor. Im Verkehrssektor gingen 2020 die Emissionen um rund elf Prozent zurück. Weniger Pendler und Reisende während der Pandemie sei die Hauptursache. Nach dem Lockdown wird mit einem Anstieg die Emissionen gerechnet. UBA-Präsident Dirk Messner fordert ein Verbot von neuen Autos mit Diesel- oder Benzinmotor ab 2030.

Gebäudesektor. Nur der Gebäudesektor erreichte das vorgegebene Klimaziel nicht. Die Gründe dafür untersucht nun der sogenannte Klimarat bis Mitte April. Danach wird das Bundesbauministerium verpflichtet, innerhalb von drei Monaten ein Sofortprogramm zu erarbeiten.

2) Europas Dürre übertrifft die letzten 2100 Jahre

Die Hitze und Dürre der letzten Sommer in Europa sind die schlimmsten der vergangenen 2100 Jahre. Das besagt eine Studie, die die Jahre 75 v. Chr. bis 2018 untersuchte. Im Untersuchungszeitraum gab es immer wieder besonders feuchte und trockene Sommer. Die Witterungslage in den Sommern ab 2015 sei allerdings deutlich ausgeprägter gewesen. Der menschengemachte Klimawandel sei die Hauptursache. Die Erhitzung der Erde beeinflusse den Jetstream, ein Windband, welches das europäische Wetter prägt. (Süddeutsche, Spiegel)

Methode der Studie. Die Wissenschaftler*innen analysierten Baumringe von 147 Eichen aus Bayern und Tschechien. Den Baumringen entnahmen sie rund 27.000 Proben. Sie untersuchten sowohl archäologische Überreste und historisches Baumaterial, als auch lebenden Bäume. Interessiert waren die Forscher*innen an stabilen Kohlenstoff- und Sauerstoffisotopen in den Baumringen. Die Kohlenstoffwerte lassen auf die fotosynthetische Aktivität der Bäume schließen, die Sauerstoffwerte auf den Wassergehalt im Boden.

3) Siebter globaler Klimastreik in rund 200 Städten

Heute - am 19. März - rufen die Klimaaktivist*innen von Fridays for Future unter dem Motto #AlleFür1Komma5 zum siebten globalen Klimastreik auf. Sie demonstrieren für die Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze vom Pariser Klimaabkommen. Aufgrund der Covid-Pandemie wird keine Großkundgebung stattfinden, die Veranstalter*innen setzen stattdessen auf „kreative Protestformen” mit Hygienekonzepten, wie beispielsweise Fahrraddemos oder Kreide- und Kunstaktionen. Teile des Protests finden auch online statt. In Deutschland sind in rund 200 Städten Aktionen geplant. Insgesamt wird in mehr als 50 Ländern protestiert. (Zeit, WestdeutscheZeitung)


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