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1) Durchbruch bei Klimakonferenz

Die Weltklimakonferenz in Dubai startete mit einem Durchbruch, als Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine überraschende Allianz bildeten. Gemeinsam kündigten sie an, 200 Millionen Dollar für den umstrittenen Loss and Damage Fonds bereitzustellen, um wirtschaftlich schwache Länder bei den Folgen des Klimawandels zu unterstützen. Deutschland übernimmt die Hälfte dieser Summe. Dieser Schritt, der die bisherige Einteilung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern herausfordert, könnte nicht nur den Fonds beleben, sondern auch Druck auf große CO2-Emittenten wie China und die USA ausüben. Expert*innen sehen darin eine strategische Allianz und hoffen auf eine positive Auswirkung auf die gesamten Klimaverhandlungen. Die Zusage der VAE markiert einen Präzedenzfall, da erstmals ein sogenanntes Entwicklungsland in den Loss and Damage Fonds einzahlt.

Eine Übersicht der Inhalte, die auf der diesjährigen Klimakonferenz diskutiert werden, bietet die Zeit.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Zeit

2) Gericht zwingt Bundesregierung zu Sofortmaßnahmen gegen Klimagase

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Bundesregierung verpflichtet, Sofortmaßnahmen zur Reduzierung von Klimagasen im Verkehr und in Gebäuden zu ergreifen. Die Deutsche Umwelthilfe und der Umweltverband BUND hatten geklagt, da sie die unzureichenden Maßnahmen der Regierung beanstandeten. Die Klage basierte auf der Überschreitung der zulässigen Klimagasmenge in den Sektoren Verkehr und Gebäude. Die Regierung hatte zuvor erklärt, dass kein Klimaschutzsofortprogramm notwendig sei. Das Gericht stellte fest, dass die bestehenden Klimaschutzmaßnahmen nicht den Anforderungen an ein Sofortprogramm entsprechen. Ein Sofortprogramm müsse "kurzfristig wirksame Maßnahmen enthalten", damit die im Klimaschutzgesetz vorgesehenen Emissionsmengen in den folgenden Jahren eingehalten würden, teilte das Gericht mit. Deutschland hatte die festgelegten Emissionsmengen in den Jahren 2021 und 2022 verletzt. Die Bundesregierung erwägt eine Revision des Urteils, während Umweltgruppen wie die Deutsche Umwelthilfe ein Tempolimit und die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen fordern.

Zum Weiterlesen: Zeit, Tagesschau

3) Boom im Klimasektor: 44 Prozent mehr 'Green Jobs' in Deutschland

Die Zahl der Beschäftigten im Umwelt- und Klimaschutzsektor in Deutschland ist innerhalb von zehn Jahren um 44,3 Prozent auf 341.200 Vollzeitstellen im Jahr 2021 gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Investitionen der Industrie in Klimaschutzmaßnahmen haben sich innerhalb desselben Zeitraums um 74,3 Prozent auf 4,15 Milliarden Euro erhöht. Gesetzliche Regelungen und staatliche Förderungen trugen zu diesem Anstieg bei, insbesondere im Rahmen der Energiewende. Fast die Hälfte der Investitionen entfiel auf erneuerbare Energien, gefolgt von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung. Der Jobmarkt im Umweltsektor zeigt, dass etwa zwei Drittel der "Green Jobs" auf das verarbeitende Gewerbe entfallen, während der Baubereich und der Dienstleistungssektor ebenfalls signifikante Anteile haben.

Zum Weiterlesen: taz, MDR

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