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1) Deutschland verfehlt Klimaziel rückwirkend

Deutschlands Treibhausgasemissionen werden dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigen. Das berechnete der Thinktank Agora Energiewende. Voraussichtlich werden etwa 47 Millionen Tonnen mehr Treibhausgase emittiert als 2020. Letztes Jahr waren die Emissionen, bedingt durch die Pandemie, besonders gering. Der Anstieg ist demnach nicht ganz unerwartet. Im Vergleich zum Jahr 2019 sinken die Treibhausgasemissionen dieses Jahr dennoch. Zum Erreichen der deutschen Klimaziele reicht dies allerdings nicht. (taz, Klimareporter)

Klimaziel. Die Bundesregierung hatte das Ziel bis 2020, mindestens 40 Prozent ihrer Emissionen im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Dieses Ziel erreichte sie knapp, dank der Corona-Pandemie. Der diesjährige Anstieg wirft Deutschland nun wieder zurück. Nur noch rund 37 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 berechneten der Thinktank. Man könnte also sagen: Deutschland verfehlt sein Klimaziel rückwirkend.

2) Flutkatastrophe in der Türkei

Im Norden der Türkei, am Schwarzen Meer, kam es am Mittwoch und Donnerstag letzter Woche zu einer Flutkatastrophe. Es gab 77 Todesopfer und mindestens 40 Menschen werden weiterhin vermisst (Stand diesen Dienstag). Mehr als 2.000 Menschen mussten aus den betroffenen Gebieten gerettet werden. Häuserreihen wurden weggespült und einige Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Die Überflutungen waren die schlimmsten der letzten Jahre in der Schwarzmeerregion. Noch in den Wochen vor der Flutkatastrophe kam es an der Mittelmeerküste der Türkei zu verheerenden Waldbränden. Sowohl solche Feuer als auch extreme Flutkatastrophen treten durch die Klimakrise häufiger auf. Die Überflutungen der letzten Woche wurden wohl auch durch Flussbegradigungen und baulichen Mängel mit verursacht. (Zeit, Tagesspiegel)

3) Aktionswoche für mehr Klimaschutz in Berlin

Extiction Rebellion (XR) veranstaltet diese Woche eine Klimaaktionswoche „August Rise up” in Berlin. Zu Beginn blockierten rund 150 Aktivist*innen die Straße beim Brandenburger Tor. Mehrere klebten sich mit jeweils eine Hand an die Straße. Weiter Aktionen folgten unter anderem vor dem Gebäude des Wirtschaftsrats der CDU, dem Landwirtschaftsministerium, sowie dem Gebäude des Bauernverbands. Die Aktivist*innen kritisieren mit ihren Aktionen die Klimapolitik der Bundesregierung. XR rief gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Organisationen, Ortsgruppen von Fridays for Future, Sand im Getriebe oder Attac Berlin zu einer Woche des zivilen Ungehorsams gegen die Klimakrise auf. (taz, Berliner Morgenpost)

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