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Hallo zusammen,

die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat angekündigt, nicht zum UN-Klimagipfel zu kommen. Sie begründet dies mit der ungerechten Verteilung des Corona-Impfstoffes zwischen armen und reichen Länder. Daraus folge, dass die Länder nicht zu gleichen Bedingungen am Klimagipfel in Glasgow teilnehmen könnten. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Konferenz pandemiebedingt verschoben. „Wir müssen nicht auf Konferenzen oder auf irgendjemanden oder irgendwas warten, um damit zu beginnen, die Emissionen dramatisch zu senken”, so Thunberg. (Spiegel)

Weiter geht es hier mit den Klimanews der Woche.

Viele Grüße

Jakob


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Klimanews der Woche

1) Deutschland bekommt einen Bürger*innenrat

Ende April bekommt Deutschland einen Bürger*innenrat zum Thema Klima. Initiiert wurde der Rat durch die Scientists for Future und den Verein Bürgerbegehren Klimaschutz. 160 zufällig gewählte Menschen debattieren über verschiedene Klimaschutzmaßnahmen und erarbeiten Empfehlungen für die Bundesregierung. Zur Seite stehen ihnen Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Fachrichtungen und der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler als Schirmherr. Die Teilnehmer*innen werden per Losverfahren gewählt. Dabei gelten Quoten wie Geschlecht und Bildungsgrad. Nach 12 Sitzungen am 23. Juni präsentiert der Rat seine Ergebnisse. Diese sind für die Bundesregierung nicht verpflichtend. Vielmehr sollen die formulierten Maßnahmen die Bereitschaft der Bürger*innen gegenüber effektivem Klimaschutz demonstrieren. Frankreich und Irland fungieren hierfür als Vorbild. In den letzten Jahren entwarfen dort Bürger*innenräte Konzepte für mehr Klimaschutz. Im Deutschen Bundestag wird außerdem derzeit die Möglichkeit eines offiziellen Klima-Bürger*innenrats geprüft. Eine erfolgreiche Petition hatte dies im letzten Jahr bereits gefordert. (Klimareporter, taz)

2) KlimaUnion: Verein für mehr Klimapolitik in CDU und CSU

Der neu gegründete Verein KlimaUnion will die Klimapolitik von CDU und CSU reformieren. Sein Ziel ist, Mehrheiten innerhalb und außerhalb der Parteien „für eine wirtschaftsfördernde Klimapolitik” zu schaffen. So soll bis spätestens 2040 Klimaneutralität in Deutschland erreicht werden. Der aktuelle Kurs der Regierung sieht dieses Ziel erst für 2050 vor. Der Verein sieht sich als Vermittler zwischen der „Grünen Bubble”, klimabewusster Menschen und dem „wirtschaftskonservativen Lager”. (taz, Spiegel)

Gründer*innen. Initiiert wurde die KlimaUnion von

  • dem Berliner Klima-Aktivisten und Unternehmer Heinrich Strößenreuther,
  • dem Bremer CDU-Bundesvorstandsmitglied Wiebke Winter,
  • dem früheren Siemens-Chef Heinrich von Pierer und
  • dem Ex-Tesla-Manager Philipp Schröder.

Gegenbewegung. Der Verein „Wirtschaftsrat der CDU” bewirbt schon länger innerhalb der CDU die Bewahrung fossiler Strukturen und die Verhinderung von Klimapolitik. Hierbei handelt es sich anders als der Name vermuten lässt, um einen Lobbyverband von Konzernen.

3) Pariser 2-Grad-Grenze könnte Eisschmelze deutlich verringern

Eine Begrenzung der globalen Erderhitzung auf zwei Grad gegenüber vorindustrieller Zeit könnte große Teile des antarktischen Schelf-Eis vor dem Kollaps bewahren. Das ergaben neue Studienergebnisse. Hingegen könnte eine globale Erderhitzung um vier Grad große Eisflächen irreversibel kollabieren und abschmelzen lassen. Konkret wäre die gefährdete Eisfläche durch vier Grad etwa doppelt so groß, wie die Erhitzung durch zwei Grad. (Spiegel, CarbonBrief)

Gefahr von Schelf-Eis. Schelf-Eis nennt man auf dem Meer schwimmende Eisplatten, die beispielsweise von Gletschern gespeist werden und mit der antarktischen Landmasse verbunden sind. Durch ihre puffernde Funktion schützen sie Gletscher vor dem warmen Ozean. Ohne das Schelf-Eis würden die Gletscher direkt ins Meer fließen und so den Meeresspiegel durch große Wassermengen ansteigen lassen.


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