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1) Mehrheit der Deutschen fürchtet gesundheitliche Schäden durch Klimakrise

Eine Umfrage des Umweltbundesamts (UBA) ergab, dass die meisten Deutschen bereits die Auswirkungen der Klimakrise spüren und gesundheitliche Schäden fürchten. Für die repräsentative Studie wurden im Sommer 2022 insgesamt 2072 Menschen ab 14 Jahren befragt. 85 Prozent der Teilnehmenden berichteten von starken Folgen, darunter Hochwasser und Starkregen. 57 Prozent sind Umwelt- und Klimaschutz sehr wichtig. Dies ist ein leichter Rückgang im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie (damals waren es bis zu 65 Prozent). Gesundheitsbedenken stehen dabei im Vordergrund. Das Bewusstsein für mögliche Gesundheitsgefahren aufgrund von Klimaveränderungen ist gestiegen: 73 Prozent glauben, dass die Klimafolgen ihrer Gesundheit schaden können, im Jahr 2016 waren es nur 59 Prozent. 90 Prozent der Befragten befürworten Maßnahmen zum Schutz vor Hitze, Überschwemmungen und für die Umwandlung von Wäldern in Mischwälder. Allerdings verunsichert der ökologische Umbau der Wirtschaft viele Menschen, da sie eine soziale Schieflage befürchten. Etwa drei Viertel fürchten eine Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und Reich, und 40 Prozent haben Angst vor einem persönlichen sozialen Abstieg aufgrund des Wirtschaftsumbaus. UBA-Präsident Messner betonte die Notwendigkeit eines sozialverträglichen Umbaus und die Schaffung von Perspektiven für Menschen aus unteren Einkommensgruppen.

Zum Weiterlesen: Spiegel, Zeit

2) Erdüberlastungstag erreicht - Menschheit verbraucht mehr Ressourcen als die Erde regenerieren kann

Laut dem Global Footprint Network (GFN) überschritt die Menschheit letzten Mittwoch ihre natürlichen Ressourcen und verbrauchte mehr, als die Erde in einem Jahr erneuern kann. Der globale Erdüberlastungstag markiert den Zeitpunkt, an dem die Kapazität der Erde, Ressourcen aufzubauen und zu regenerieren, erschöpft ist. Derzeit lebt die gesamte Menschheit so, als hätte sie 1,75 Planeten zur Verfügung, und bis 2030 könnten es sogar zwei Erden sein, wenn der Ressourcenverbrauch weiter ansteigt.

Im vergangenen Jahr wurde der Erdüberlastungstag am 28. Juli erreicht, dieses Jahr ist er fünf Tage später. Deutschland hat seine Ressourcen bereits am 4. Mai erschöpft und würde drei Erden benötigen, wenn alle so leben würden wie Menschen hierzulande. Die USA verbrauchen 5,1 Erden, China 2,4. Katar und Luxemburg sind Spitzenreiter; sie erreichten bereits im Februar ihren Erdüberlastungstag. Ein Lichtblick ist, dass die Überlastung seit einigen Jahren kaum noch zunimmt und dieses Jahr sogar leicht abgenommen hat.

Um die Klimaziele des Weltklimarats zu erreichen, müsste der Erdüberlastungstag jährlich um 19 Tage verschoben werden. Durch die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 75 Prozent und die Halbierung der weltweiten Lebensmittelabfälle könnten zusätzlich 39 Tage gewonnen werden, so GFN.

Zum Weiterlesen: taz, Tagesschau

3) Waldbrände in Kanada verursachen Rekord-CO2-Emissionen

Die aktuellen Waldbrände in Kanada haben bereits mehr als doppelt so viel CO2 freigesetzt wie im bisherigen Rekordjahr 2014. Laut dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus wurden von Anfang Mai bis Ende Juli etwa 290 Millionen Tonnen Kohlenstoff emittiert, was einer Milliarde Tonnen CO2 entspricht. Die Brandemissionen steigen kontinuierlich und werden voraussichtlich noch einige Wochen anhalten, da der Höhepunkt normalerweise erst Ende Juli oder Anfang August erreicht wird und die Brände bis Oktober anhalten. Selbst nördliche Regionen, einschließlich des Polarkreises, waren von den Feuern betroffen und verursachten erhebliche Rauchemissionen. Kanada erwärmt sich aufgrund des Klimawandels schneller als der Rest des Planeten, was dort zu einer Zunahme von Extremwetterereignissen führt.

Zum Weiterlesen: MDR, Focus

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