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1) Club of Rome: Wie ist eine lebenswerte Zukunft möglich?

Es ist noch nicht zu spät, eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Diese Botschaft vermittelt der neue Bericht „Earth for All” des Club of Rome. Gleichheit und Gerechtigkeit sei der Königsweg für eine lebenswerte Zukunft. „[F]ünf außerordentlichen Kehrtwenden” müssten in den kommenden Jahrzehnten vollzogen werden:

  • Beendigung der Armut,
  • Beseitigung der eklatanten Ungleichheit,
  • Ermächtigung (Empowerment) von Frauen,
  • Aufbau eines für Menschen und Ökosysteme gesunden Nahrungsmittelsystems,
  • Übergang zum Einsatz sauberer Energie.

Der derzeitige politische und ökonomische Kurs führe die Menschheit zu einer weiter wachsenden Ungleichheit. Das bedeutendste Problem sei die „Unfähigkeit, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden”. Falschinformationen verschärfen die Polarisierung der Gesellschaften und behindern die konstruktive Zusammenarbeit.

Zum Weiterlesen: Süddeutsche, Spiegel

2) Rekordemissionen durch Waldbrände

Waldbrände führten diesen Sommer zu Rekordemissionen von CO2. In der EU und Großbritannien gelangten in den Monaten Juni, Juli und August rund 6,4 Tonnen CO2 in die Atmosphäre, schätzt der Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienst Cams. Das ist ein neuer Höchstwert seit 2007. „Die Kombination der Hitzewelle im August mit ausgedehnten trockenen Bedingungen in Westeuropa resultierte in erhöhter Zahl, Intensität und Dauer von Waldbränden”, schreibt der Copernicusdienst.

Ursprung der Daten. Zur Schätzung der Emissionen werten die Wissenschaftler*innen Satellitenbilder von aktiven Bränden aus. Anhand dieser wird der Hitzeausstoß gemessen. Dieser wiederum erlaubt Rückschlüsse auf die Emissionen.

Zum Weiterlesen: Zeit, ZDF

3) VW bestreitet Mitverantwortung am Klimawandel

Der Biobauer Ulf Allhoff-Cramer will gemeinsam mit Greenpeace den Autohersteller VW gerichtlich zu mehr Klimaschutz zwingen. Der Konzern sei für große Mengen CO2-Emissionen verantwortlich, welche die zunehmende Hitze und Dürre mitverantworten. Davon sei der Hof des Biobauern existenziell bedroht. Nun erschien die Klageerwiderung des Autoherstellers.

Die Klageerwiderung. VW lehnt die eigene Verantwortung weitgehend ab. Vielmehr seien die Autofahrer*innen maßgeblich selbst für die Emissionen verantwortlich. Außerdem sei „eine verlässliche Zuordnung konkreter lokaler Wetterphänomene zum Klimawandel” nicht möglich. Gegenüber der Tagesschau-Redaktion widerspricht der Ingenieurwissenschaftler Prof. Volker Quaschning von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin der Darstellung von VW. Mit Hilfe von Attributionsforschung sei es „wissenschaftlich möglich, auch aktuelle Dürren und resultierende Waldschäden dem Klimawandel zuzuordnen”. Der geschäftsführende Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser wirft VW vor, bewusst wissenschaftliche Erkenntnisse zu verdrehen.

Zum Weiterlesen: Tagesschau, Zeit

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