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1) Bayern lockert 10H-Regel für Windräder

Die Bayerische Staatsregierung plant, die umstrittene 10H-Abstandsregel für Windkraftanlagen zu lockern. Bislang muss der Abstand zwischen Windrad und Wohnbebauung mindestens das Zehnfache der Höhe des Windrades betragen. Dies führte zu einem Einbruch des Windkraftausbaus in Bayern. Künftig soll ein reduzierter Abstand von einem Kilometer auf ausgewählten Flächen gelten. Mit dieser Lockerung könnten bis zu 800 neue Anlagen gebaut werden, so Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Sonderregel gilt beispielsweise für Wälder, Autobahnen, vierspurigen Bundesstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Truppenübungsplätze. (BR, Tagesspiegel)

2) Erdböden weltweit im schlechten Zustand

Rund 40 Prozent der Landfläche der Erde sind geschädigt und haben an Fruchtbarkeit verloren. Das zeigt der „Global Land Outlook” der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD). Für den Zustand der Böden sind wir Menschen und insbesondere die Landwirtschaft verantwortlich. Etwa 70 Prozent der Landfläche wurden bis heute vom Menschen verändert. Beispiele hierfür sind Waldrodung und Trockenlegung von Feuchtgebieten. Dabei entstehen CO2-Emission, die die Erhitzung der Erde beschleunigen. „Ein Weiter-so ist kein gangbarer Weg für unser weiteres Überleben und unseren Wohlstand”, erklären die Autor*innen des Berichts. (taz, Klimareporter)

Lösungen. Der Bericht stellt zwei mögliche Szenarien vor, wie sich die Böden instand setzen ließen. Im Ersten soll eine Fläche von 50 Millionen Quadratkilometern – etwa 1/3 der Landfläche der Erde – gezielt verbessert werden. Das hieße ein Verzicht auf pflügen, Bäume pflanzen auf Feldern und Weiden, ein besseres Weidemanagement sowie Maßnahmen gegen Bodenerosion. Bisherige Ziele zur Bodenverbesserung sehen dies nur für etwa 10 Millionen Quadratkilometer vor.

Das zweite Szenario ist ambitionierter: Zusätzlich zur Instandsetzung der Böden sollen weitere vier Millionen Quadratkilometer unter Schutz gestellt werden. Dies könnte große Mengen CO2 zusätzlich binden und so das Klima schützen. Diese Möglichkeit ginge jedoch zulasten der Nahrungsmittelproduktion.

3) Sommer 2021 brach alle Rekorde

Der letzte Sommer war der heißeste in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979. In den Sommermonaten war es rund ein Grad Celsius heißer als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Das berichtet der EU-Klimawandeldienst Copernicus in seinem Jahresbericht. Auf Sizilien wurde mit 48,8 Grad Celsius ein vorläufiger europäischer Hitzerekord gemessen. (Zeit, Spiegel)

Folgen. Die hohen Temperaturen trugen zu den teils verheerenden Waldbränden bei. Allein im Juli und August seien im Mittelmeerraum 800.000 Hektar Wald verbrannt. Die Fläche entspricht etwa der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holsteins. Die Meere erhitzten sich ebenfalls. In Teilen der Ostsee lag die jährliche Meeresoberflächentemperatur mit mehr als fünf Grad Celsius über dem Durchschnitt.

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