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1) 80.000 Menschen auf der Straße für die Energiewende

In Berlin, München, Hamburg und Köln sind am Wochenende insgesamt rund 80.000 Menschen gegen die Energiepolitik der Bundesregierung auf die Straßen gegangen. Unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen!" richteten sich die Proteste vor allem gegen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Demonstrant*innen warfen ihr vor, fossile Energien zu bevorzugen und den Ausbau von Wind- und Solarenergie zu bremsen. In Berlin sprach unter anderem Klimaaktivistin Luisa Neubauer zu rund 10.000 Teilnehmer*innen. Der Bund Naturschutz Bayern bezeichnete Reiches Netzpaket als Angriff auf Natur und Klimaschutz. Im Hintergrund steht die Forderung nach mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien, welchen die Organisator*innen angesichts eskalierender Energiepreise und geopolitischer Risiken fossiler Abhängigkeiten für dringend nötig halten.

Zum Weiterlesen: Tagesspiegel, taz

2) Aktivistin klebt sich als Wirtschaftsministerin verkleidet im Bode-Museum fest

Eine Unterstützerin der Gruppe Neue Generation hat sich im Berliner Bode-Museum als Wirtschaftsministerin Katherina Reiche verkleidet und sich mit Sekundenkleber an eine Münzvitrine geklebt. Mit der Protestaktion kritisiere sie, dass Reiche „nicht die nötige kritische Distanz zur Wirtschaft” halte, „um als Ministerin im Sinne der Bevölkerung unabhängig zu entscheiden”. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bestätigte den Vorfall, ein Ausstellungsobjekt wurde nicht beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs. Die Neue Generation ist aus der Letzten Generation hervorgegangen, die sich im Januar 2025 aufgelöst hatte.

Zum Weiterlesen: FAZ, Zeit

3) Deutschlandticket: Pendeln im ÖPNV kostet viermal weniger als mit dem Auto

Seit Einführung des Deutschlandtickets sind Pendler*innen 2024 rund 9 Milliarden Kilometer weniger mit dem Auto gefahren als noch 2022. Dabei haben sie in Summe 3 Milliarden Euro gespart, 2,7 Milliarden davon allein durch den Umstieg auf den ÖPNV. Das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung und Statista. Für das Klima bedeutete das Ticket im Jahr 2024 eine Einsparung von rund 2,5 Millionen Tonnen CO2. Rund 1 Million Menschen ließen ihr Auto für den Arbeitsweg ganz stehen. Anfang 2026 zählte das Abo rund 14,6 Millionen Abonnent*innen. Das größte Hindernis beim weiteren Umstieg bleibt laut Forscher*innen das Vertrauen in Zuverlässigkeit und Flexibilität des Nahverkehrs, weshalb der ÖPNV-Ausbau weiter dringend nötig sei.

Zum Weiterlesen: taz, Spiegel

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