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1) Nur 30 Unternehmen verursachen ein Drittel aller Treibhausgase

Ein Drittel der deutschen Treibhausgasemissionen wird von lediglich 30 Unternehmen verursacht. Das geht aus einer Analyse der Süddeutschen Zeitung (SZ) hervor.

Zu den Unternehmen zählen:

  • der Energiekonzern RWE,
  • der Stahlhersteller Thyssenkrupp,
  • der Autobauer Volkswagen,
  • der Chemiekonzern BASF und
  • die Zementhersteller Holcim und HeidelbergCement.

In der Analyse untersuchte die SZ Konzerne, die zum Handel mit Emissionszertifikaten verpflichtet sind. Rund 1.800 Unternehmen wie Stahlwerke, Raffinerien, Kohlekraftwerke und Glasfabriken stießen in den Jahren 2013 bis 2020 fast die Hälfte aller Emissionen aus. (Spiegel, Zeit)

2) Aktionsplan für natürlichen Klimaschutz

Die Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) plant, mit einer Investition von vier Milliarden Euro bis zum Jahr 2026 den natürlichen Klimaschutz zu stärken. Bestehende Ökosysteme wie Wälder, Auen, Böden und Moore sollen geschützt und wiederhergestellt werden, damit diese Treibhausgase binden und so die globale Erhitzung bremsen. Die Milliardensumme sei bereits von der Regierung beschlossen, so Lemke auf der Pressekonferenz. Landbesitzer*innen und weitere Interessensgruppen gilt es jedoch noch von dem Vorhaben zu überzeugen. Die Naturschutzorganisation Umwelthilfe sieht in den Plänen großes Potenzial. Derzeit sind rund 93 Prozent der Moorböden in Deutschland trockengelegt und verursachen etwa 6,7 Prozent der gesamten nationalen Treibhausgasemissionen. (taz, Zeit)

Maßnahmen. Zentrale Vorhaben im Aktionsplan der Ministerin sind:

  • die Wiedervernässung von Moorböden,
  • ein finanzieller Ausgleich für Landwirt*innen, die auf die Nutzung von Moorboden verzichten,
  • eine verbindliche Meeresschutzstrategie,
  • die Einschränkung von Baumfällarbeiten in öffentlichen Wäldern, insbesondere Buchenwäldern.

3) Globale Proteste für Klimagerechtigkeit

Mehr als 10.000 Menschen protestierten am Freitag allein in Berlin für Klimagerechtigkeit und gegen Krieg. In München platzierten die Demonstrierenden rund 3000 Schilder mit Protestsprüchen auf dem Rasen des Königsplatzes. Die Initiative Fridays for Future hatte letzten Freitag in 300 Städten in Deutschland und 1.000 Orten weltweit zum Globalen Klimastreik unter dem Motto „People not Profit” aufgerufen. Ein breites Bündnis von Amnesty International über den Bund Naturschutz bis hin zur Klima-Allianz Deutschland und dem WWF unterstütze den Protest. Ein Anliegen der Protestierenden war ein sofortiger Importstopp für russisches Erdöl, Erdgas und Kohle. (Süddeutsche, taz)

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